Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Baiersbronn Durch den Garten schnaubt eine Dampflok

Von
Betz Adrien (links) kommt schon seit 16 Jahren immer wieder als Urlauber nach Röt. Dabei besucht er auch gerne die Gartenbahn von Oliver Mohrlok (rechts), die ihm gut gefällt. Foto: Schwark Foto: Schwarzwälder Bote

In Oliver Mohrloks Garten in Röt stehen das Schloss Lichtenstein, ein Bauernhof und ein Sägewerk. Dazwischen liegen Gleise, auf denen Züge unterwegs sind. Mohrlok hat ein außergewöhnliches Hobby.

Baiersbronn-Röt. Als Ausgleich zu seinen Beruf als Chef eines Zimmerei- und Holzbaubetriebs hat sich Oliver Mohrlok seit 2010 in mehreren Abschnitten eine Gartenbahn geschaffen. Auf ihr sind bis zu drei Züge unterwegs, deshalb ist sie ein Blickfang für Kinder, Wanderer und Kurgäste, die an der Anlage vorbeikommen.

So entdeckte zum Beispiel Urlauber Betz Adrien aus Luxemburg, der mit seiner Ehefrau bereits seit 16 Jahren regelmäßig in Röt seinen Urlaub verbringt, die Gartenbahn vom Fahrrad aus, als er auf dem Weg in Richtung Steinbruch und Klosterreichenbach unterwegs war. Mit seiner Gartenbahnanlage möchte Oliver Mohrlok den Betrachtern einfach ein paar Geschichten erzählen.

Mittelpunkt ist das Schloss Lichtenstein. Dessen Tragegerüst wurde aus Styrodurplatten, die mit Fliesenkleber umschlossen wurden, erstellt. Mittlerweile gibt es im Schloss über den Sommer regen Flugverkehr. Bienen und Wespen haben zeitweise das Innere des Schlosses erobert. Auch sonst herrscht laut Mohrlok reges Leben auf der Anlage. In den aufgeschütteten Steinen für das Gleisbett leben auch Eidechsen. An die Vogelwelt hat Mohrlok ebenfalls gedacht. Als Vogeltränke dient ein kleiner See, der über eine Pumpe ein Mühlrad antreibt. Schwenkt der Blick über die Anlage, so entdeckt man eine kleine Kapelle, wo ein Brautpaar in die Ferne blickt. Ebenso gibt es ein komplett eingerichtetes Modellsägewerk. Den Gabelstapler hat Mohrlok aus Holz gefertigt. Ein Bauernhof mit Traktor, ein Stellwerk und über 100 Figuren beleben die Szenerie. Viele selbst gefertigte Details kann man entdecken, so auch eine üppige Pflanzenwelt.

Gleise und Lokomotiven hat der Zimmerer gebraucht erworben und sie in vielen Stunden überarbeitet und aufgefrischt. Wenn es seine Zeit erlaubt, baut Mohrlok die Anlage an Sonn- und Feiertagen hin und wieder auf. Sie ist dann sofort ein Blickfang für viele Menschen, die sich gerne mit Mohrlok über den Modellbau unterhalten.

Mit den Nachbarn pflegt Oliver Mohrlok einen guten Kontakt. Wie er betont, gefällt auch ihnen die Gartenbahn gut. Schon als Kind hatte der Röter eine kleine Modelleisenbahn. Technik und Modellbau haben ihn seit frühester Jugend fasziniert. Neben der Modellbahn hat Mohrlok sein Herz an Modellautos und Schiffe verloren. So baute er unlängst detailliert seinen Firmen-Lastwagen als Modell nach. U-Boote und kleine Modellschiffe runden seine Sammlung ab.

Der Modellbau ist für Mohrlok ein Ausgleich zum Beruf. Gerade an langen Winterabenden kann er beim Bauen von Modellen gut abschalten. Ab und zu ist dann sein Nachbar mit dabei, mit dem er gemeinsam das eine oder andere Modell baut.

Als nächstes Projekt plant Oliver Mohrlok einen detailgetreuen Gabelstapler. Mit der Ruhe und der Natur ist Röt für den Hobbymodellbauer ein kleines Paradies, wie er sagt. So schätzt der Zimmerer das gute Miteinander in dem Baiersbronner Teilort.

Seine Gartenbahn ist für ihn selbst nichts Spektakuläres. Doch wenn die Schmalspur-Dampflok über die Anlage schnaubt, kommen dem Röter manchmal Gedanken an die Brockenbahn oder den "Rasenden Roland" auf Rügen. Und auf Schloss Lichtenstein schauen die Modell-Turmwächter nach dem Rechten, wenn die Wespen um Einlass in ihr kleines Modellparadies bitten.

Fotostrecke
Artikel bewerten
3
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.