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Bad Rippoldsau-Schapbach Am Anfang sind viele Klippen zu umschiffen

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Im September feiert der Musikverein Harmonie Schapbach sein 200-jähriges Bestehen. Grund genug für eine kleine Rückschau auf die Geschichte des Vereins.

Bad Rippoldsau-Schapbach. Fidel Armbruster, der erste Vorsitzende des Vereins, musste in der Anfangszeit einige Klippen umschiffen. Ein Missverständnis brachte die Gesellschaft fast ans Scheitern.

Der Rinkenwirt Severin Armbruster hatte eine Tanzmusik bei Lehrer Klump bestellt. Dieser gab sich mit den Trompetern und Waldhorn-Spielern, die gewöhnlich bei ihm übten, in den "Rinken". Michael Zanger, der für Klarinetten und Pfeifen zuständig war, fühlte sich übergangen. Fidel Armbruster entschied, dass von beiden keiner etwas zu sagen gehabt hätte. Der Vorstand habe so etwas zu entscheiden. Klump trat daraufhin aus der Musikgesellschaft aus, wenig später aber wieder ein.

Schon im Frühjahr 1819 war die Musikgesellschaft so groß, dass man beschloss eine vollständige "Türkische Feldmusik" einzurichten. Um die Anschaffung der Instrumente finanzieren zu können, wurde ein Kredit von 200 Gulden aufgenommen.

Um diesen zu bezahlen, spielten die Musiker gegen Bezahlung und einen Umtrunk beim Namenstag verheirateter Männer, allerdings nicht bei Frauen und Dienstboten. Das brachte schnell viel Geld ein. Nach diesem Erfolg wollten die Musiker auch für Frauen spielen. Doch die hatten es den Musikern verübelt, mit den Dienstboten auf eine Stufe gestellt worden zu sein. Am 19. April 1819 blitzten die Musiker bei der alten Ochsenwirtin Monika Roth gehörig ab. Diese schickte die Musiker wieder fort, bevor sie spielen konnten.

14 Monate nach Gründung des Vereins war die Gesellschaft schuldenfrei und man beschloss, die Hälfte der Trinkgelder unter den Musikern zu verteilen. Diese setzten die Trinkgelder ihrer Bezeichnung gemäß um, und so kam es beispielsweise vor, dass das Ständchen zum Namenstag nicht beginnen konnte, weil ein Teil der Musiker zu "benebelt" war. Erst nach einem starken Kaffee waren die Musiker wieder voll einsatzfähig.

1837 starb der Gründer und Förderer des Musikvereins Fidel Armbruster. Sein Nachfolger wurde sein Neffe Valerian Armbruster. Die Revolution 1848/49 spaltete die Bevölkerung. Viele Schapbacher waren nach Missernten zur Auswanderung gezwungen. Die zuletzt 24 Mann starke Kapelle zählte 1851 gerade noch sechs Mann. Nach einem Zwischenhoch wurde der Musikverein nach einem Streit 1890 aufgelöst, erst 1890 wurde er wieder neu belebt.

1914 wurde Franz Buß, ein Militärmusiker, musikalischer Leiter. Er behandelte die Musiker wie Soldaten und trank. Der Verein trennte sich von ihm, zumal die meisten Mitglieder zum Heeresdienst eingezogen wurden. Zum Kriegsende war der Verein nicht mehr spielfähig.

Nach dem Ende des ersten Weltkriegs und auf mehrfaches Drängen ehemaliger Musiker übernahm 1921 der damalige Unterlehrer Bernhard Höfler den Dirigentenposten. Die Vorstände Valentin Schmieder und Richard Haaser ließen dies damals vertraglich festhalten. Es gab wieder einen Aufschwung und eine Blütezeit der Kapelle folgte.

 
 

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