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Bad Herrenalb "Das ist ein hohes Maß an Verantwortung"

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Die geplanten Gebäude werden das Gesicht der Innenstadt neu prägen, weiß Architekt Alfred Abel. Fotos: Kugel Foto: Schwarzwälder-Bote

Bad Herrenalb. Seit 1977 gibt es das Architekturbüro Abel in Bad Herrenalb. Alfred Abel hat in der Kur­stadt viele bedeutende Projekte erstellt: Kurhaus, Haus des Gastes in Rotensol, Bronnenwiesenhalle in Neusatz, Feuerwehrgerätehaus in Neusatz-Rotensol, Klosterscheune sowie Dutzende Wohnhäuser. Mehrfach erhielt er Auszeichnungen der Architektenkammer für beispielhaftes Bauen. Ausgebildet an der Universität in Karlsruhe, hat ihn die Philosophie von Egon Eiermann wesentlich geprägt.

Der 64-Jährige ist auch für die Planung des Projekts Mönchs Posthotel beauftragt. Bekanntlich will die Posthotel & Spa Bad Herrenalb GmbH rund 13 Millionen Euro investieren. Wir unterhielten uns mit dem Bad Herrenalber Architekten.

Seit wie vielen Jahren beschäftigen Sie sich eigentlich schon mit dem Mönchs Posthotel?

Zu Lebzeiten von Hubert Mönch haben wir schon vielfältige Aufgaben bearbeitet. Im Jahr 1990 hatten wir einen Spa-Bereich am Rathausplatz entworfen. Dann 1994 den Ausbau des Dachgeschosses über der Schänke zu einer größeren Privatwohnung. Alle Projekte scheiterten an der fehlenden Finanzierung. Nach seinem tragischen Tod war der erste Kaufinteressent ein Israeli, für den wir im Jahr 2005 die ersten Entwürfe zeichneten. 2006 übernahm dann Daniel Koeman das Hotel, eine neue Planung wurde erstellt. Auch diese Planung stockte, weil Herr Koeman nicht bereit war, die Verträge mit der Stadt zu unterschreiben. Ein Segen für die Stadt ist nun der neue Besitzer, der in kürzester Zeit das Projekt in Gang brachte.

Was reizt Sie an der Planung am meisten?

Die geplanten Gebäude werden das Gesicht des Ortes neu prägen. Das ist ein hohes Maß an Verantwortung, deren ich mir voll bewusst bin. Die Aufgabenstellung ist ja nicht nur, dem Hotel ein zeitgemäßes Flair zu vermitteln, unter Erhalt der Geschichte des Hauses, sondern die denkmalgeschützten Gebäude zu verknüpfen mit den Neubauten der Suiten. Hier die richtige Architektursprache zu finden bedarf eines sorgfältigen und sensiblen Abwägens.

Hotel, Spa-Bereich und zwei neue Gebäude: Alle Arbeiten des Projekts sollen bis Ende 2012 fertig sein. Da heißt es Gas geben, oder?

Den Terminplan bestimmt in erster Linie die Vorlage eines rechtskräftigen Bebauungsplanes. Dieser wird von der Stadtverwaltung in Eile angegangen. Parallel hierzu werden wir Generalunternehmer-Angebote einholen, die Feinplanung bearbeiten, alle übrigen Voraussetzungen schaffen. Bodengutachten, Statik, Planung des Hotel-Gartens, Gutachten für die Renaturierung laufen bereits. Da kann es keinen großen Urlaub mehr geben.

Das Mönchs Posthotel soll im Fünf-Sterne-Bereich liegen. Was muss dabei eigentlich beachtet werden?

Die Qualität liegt im Detail, der Unverwechselbarkeit, des Besonderen. Wir werden jedes Hotelzimmer vollkommen neu gestalten, mitunter gibt’s auch eine bewusst unterschiedliche Gestaltung der Zimmer. Hierbei geht es darum, mit guten Farben zu arbeiten, moderne Bäder sind von großer Bedeutung. Die neue Kundschaft ist verwöhnt. Einen banalen, rustikalen Touch der üblichen Hotelzimmer gilt es zu vermeiden. Hinzu kommt ein moderner Spa-Neubau mit Schwimmbecken, Sauna, Behandlungsräumen.

Wie lautet die größte Herausforderung?

Die größte Herausforderung wird es sein, innerhalb des mir vorgegebenen Kostenrahmens die Vorstellung des Investors und meine eigene zufriedenzustellen.

Sind Sie oft mit den sibirischen Investoren in Kontakt?

Die Investoren sind im Rhythmus von sechs Wochen in Bad Herrenalb und wollen Ergebnisse sehen. Da die beiden Investoren große Baufirmen in Sibirien haben, sind Sie in hohem Maße sachkundig und Entscheidungen werden sehr schnell getroffen. Dies setzt ein immenses Vertrauen voraus, das zu halten nur möglich ist, indem das Gesagte, das Vereinbarte auch von Bestand ist. Mitunter sind meine russischen Wurzeln von Vorteil für die Kommunikation. Herr Eisenkrein, der Geschäftsführer der Investoren, kommt wöchentlich ins Büro und kontrolliert streng alle Vorgänge und ist wiederum ständig mit den Investoren in Verbindung. u Die Fragen stellte Markus Kugel

 
 

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