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Balingen 2019 war aus Sicht der Abwasserreinigung eher ein nasses Jahr

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Die Kläranlage in BalingenFoto: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Balingen. Das Jahr 2019 war aus Sicht der Abwasserreinigung ein – im Vergleich zum Vorjahr – eher nasses Jahr. Das führt der Zweckverband Abwasserreinigung in seinem Jahresbericht an.

Dies führte demnach dazu, dass die Abwassermenge mit rund 9,5 Millionen Kubikmerern (etwa 25 Prozent) über den Werten der Vorjahre lag. Es handelt sich dabei um die Abwassermenge, die aus den Mitgliedsgemeinden Balingen, Geislingen, Dotternhausen, Dormettingen und Albstadt-Laufen zur Kläranlage fließt.

2019 konnten laut dem Verband die wesentlichen Parameter bei der Abwasserreinigung eingehalten werden. Es waren allerdings einige Störfälle zu bewältigen. Diese haben zu kurzzeitigen Überschreitungen geführt.

Dies zeige, dass die biologische Stufe der Kläranlage aufgrund ihres Alters, des Verschleißes und der veralteten Steuerung an ihre Grenzen geraten sei, heißt es im Bericht. Daher sei die Sanierung der biologischen Stufe dringend notwendig. Sie befinde sich aktuell in der Umsetzung. Besonders erfreulich sei die positive energetische Bilanz der Kläranlage. Der Strombezug von den Stadtwerken konnte auf ein Minimum gesenkt werden. Der minimierte Strombedarf sei, vor allem durch die Achtsamkeit und die korrigierenden Eingriffe des Betriebspersonals, im Bereich der Steuerung der biologischen Stufe erreicht worden, betonte der leitende Ingenieur Joachim Hölle vom Büro SWECO.

Der Faulgasanfall ist erfreulicherweise auf einen Maximalwert der vergangenen 15 Jahre angestiegen. Die Witterungsverhältnisse wirkten sich auf den Kläranlagenbetrieb und die Reinigungsleistung aus. Insbesondere sei dabei der Fremdwasseranteil ein Thema, der durch die angestiegene Regenspende bei 64,1 Prozent gelegen habe.

Dass die Maßnahmen und Bemühungen zur Reduzierung der Fremdwasserzuläufe in das Verbandsnetz weiterverfolgt werden müssen, darin sind sich alle Mitglieder und Verantwortlichen einig. Auf Grund des Alters der Kläranlage sind in den kommenden Jahren umfassende Sanierungen und Nachrüstungen erforderlich. Mit Zuversicht werde man gemeinsam die Aufgaben angehen, betonte Verbandsvorsitzender und Oberbürgermeister Helmut Reitemann.

Der Umwelt- und Gewässerschutz liege beim Zweckverband in guten Händen, insbesondere auch aufgrund des geschätzten Engagements des Kläranlagen-Personals. Dies bestätigte auch der Gewässerschutzbeauftragte des Verbands. Er bescheinigte einen ordnungsgemäßen Betrieb.

"Bei amtlichen Kontrollen wurden die Grenz- und Zielwerte eingehalten", meldete der Gewässerschutzbeauftragte Manfred Helle. Die Kläranlage wird regelmäßig überwacht. Mindestens sechsmal jährlich erfolgt eine unangekündigte Probeentnahme durch Mitarbeiter des Landratsamts. Alle Ablaufwerte lagen deutlich unter den geforderten amtlichen Werten.

Im Winter und Frühjahr war eine höhere Stickstoffbelastung aufgefallen. Dies hatte letztlich jedoch keine signifikanten Auswirkungen auf das Gewässer. "Der Einleiter konnte nicht ausfindig gemacht werden", teilt der Verband mit.

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