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Baiersbronn Beim Märtesweiher ist Geduld gefragt

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Eine stabile Lage aus Steinen und Schotter schützt die erneuerte Lehmpackung des Deichs vor dem künftigen Wellenschlag. Fotos: rt Foto: Schwarzwälder Bote

Weitgehend trockengelegt ist der romantische Märtesweiher im Reichenbachtal. Nur ein kleiner Bach rieselt noch durch die Grundfläche des ehemaligen Teichs. Die im Spätsommer begonnenen Sanierungsarbeiten dauern noch an.

Baiersbronn-Klosterreichenbach (rt). "Wir gehen davon aus, dass wir das noch in diesem Jahr hinkriegen", sagt Simon Stahl von Forst BW, Leiter des Bezirks Mittlerer Schwarzwald, auf Anfrage des Schwarzwälder Boten. Wie berichtet, hatten sich – nicht zuletzt auch durch einen Rechtsstreit über die Zuständigkeiten – die Sanierungsarbeiten um Monate verzögert. Bürger, Gäste, Gemeinde und Ortsverwaltung waren ungeduldig geworden.

Denn die Frage, was mit dem Weiher geschehen soll, bewegt die Gemüter schon seit drei Jahren. Die Standsicherheit des Damms zum Dorf Klosterreichenbach hatte ein Gutachten zwar nicht in Frage gestellt, wohl aber waren Teile des Damms wasserdurchlässig geworden.

Aus diesem Grund wurde der Weiher 2018 zunächst "tiefer gelegt", das heißt ein Großteil des Wassers wurde abgepumpt und später, für die Sanierungsarbeiten, völlig abgelassen. Das wiederum erwies sich als nicht so leicht, da der sogenannte Grundablass verstopft war.

Mit einer konzertierten Aktion von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Fachleuten unter dem Einsatz von schwerem Gerät wurde der Ablass von Geröll und Erdreich frei gebaggert und inzwischen mit Flussbausteinen erneuert und gesichert.

Zuletzt weniger Frösche und Lurche

Bei den Sanierungsarbeiten am Fuß des Deichs wurde zum einen eine Drainage verlegt, um das von der Waldseite eindringende Wasser aufzufangen und abzuleiten. Des Weiteren wurde die undichte Lehmpackung zur Wasserseite hin bis zu einer Mächtigkeit von einem Meter verstärkt, erneuert und mit einer kompakten Lage von Steinen und Schotter abgesichert. Diese soll, so erläutert Stahl, verhindern, dass Wellenschlag im Weiher die Lehmpackung unterspült.

Dann zeigte sich, dass auch der "Mönch", also das regulierbare Ablaufbauwerk für das Teichwasser, repariert werden muss. Diese Arbeiten stehen noch aus. Erst dann könne mit dem Wiederbefüllen des Weihers begonnen werden, sagt Stahl.

Und die Fische? Rund 180 Bachforellen aller Altersklassen waren vor den Sanierungsarbeiten elektrisch abgefischt und in einen Teich in Alpirsbach umgesiedelt worden. Simon Stahl ist sich noch nicht sicher, ob sich auch im "neuen" Weiher wieder Fische tummeln werden. Es sei daran gedacht, auf erneuten Fischbesatz zu verzichten, um "eine höhere Dichte an Amphibien" zu erreichen. Denn Frösche und Lurche seien zuletzt am Märtesweiher "deutlich reduziert" gewesen.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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