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Bad Herrenalb Verschiedene Töpfe stehen im Fokus

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Wie es mit der Siebentäler Therme weitergeht, steht nach wie vor in den Sternen. Foto: Kugel Foto: Schwarzwälder Bote

Seit Jahren beschäftigen die hohen Defizite der Siebentäler Therme die Stadt Bad Herrenalb. Wir haben nachgefragt, wie der aktuelle Stand ist.

Bad Herrenalb. Die Siebentäler Therme verzeichnete im Jahr 2016 einen Verlust in Höhe von 940 000 Euro, bei 110 615 Badegästen, beim Freibad (24 902 Besucher) belief sich das Minus auf 173 000 Euro. Geschäftsführerin Karina Herrmann wollte gegenüber unserer Zeitung aufgrund einer noch ausstehenden Aufsichtsratssitzung keine Auskünfte über die Zahlen des Jahres 2017 geben.

Zur Erinnerung: Der Bad Herrenalber Gemeinderat beschloss bei der Haushaltsberatung unter anderem, dass die von der Stadt "zu beeinflussenden Einnahmen" bis zum 31. Dezember 2019 "in der durchschnittlichen Einnahmensumme" um zehn Prozent gesteigert werden müssen. Außerdem wurde Bürgermeister Norbert Mai beauftragt, "eine Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Bad Herrenalb GmbH einzuberufen. Dort ist bis 31. Dezember 2018 eine Entscheidung zur Verlustreduzierung der Bäderbetriebe auf null Euro ohne direkte oder indirekte Risikobeteiligung der Stadt Bad Herrenalb herbeizuführen. Die aus der getroffenen Entscheidung folgenden Maßnahmen sind bis zum 30. Juni 2019 vollständig umzusetzen". Das Haushaltssicherungskonzept muss dem Verwaltungsausschuss am 18. Juli und dem Gemeinderat am 25. Juli vorgelegt werden.

Staatliche Hilfe

Ende Oktober des vorigen Jahres kamen in Stuttgart zur Klärung, wie die Stadt bei der Sanierung ihrer Siebentäler Therme unterstützt werden kann, Vertreter der Landesverwaltung, der Calwer Landrat Helmut Riegger und Bürgermeister Mai zusammen. Die Fachleute von drei Ministerien saßen am Beratungstisch und sicherten zu, nach Wegen zu suchen, wie die Modernisierung und zukunftsfähige Gestaltung des Bades aus den 1970er-Jahren gefördert werden kann.

Im Juli 2017 hatte sich Minister Guido Wolf in der Kurstadt an der Alb bei einer Besichtigung ein Bild davon gemacht, wie nötig die Erneuerung der Einrichtungen ist. Landtagsabgeordneter Thomas Blenke und Mai haben ihn dabei laut Pressemitteilung überzeugt, dass Bad Herrenalb auf staatliche Hilfe angewiesen ist.

Insgesamt geht Rathauschef Mai von 14 Millionen Euro Investitionsbedarf aus. Wolf erklärte damals, dass eine spürbare Hilfe wohl nur durch Geld aus verschiedenen Töpfen ermöglicht werden könne. Entsprechend der Anregung von Blenke sagte er die Koordination durch sein Haus zu.

Aus dem ihm unterstellten Justizministerium war nun auf Anfrage unserer Zeitung zu erfahren: "Ende Oktober 2017 fand ein konstruktives Gespräch zwischen Vertretern der Stadt Bad Herrenalb und Vertretern des auch für Tourismus zuständigen Justizministeriums sowie des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und des Wirtschaftsministeriums statt. In diesem Rahmen wurde denkbare Förderungsmöglichkeiten aufgezeigt. Die Stadt Bad Herrenalb wird zu gegebener Zeit ein überarbeitetes Konzept an die verantwortlichen Ressorts herantragen, auf dessen Grundlage über weitere Förderungsmöglichkeiten gesprochen werden kann".

Bürgermeister Mai sagte gegenüber unserer Zeitung, dass man im Rathaus ein Konzept erarbeite. Parallel dazu werde aber geprüft, ob es nicht möglich sei, dass ein Privater die Siebentäler Therme übernehme und auf eigens Risiko betreibe.

Türen geschlossen

Nebenbei: Vom 25. Juni bis zum 5. Juli stehen in der Siebentäler Therme alle notwendigen Revisions- und Reparaturarbeiten an. Das sei nicht bei laufendem Betrieb möglich, heißt es in einer Mitteilung. Ab dem 6. Juli hat die Therme wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Weitere Informationen sind auch unter www.siebentaelertherme.de sowie www.facebook.de/siebentaelertherme zu finden.

Einst freuten sich die Bad Herrenalber auf eine der angeblich modernsten Bäderlandschaften. Thermalbad mit Wellness- und Spa-Bereich, ergänzt durch ein Erlebnisbad, Hotels sowie Kurzzeitklinik auf der Schweizer Wiese – alles Schnee von gestern. Ende August vorigen Jahres schaffte der Gemeinderat den Lenkungskreis "Konzeption Bäderbetriebe" ab. Und bei den Haushaltsberatungen 2018 wurde festgelegt, eine Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Bad Herrenalb GmbH einberufen zu lassen. Soll doch bis 31. Dezember eine Entscheidung zur Verlustreduzierung der Bäderbetriebe auf null Euro herbeigeführt werden. Wenn es auch jetzt in Absprache mit Stuttgart um mögliche Förderungsmöglichkeiten geht: Mit Blick auf den klammen Stadtsäckel kann nur ein seriöser Investor für die äußerst defizitäre Siebentäler Therme die Lösung sein. Wobei die Zeit drängt.

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