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Baiersbronn Engagement in Obertal ist groß

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Der Bezirksbeirat Obertal mit Vorsitzender Maike Weiss (stehend) tagte öffentlich, um wichtige Themen wie die Unterbringung von Asylbewebern zu besprechen. Foto: Braun Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Monika Braun

Baiersbronn-Obertal. Zur öffentlichen Bezirksbeiratssitzung hatten Vorsitzende Maike Weiss und das Obertaler Gremium ins Gemeindehaus eingeladen, denn die Unterbringung von Flüchtlingen in der ehemaligen Gaststätte Mausefalle sollte allen interessierten Bürgern dargelegt werden.

Gleich zu Beginn der Sitzung stellte die Vorsitzende klar, dass zwar Fragen zulässig seien, es aber keine Diskussion geben werde. "Seit einigen Wochen ist das Haus mit 18 Flüchtlingen aus Syrien im Alter zwischen 18 und 36 Jahren voll belegt", teilte Weiss mit und übergab an Gemeinderat Gerhard Gaiser, der ausführlich zur Lage der Asylbewerber informierte.

Gaiser erklärte, dass man in Obertal auf großes ehrenamtliches Engagement gestoßen sei. Die jungen Männer seien für die Hilfe sehr dankbar. "Jeden Tag sprechen sie uns ihren Dank für die freundliche Willkommenskultur aus und wollen auf keinen Fall irgendjemandem zur Last fallen", berichtete Gaiser.

Viele hätten Berufe, die auch hier gefragt seien, leider dürften sie zunächst nicht arbeiten. Doch wer Arbeitgeber kenne, die die jungen Männer nach drei Monaten einstellen würden, solle sich melden. Die Nachfrage nach den gelernten Köchen aus Syrien sei bereits jetzt hoch.

Gaiser sprach von einer Welle der Hilfsbereitschaft. Auch der SV Mitteltal-Obertal habe sich bereiterklärt, die jungen Leute zu integrieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, am Training teilzunehmen. "Sogar ein syrischer Nationalspieler ist unter ihnen, da ist das Interesse natürlich besonders groß", erzählte Gaiser, der eng mit den Flüchtlingen zusammenarbeitet. Dringend gesucht seien Dolmetscher, die der arabischen und englischen Sprache mächtig seien.

Um auf dem kürzesten Weg Hilfe leisten zu können, werden in den Schaufenstern beim A+O, beim Gemeindehaus und bei den Bushaltestellen Infotafeln aufgestellt, auf denen zu sehen ist, was die Menschen noch brauchen. "Wir planen noch ein Asyl- oder Gesprächscafé für den gegenseitigen Austausch." Bürgermeister Michael Ruf ging auf die allgemeine Flüchtlingssituation im Kreis ein. Die Unterkunft im ehemaligen Hotel Sternen werde wohl demnächst auch belegt werden können.

Dringend würden noch Gewerbeimmobilien für die Unterbringung weiterer Flüchtlinge gesucht, bevor dann wohl auch Turnhalle genutzt werden müssten. "Die Lage ist ernst, und es ist kein Ende in Sicht", sagte Ruf. Er sei aber "tief beeindruckt" von dem Engagement in Obertal. Auch der Arbeitskreis Asyl werde sich entsprechend engagieren.

Auf die Frage, ob auch die Familien der Flüchtlinge nach Obertal kommen würden, erklärte Gerhard Gaiser, dass es da keine Sicherheit gebe. Doch natürlich würden es die Angehörigen versuchen, wieder zusammenzukommen.

Bezirksbeiratsvorsitzende Maike Weiss kündigte ein Treffen mit den Flüchtlingen für kommenden Mittwoch um 18.30 Uhr an.

 
 

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