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Bad Herrenalb Lebendig begraben: 18-Jähriger rettet Huhn

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Retter Tobias Schäfer (rechts) mit dem Seidenhuhn, daneben Obdachgeber Rüdiger König. Foto: Gegenheimer

Bad Herrenalb - Das ist gerade nochmal gut gegangen: Der 18-Jährige Tobias Schäfer hat einen Fuchs beobachtet, wie er ein lebendes Huhn als Nahrungsvorrat im Garten verbuddelte. Wie Schäfer dem schlauen Fuchs ein Schnippchen schlug und wie es dem Huhn inzwischen geht, lesen Sie in unserem SB+-Artikel.

Wie der 18-Jährige erzählt, kam er am Dienstag gegen 17 Uhr von der Arbeit nach Hause und schaute zufällig durchs Fenster in Richtung Garten: "Da war der Fuchs neben unserem Gartenteich."

Kuhle im lockeren Boden gegraben

Dass ein Fuchs ihren Garten an der waldnahen Dobler Straße besucht, ist für Familie Schäfer an sich nichts Ungewöhnliches: "Wir haben sogar eine Wildtierkamera installiert, um mal zu sehen, wer da nachts so alles kommt. Das sind neben vielen Katzen, neben Igeln und Mardern eben auch Füchse. Sie trinken am Teich oder klauen schon mal Vogelfutter."

Stutzig machte den jungen Mann jedoch an diesem Abend, dass der Fuchs im lockeren Boden, dort, wo vor nicht allzu langer Zeit frisch bepflanzt worden war, eine regelrechte Kuhle buddelte. "Im Maul hatte er etwas Weißes, was er in dieser Kuhle eingescharrt hat", berichtet der Bad Herrenalber. Und weiter: "Ich hab gewartet, bis der Fuchs weg war. Hätte ich ihn vorher aufgeschreckt, wäre er sicher samt Beute verschwunden."

Weißes Federknäuel in zehn Zentimeter Tiefe

Unter gut zehn Zentimeter Erde habe er dann ein weißes Federknäuel ausgegraben – ein Huhn! "Zunächst dachte ich, es sei tot. Aber nach einer Weile hat es sich plötzlich bewegt." Vom schlimmsten Erdstaub befreit und sorgfältig auf Verletzungen untersucht, brachte der Lebensretter das Tier gemeinsam mit Vater Holger Schäfer zunächst in einem Karton unter: "Ich hab ihm Wasser und Futter reingetan."

Dann war guter Rat teuer, denn die Schäfers sind keine Hühnerexperten. Zum Glück erinnerte sich Vater Holger an seinen guten Bekannten Rüdiger König, der jüngst erst seine "Hühner-WG" aufgelöst und damit einen leeren Stall zur Verfügung hatte. Noch am selben Abend wurde das gerettete Huhn, das sie gemeinsam als Seidenhuhn identifizierten, dort untergebracht.

Suche nach Besitzer läuft

Nach einer sicher unruhigen Nacht war es zwar noch immer apathisch. Auch die Spur im Nacken, dort, wo der Fuchs es gepackt hatte, war noch gut zu sehen. Aber es hatte schon ein wenig gefressen und getrunken, wie König vor Ort berichtet. Da dieser sich die nächsten Tage allerdings nicht um das gefiederte Sorgenkind kümmern kann, wurde es noch am Mittwochabend an eine weitere Pflegestelle verbracht. "Am schönsten wäre es natürlich", so Retter Tobias Schäfer, "wenn wir die Eigentümer finden und das Huhn in seinen heimischen Stall zurückkehren kann."

Fuchs, du hast das Huhn gestohlen: Was der Fuchs zu der leeren Grube am Teich sagte, ist nicht überliefert. Auch nicht, ob er vom Beutezug am Dienstagnachmittag bereits so sattgefressen war, dass er seinen lebendigen Vorrat erst mal sicherstellte und vergrub – oder ob ihn unmittelbar am Tatort äußere Umstände störten, sich gleich an dem zarten Seidenhuhn gütlich zu tun. Jedenfalls gibt es immer wieder einmal einschlägige Berichte, dass Füchse Beute lebendig vergraben – wohl für den ungestörten Verzehr in magereren Zeiten.

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