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Balingen Auf dem großen Viehmarktplatz gibt’s nur die kleine Lösung

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Blick auf den großen Viehmarktplatz: Dieser wird zur Gartenschau ein wenig aufgehübscht. Die Mehrheit im Gemeinderat sprach sich gegen die komplette Erneuerung aus. Foto: Seeg Foto: Schwarzwälder Bote

Balingen (mai). Obwohl er im Gartenschaujahr 2023 eine wichtige Rolle einnehmen wird als Verbindung zwischen der Innenstadt und der Inselstraße hinaus zur Steinach, wird der Viehmarktplatz bis dahin nur in einer Sparversion auf Vordermann gebracht. Das hat der Balinger Gemeinderat am Dienstagabend nach langer Diskussion und mit knapper Mehrheit (14:16) entschieden.

Wie berichtet stand zur Debatte, ob der in den 1980er-Jahren sanierte Viehmarktplatz vor dem "Sonne"-Gebäude gemeinsam mit dem jenseits der Friedrichstraße gelegenen Bereich vor dem Gasthof Lang umfassend aufgehübscht werden sollte. Die Kosten dafür hätten bei 660 000 Euro gelegen. Entstanden wäre so ein Platz "aus einem Guss", mit neuen Pflastersteinen, neuen Bäumen, mit allem Pipapo.

Anders als vor dem "Lang", wo das Platzkonzept umgesetzt werden soll (200 000 Euro), wird auf dem großen Platz nun nur das unbedingt Notwendige erledigt: Das schon schafhafte und an vielen Stellen unebene Pflaster und die bestehenden Bäume bleiben, neue Leuchten und Bänke werden aufgestellt. Die Kosten dafür betragen geschätzt 125 000 Euro. Diese Interimslösung bringt es derweil auch mit sich, dass die Querparkplätze direkt am Platz unter den Bäumen allesamt gestrichen werden.

Die Grünen-Fraktion hatte mit einem Antrag ausdrücklich die große Lösung auch für den großen Platz gefordert. In den nächsten zehn Jahren werde man die Fläche ohnehin erneuern müssen, sagte Uwe Jetter. Dann besser jetzt als später, wenn es absehbar auch noch teurer werde. Und zur Gartenschau ein neuer Platz – das wäre prima. Das meinte auch Georg Seeg (SPD): Wenn man schon Geld in die Hand nehme, dann richtig.

Werner Jessen (Freie Wähler) meinte ebenso, man solle die große Lösung angehen. Vor allem, weil der Platz im Gartenschaujahr für Fußgänger wegen eines wohl doch nicht so schnell realisierbaren anderen Bauprojekts an Bedeutung gewinne: Von der Torbrücke war bislang entlang der Steinach ein Fußweg (Sailerweg) hin zum Rappenturm-Standort fest eingeplant. Diesen aber wird es nach Angaben von Baudezernent Michael Wagner bis 2023 "realistischerweise" nicht geben, weil der von der Volksbank Hohenzollern-Balingen geplante Neubau von der Torbrücke bis tief hinein in die Schwanenstraße nach derzeitigem Stand nicht so richtig in die Gänge komme. Der Rohbau sei bis 2023 durchaus denk- und machbar. Aber es bleibe wohl zu wenig Zeit, den Weg daran vorbei schön anzulegen. Zumal die Böschungsmauer davor noch aufwändig saniert werden müsste. Aus der Traum also vorerst für den Sailerweg.

Für die kleine Lösung sprach sich unter anderem Klaus Hahn (CDU) aus. Er habe die Befürchtung, dass derzeit ohnehin schon viel Geld ausgegeben werde. Die Mehrkosten beim Viehmarktplatz müssten nicht auch noch sein. Im Dezember werde es bei der Einbringung des Haushalts für 2021 wohl "lange Gesichter" vor allem in den Ortsteilen geben, weil viele Wünsche nicht verwirklicht werden könnten. Auch Dietmar Foth (FDP) verwies auf die "nicht so rosige Finanzsituation" der Stadt – und darauf, dass es noch viele andere Aufgaben zu erledigen gelte. Die Gartenschau sei ohne Zweifel wichtig, aber nicht alles. Christoph Foth (FDP) meinte, man müsse den Besuchern nicht ein "komplett neues Balingen" präsentieren. Und Ingrid Helber (ebenfalls liberal) sagte, dass man Geld nicht "mit aller Gewalt" ausgeben solle.

Einig war sich das Gremium derweil, was die Planungen für die Neugestaltung der Inselstraße bis zur Kreuzung Badstraße (Parkplätze weg vom Ufer hin zu den Häusern, neuer Steg hinüber zur anderen Steinachseite) sowie des Übergangs zur Badstraße (Betonpflasterbelag – Fußgänger first!) und im weiteren Verlauf hin zum Steinach-Wasserfall anbelangt. Der Abschnitt der Inselstraße ab der Badstraße stadtauswärts wird zur Einbahnstraße und zudem ein verkehrsberuhigter Bereich.

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