Immanuel Raiser und seine Frau Maren. Foto: Privat Foto: Schwarzwälder Bote

Religion: Immanuel Raiser tritt Nachfolge von Friedemann Kley an / Vor Jahrzehnten in Röt als Vikar tätig

Das Unterdorf in Baiersbronn wird bald wieder einen neuen evangelischen Pfarrer haben. Immanuel Raiser tritt die Nachfolge von Pfarrer Friedemann Kley an, der nach neun Jahren im Juni 2020 in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Baiersbronn. Mit Immanuel Raiser zieht kein Unbekannter ins Pfarrhaus im Unterdorf ein, denn er war bereits von 1988 bis 1991 als Pfarrvikar in Röt tätig. "Nun freuen wir uns sehr, wieder ins Murgtal zurückzukehren und sind gespannt auf vielfältige Begegnungen in Tonbach, Friedrichstal, Baiersbronn und darüber hinaus", sagt der neue Pfarrer.

Auf die Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Daniel Vögele freue er sich sehr, auch weil er bis jetzt immer allein als Pfarrer in den Gemeinden gearbeitet hat. "Natürlich bin ich gespannt auf die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich zum Beispiel im Gottesdienst engagieren." Außerdem haben es Reiser die "wunderschöne Landschaft und Natur" angetan, "die uns hier in Baiersbronn erwartet". Seine Frau Maren sei begeistert, dass tatsächlich ein Bach durch den Pfarrgarten fließt, denn sie finde das Kneippen sehr gut. Immanuel Raiser wurde 1960 in Indonesien geboren, wo seine Eltern als Missionare tätig waren. Aufgewachsen ist er aber in Wart und Hochdorf bei Nagold, sodass er auf schwäbische Wurzeln verweisen kann. Sein Studium der Theologie absolvierte er an der Universität Tübingen. Er sei dankbar für die Studienbegleitung im Albrecht-Bengel-Haus.

Seinen weiteren Werdegang bestimmte das Vikariat. Dieses absolvierte er in Stuttgart-Mitte bei Pfarrer Winrich Scheffbuch. Dort lernte er auch seine Frau Maren kennen, mit der er jung verheiratet nach Röt und Klosterreichenbach kam. Dort kam auch ihr Sohn zur Welt. "Gerne erinnere ich mich an diese Zeit zurück, denn die erste Berufserfahrung war eine ganz besondere Erfahrung", sagt er.

Hilfe für Menschenin Not liegt ihm besondersam Herzen

Nach Röt folgten neun Jahre in Abstatt bei Heilbronn. "Mit nun drei Kindern, zwei Mädchen kamen noch hinzu, zogen wir im Jahr 2000 nach Spielberg/Egenhausen, wo ich 16 Jahre tätig war", erzählt er. 2015 gab es einen erneuten Wechsel in die Verbundkirchengemeinde Zwerenberg. "Unsere Kinder sind nun alle erwachsen und aus dem Haus. Wir freuen uns über nun bald zwei Enkelkinder", so der Pfarrer.

Hilfe für Menschen in Not liegt ihm besonders am Herzen. Die Ausbildung als Berufskraftfahrer für Lastwagen hat er auch gemacht, um Hilfstransporte in Länder zu fahren, deren Bevölkerung es bitter nötig hat. Zu seinen Hobbys zählen Kutsche fahren und Malen. Damit finde er Ruhe und Entspannung.

Schon seit JahrenIm Vorstand desMissionswerks"Licht im Osten"

Seit vielen Jahren ist er im Vorstand des Missionswerks "Licht im Osten" tätig. Zusammen mit seiner Frau Maren, die Diplomverwaltungswirtin und Krankenschwester ist, wird er im April nach Baiersbronn ziehen.

Seine Frau ist zurzeit in der Diakonie Altensteig in der häuslichen Pflege angestellt und hat sich immer gern in der Gemeinde an verschiedenen Stellen ehrenamtlich eingebracht. So soll es auch in Baiersbronn sein.

Im Mai wird Immanuel Raiser offiziell in das Amt in Baiersbronn eingesetzt. "Uns ist es wichtig, dass Menschen zu Jesus Christus finden und auf ihrem Weg mit ihm gestärkt werden", sagt er. Besonders erfreulich sei es, dass es noch einige Freundschaften aus der Röter Zeit gebe, die über all die Jahre nie abgerissen seien. "An manche Kontakte von damals werden wir sicher direkt wieder anknüpfen können", so Reiser. Natürlich sei es eine Herausforderung, wieder neu anzufangen, aber das eröffne auch viele neue Gelegenheiten. "Es stimmt ja schon, dass jedem Anfang ein Zauber innewohnt."

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: