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Baiersbronn Im digitalen Bildungsnotstand?

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Die Schülermoderatoren Kerrin Satzky und Felix Pojtinger (Mitte) stellten Fragen an (von links) Karin Binder (Die Linke), Timm Kern (FDP), Klaus Dürr (AfD), Norbert Beck (CDU), Thomas Hentschel (Bündnis 90/Die Grünen) und Saskia Esken (SPD). Foto: Schule Foto: Schwarzwälder Bote

Mit der Digitalisierung, vor allem im Hinblick auf die Schulen, befasst sich das Richard-von-Weizsäcker-Gymnasium. Dazu hatten Schüler Politiker zu einer Podiumsdiskussion eingeladen.

Baiersbronn. "Digitalisierung ist ein Thema, das uns inzwischen alle täglich betrifft, dennoch fällt es den meisten schwer, sowohl die Chancen als auch die Gefahren richtig einzuschätzen. Vor allem Deutschland muss als sogenanntes ›Entwicklungsland‹ im Hinblick auf den digitalen Wandel diese Problematik thematisieren", so die beiden Schüler Marie Samlow und Kea Daak, die für die Schule über die Podiumsdiskussion zu dem Thema berichten.

Die Jahrgangsstufe 1 des Fachs Gemeinschaftskunde habe den bestehenden Diskussionsbedarf erkannt und sich mit ihrem Lehrer Christoph Stawenow die Digitalisierung, vor allem im Bezug auf schulische Bildung, zum Thema gemacht. So luden die Schüler fünf Politiker aus der Region zu einer Podiumsdiskussion mit der Frage "Digitaler Bildungsnotstand – setzt Deutschland seine Zukunft aufs Spiel?" ein. Vor den Klassen 9, 10 und der Jahrgangsstufe 1 stellten sich Saskia Esken (SPD), Thomas Hentschel (Bündnis 90/Die Grünen), Norbert Beck (CDU), Klaus Dürr (AfD), Timm Kern (FDP) und Karin Binder (Die Linke) den Fragen der zwei Schülermoderatoren Kerrin Satzky und Felix Pojtinger. Die Veranstaltung eröffnete Bürgermeister Michael Ruf mit einem Appell an die Landesregierung: In Fragen der Digitalisierung seien die kleinen Kommunen auf dringend benötigte Unterstützung angewiesen.

In einem waren sich die Politiker einig: Es muss etwas getan werden. In der Frage der Umsetzung hingegen variieren die Parteien. Saskia Esken, die im Bildungsausschuss des Bundestags sitzt, plädierte dafür, dass sich das Denken über die Funktion von Bildung ändern müsse. Dabei sprach sie über den Begriff einer zeitgemäßen Bildung für die digitale Welt in Abgrenzung zu einer digitalen Bildung. Sie sieht einen großen Handlungsbedarf in den deutschen Schulen – wie auch Thomas Henschel: "Lasst die Kinder nicht mit den Geräten alleine", betonte der Abgeordnete der Grünen und unterstrich damit die Wichtigkeit eines frühzeitigen und behüteten Einführens in die digitale Welt.

Anders Timm Kern: Seiner Meinung nach sollten die Eltern selbst den Zeitpunkt wählen. Wichtig ist ihm Selbstbestimmung und Eigenverantwortung im Umgang mit digitalen Medien. Dabei sollten die Gefahren im Auge behalten werden und die Chancen im Mittelpunkt stehen. Mit der Aussage "Breitband, Breitband, Breitband" verdeutlichte Klaus Dürr die Dringlichkeit einer guten Verbindung und schrieb der Schule die Aufgabe zu, Möglichkeiten für Digitales zu bieten. Karin Binder sieht in der zunehmenden Digitalisierung vor allem das Problem der Ungerechtigkeit, denn die Kosten für Tablets und Co. könnten die ungleiche Chancenverteilung weiter verstärken. Einen Schwerpunkt setzt sie auf die Lehrerausbildung. Sie warnte vor Datenmissbrauch und der Marktmacht der großen Konzerne.

Der ehemalige Bürgermeister von Baiersbronn, Norbert Beck, sieht den Lehrer im Mittelpunkt des Unterrichts und meint, dass "alles gar nicht so schlecht ist".

Für die Diskussion hatte der Schüler Felix Pojtinger eine App programmiert, mit der sich die Zuhörer über das freie WLAN anmelden, ihre Fragen in einem offenen Chat stellen und die Fragen der anderen up- oder downvoten konnten.

Viel Applaus für Politiker und Organisatoren

Während der Diskussion wurden so, neben den Fragen der Moderatoren, die am höchsten gevoteten Fragen gestellt. Diese Möglichkeit wurde intensiv genutzt, und es konnte verdeutlicht werden, dass Politik nicht nur während des Wahlkampfs stattfindet, sondern alltäglich ist. Am Ende gab es viel Applaus für die Politiker und Organisatoren.

 
 

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