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Bad Liebenzell "Schüler sollen Lust auf Musik bekommen"

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Im großen Musikraum der Reuchlin-Realschule ließ die Stadt eine Bandecke einrichten.Fotos: Schüler Foto: Schwarzwälder Bote

Den Lockdown im Frühjahr haben die Lehrer der Reuchlin-Realschule in Bad Liebenzell und die Stadtverwaltung dazu genutzt, um das Profil zu schärfen. Ein Vorzeigeprojekt sind die Bands, die aus dem Musikprofil und dem praktischen Unterricht entstehen.

Bad Liebenzell. Um die Schülerband zu erhalten hat die Stadt zusammen mit den Lehrern in rund einem halben Jahr zwei Musik- und einen Vorbereitungsraum eingerichtet.

In dem größeren der beiden Musikräume gibt es jetzt eine fixe Band-Ecke, erzählt Musiklehrerin Kathrin Lohmeyer. Dort sind sogar kleine Auftritte möglich. Dabei hat die Schule einiges an Ausrüstung und Instrumenten mitsamt digitalem Mischpult bekommen. Die Stadt bezog bei den Anschaffungen nicht nur die Lehrer, sondern auch die Schüler mit ein.

Bei den Möbeln setzte die Stadt farbliche Akzente. Großer Wert wurde auf Variabilität gelegt. So bekam die Schule unter anderem Leichtbautische, die bei Bedarf schnell umgestellt werden können.

Beleuchtungskonzept fördert Wohlbefinden

In den größeren Musikraum hat die Stadt ein ausgeklügeltes Beleuchtungskonzept eingebaut. Je nach Tageszeit und Lichteinstrahlung sorgt es für eher warmes oder kühles Licht. Morgens ist eine warme Farbtemperatur gefragt, zur Mittagszeit eher eine kühlere, um die Leistung zu fördern. Bei Abendveranstaltungen sind wiederum die warmen Farbtemperaturen angesagt. Bei Bedarf kann bei der Anlage nachgesteuert werden.

Das Konzept fördere das Wohlbefinden und die Leistung, sagt Lohmeyer: "Die Schüler sollen Lust auf Musik bekommen." Der Fachbegriff für dieses Beleuchtungs­konzept lautet Human Centric Lighting (HCL). Sie ist voll des Lobes über die ­Zusammenarbeit mit der Stadt: "Wir fühlen uns richtig wohl." ­Thomas Seeger, Mitarbeiter im Bauamt der Stadt, gibt das Kompliment zurück und spricht von einem "hohen Kostenbewusstsein" bei den Lehrern sowie Schülern.

Das Musikprofil der ­Reuchlin-Realschule ist eines von fünf Schwerpunkten. In den fünften, sechsten und siebten Jahrgangsstufen gibt es in Kooperation mit der Musikschule Calw Instrumentalunterricht in Keyboard, Schlagzeug und Gitarre/Bass. Dafür gibt es den kleineren Musikraum. Dieser Instrumentalunterricht wird in der fünften, sechsten und siebten Jahrgangsstufe im Wechsel mit der Arbeit in der Band angeboten. Lohmeyer spricht von einem "rollierenden System". Ab der achten Klasse dürfen die Jugendlichen in Schülerbands weiterspielen.

Im kleinen Musiksaal ist an einer Wand auch ein großer Spiegel angebracht. Die Schüler können zu Musik tanzen und sich dabei im Spiegel sehen. Der Raum kann für das Sportprofil der Schule genutzt werden.

Darüber hinaus hat die Stadt einen Vorbereitungsraum einrichten lassen. Dort sind die Instrumente und die Gesangbücher untergebracht. Außerdem sind Kabel, Kopfhörer und andere Geräte verstaut.

Anschluss an das Glasfasernetz

In den beiden Musik- und im Vorbereitungsraum wurden Akustikdecken eingebaut. Das bedeutet, dass Geräusche nicht nachhallen. Im großen und kleinen Musikraum sind zwei Zugänge zum Schüler- und Verwaltungsnetz sowie zum schnellen Internet eingebaut. Im Zuge der soeben in der Kernstadt begonnenen Bauarbeiten für das schnelle Internet bekommt die Schule einen Glasfaseranschluss.

Bei den Schülern kommt das Angebot gut an. So sagt Kristina Rabe von der Klasse 9c, dass man etwas Neues ausprobieren könne. Die Bühne findet die Schülerin "megacool".

Ayla Esermann von der Klasse 8a freut sich über die farbenfrohe Gestaltung: "Man fühlt sich sehr wohl, wenn man hier Musik macht." Michelle Tomaselli, ebenfalls aus der Klasse 8a, fühlt sich gar wie ein Superstar": "Es ist alles professioneller."

(wk). Die Reuchlin-Realschule in Bad Liebenzell hat fünf Profile. Neben dem Musikprofil gibt es ein Kunst-, Multimedia-, Englisch- und Sportprofil. Die Schüler erhalten in der 5., 6. und 7. Jahrgangs­stufe jeweils zwei Schulstunden Unterricht pro Woche.

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