Szenenprobe mit Regisseur Ulf Janssen (von links): Lisbeth Felder, Roland Frey und Thomas Faisst Fotos: SWR Foto: Schwarzwälder-Bote

Thomas Faißt wirkt bei SWR Produktion "Die Fallers" mit / Kohlenmeiler im Baiersbronner Wald ist Schauplatz

Von Jan Kirschmann. Baiersbronn. Mächtig was los war an der sonst so beschaulichen Waldlichtung beim Kohlenmeiler in Baiersbronn. Ein Produktionsteam des Südwestrundfunks (SWR) hatte sein Lager aufgeschlagen, um eine Folge der Serie "Die Fallers" im Baiersbronner Wald zu drehen.Überall wurde gearbeitet am Kohlenmeiler der alten Pflanzenschule im Wald von Baiersbronn. Riesige Kameras wurden geschultert, und helle Scheinwerfer leuchteten die Waldlichtung aus.

Mittendrin im Trubel: Der Baiersbronner Köhler Thomas Faißt. Allerdings nicht in seiner gewohnten Funktion als Initiator von Kultur am Meiler, sondern als Schauspieler in der Rolle des Köhlers Mathis, so der Name der von ihm verkörperten Figur. "Der SWR hatte sich im letzten Jahr bei mir gemeldet, als bei den Autoren die Idee mit der Köhlerei aufkam." Dabei unterstützte Faißt den Regisseur Ulf Janssen bei der Produktion mit seiner Erfahrung und seinem Detailwissen. So war er direkt bei der Entwicklung der Geschichte um Tonys (Roland Frey) Weg zur Köhlerei beteiligt. "In Tony steckt viel von mir selbst", so Faißt "Tony entdeckt, dass er aus einer alten Schwarzwälder Köhlerfamilie stammt und sieht sich darin motiviert, das Köhlerhandwerk zu erlenen. Als ich vor 13 Jahren mit der Köhlerei angefangen hatte, wusste ich auch, dass meine Begeisterung nicht von ungefähr kommt."

Für Faißt war der "Köhler Michel" die erste echte Filmrolle. Zwar stand er schon für die eine oder andere Dokumentation vor der Kamera, im Schauspiel hatte er sich jedoch noch nicht geübt. "Es war ja nicht das erste Mal, das ich vor einer Kamera stand. Aber für eine Produktion zu Schauspielern und dann vor so einem großen Produktionsteam, das war schon eine tolle Erfahrung."

Mit rund 40 Personen und tonnenschwerem Equipment war das Team des SWR ins Murgtal gekommen. Am Dienstag, wenn die Kohle geerntet wird, werden dann die Dreharbeiten vor Ort abgeschlossen. Die Folge mit Baiersbronner Beteiligung selbst wird jedoch erst in Juni kommenden Jahres ausgestrahlt.

Der Frage, ob Thomas Faißt nun auf den Geschmack gekommen ist und eventuell das Metier wechseln wird, begegnet er mit einem kleinen Schmunzeln: "Die Dreharbeiten haben zwar Spaß gemacht, aber ich werde bei meiner Arbeit, die mich glücklich macht, bleiben. Ich dränge mich niemandem auf und lasse die Dinge auf mich zukommen."

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: