Der frühere Ortsvorsteher von Röt-Schönegründ, Karl Klumpp, ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Archiv-Foto: Michel Foto: Schwarzwälder Bote

Nachruf: Trauer um den früheren Ortsvorsteher von Röt-Schönegründ / In vielen Bereichen engagiert

Baiersbronn-Röt-Schöne-gründ. Er war einer, der die Dinge anging, der viel bewegt hat, der für seine Fröhlichkeit und seine positive Ausstrahlung bekannt war: Karl Klumpp. Im Alter von 73 Jahren ist der frühere Ortsvorsteher von Röt-Schönegründ nach kurzer schwerer Krankheit gestorben.

25 Jahre lang – von 1984 bis 2009 – war Karl Klumpp Ortsvorsteher in seinem Heimatort. Und als sich nach seiner frühzeitigen Ankündigung, nicht mehr zu kandidieren, nach den Kommunalwahlen 2009 zunächst kein Nachfolger für ihn fand, hat er noch monatelang die Geschäfts des Ortsvorstehers weitergeführt. Im Jahr 2009 wurde er in Anerkennung seiner Verdienste mit der silbernen Ehrennadel des Gemeindetags Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Ob Schule, Kindergarten, Sport oder Flurneuordnung, ob der Bau der Aussegnungshalle, der Wassertretanlage, der überdachten Fußgängerbrücke, die Erschließung des Wohngebiets Sommerhalde, der Neubau der Wander- und Schutzhütte Bäumlesäcker, Verkehrsthemen oder die Verwirklichung eines Heimatspfads – Klumpps Engagement reichte in alle Lebensbereiche hinein, die seinen Ort betrafen.

Stärkung der Ortschaftals großes Anliegen

Dabei ging es ihm immer darum, den Wohn- und Erlebniswert in der Ortschaft zu stärken. Klumpp hat sich aber nicht nur für seinen Heimatort, den er nachhaltig mitgeprägt hat, sondern auch für die Gesamtgemeinde engagiert.

Karl Klumpp wuchs mit drei Schwestern und einem Bruder auf. Seine Eltern hatten ein landwirtschaftliches Anwesen. So wurde er schon früh zu selbstständigem Arbeiten erzogen. 1962 begann er in Freudenstadt mit einer Postlehre. Nach der Ausbildung wurde er nach Baiersbronn versetzt. Dort lernte er auch Karin Seeger, eine Bankauszubildende, kennen, die er 1972 heiratete. Sie zogen in sein Elternhaus, und nach einem Jahr konnte das neu erstellte Eigenheim in Schöne­gründ bezogen werden. 1970 begann Karl Klumpp mit der Ausbildung als Finanzbeamter im Finanzamt Freudenstadt. Sein Schwerpunkt war bis zum Ende seiner Dienstzeit der Steuervollzug.

Trotz seiner nervenaufreibenden Tätigkeit verlor er nie seine Fröhlichkeit und steckte oft seine Kollegen, die an ihm auch seine Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit sehr schätzten, mit seinem herzlichen Lachen an.

Ein großes Anliegen war ihm immer die Dorfgemeinschaft. So engagierte er sich auch in den Vereinen. Seit 1964 war er Mitglied im Musikverein Röt-Schönegründ. Dort spielte er die Klarinette, engagierte sich zudem von 1974 bis 1994 als Kassierer und von 1984 bis 1986 als zweiter Vorsitzender. Er und seine Frau Karin zählten zu den Hauptinitiatoren und Gestaltern des vom Musikverein veranstalteten Waldfests, das über die Landkreisgrenzen hinaus Musikfreunde anzog. Vor einem Jahr beendete Klumpp, der 2014 zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt wurde, seine aktive Musikerlaufbahn.

Auch im Tourismusengagiert

Da seine Frau mit ihm eine Frühstückspension aufgebaut hatte, engagierte er sich auch im Tourismus. 25 Jahre lang – bis zu seinem Tod – ­war er Vorsitzender des Verkehrsvereins Röt-Schönegründ. Viele Veranstaltungen trugen seine Handschrift, wobei das Osterfeuer einen jährlichen Höhepunkt darstellte. Auch für die Organisation der Bewirtung im Kurhaus bei Veranstaltungen durch die Vereine wirkte er mit. Dabei packte er auch selbst mit an.

Nach seiner Pensionierung und dem Rückzug aus dem Gemeindeleben unterstütze er seine Frau bei ihrer Arbeit als Chorleiterin und verbrachte viel Zeit im Garten und der Natur, wo er auch gerne in seinem Wald arbeitete.

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