Die "Quelle im Gaistal", ein Freizeit- und Erholungshaus des deutschen Zweigs der Schweizerischen Glaubensmission, steht zum Verkauf.Foto: Gegenheimer Foto: Schwarzwälder Bote

Aufgabe: Entscheidung eines eineinhalb Jahre andauernden Resultats / Umstrukturierungen geplant

Die "Quelle im Gaistal", Freizeit- und Erholungshaus des deutschen Zweigs der Schweizerischen Glaubensmission, steht zum Verkauf.

Bad Herrenalb. Wie Hausleiter Ruedi Hermann erklärt, ist diese Entscheidung einer Neustrukturierung des gesamten Missionswerks geschuldet und Resultat eines schon rund anderthalb Jahre andauernden Prozesses. Er sei stets in engem Kontakt mit der Muttergesellschaft in der Schweiz. Den Gästen habe man die bevorstehende Schließung im Jahr 2020 bereits angekündigt. Auch Bürgermeister Klaus Hofmann sei informiert.

Erst 2015 war das Objekt am Gaisbach mit großzügigem Grundstück durch die Missionsgesellschaft erworben worden. Damals von den Diakonissen, die dort vorher ein christliches Erholungsheim, das "Haus Aufblick", betrieben hatten. Die Schweizerische Glaubensmission wiederum war rund 40 Jahre lang in Dobel im "Haus Birkengrund" beheimatet. Von diesem mussten sie sich wegen der begrenzten Räumlichkeiten sowie zuletzt zu hohen Renovierungsaufwandes trennen. Bereits in Dobel waren Zita und Ruedi Hermann einige Jahre Hausleiter-Ehepaar.

Abschiedsfeier fällt aus

Der Umzug nach Bad Herrenalb 2015 brachte Monate intensiver Renovierungsarbeiten im Innen- wie Außenbereich der "Quelle im Gaistal" mit sich. Gästezimmer und Gemeinschaftsräume wurden auf einen modernen Stand gebracht, der Garten unter anderem um einen Kinderspielplatz bereichert. Neben Andachten, Freizeiten und Urlaubsangeboten gab es in der "Quelle" regelmäßige Jugendgruppentreffen und eine freundschaftliche Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde vor Ort – das Missionsfest fand mehrmals rund um die Klosterkirche statt. Auch der Kontakt zur bürgerlichen Gemeinde war gut. An deren Kinderferienprogramm beteiligte sich die "Quelle im Gaistal" ­mehrfach.

Aktuell ist das Haus bereits geschlossen – nicht nur coronabedingt. Gerne, so Hermann, hätte das Team zum Jahresende 2020 eine Abschiedsfeier im kleinen Rahmen für Leute vor Ort veranstaltet, mit denen sie ein gutes Miteinander hatten. Doch der Lockdown ließ das nicht zu. Die Hermanns hoffen jetzt auf das Frühjahr. Ein Anliegen wäre ihnen außerdem, für das Objekt neue Eigentümer mit einem ähnlichen Anliegen wie ihrem eigenen zu finden.

Und sie selbst? Gott werde sie auch dieses Mal führen und neue Aufgaben bereit halten, ist sich das Hausleiter-Ehepaar gewiss. Der Abschied aus Bad Herrenalb und überhaupt aus der Region "schmerzt aber doch ein ­wenig".

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