Tina Quaiser Kinder mit ihren Kinder Jaden und Alessio. Sie hat eine harte Coronazeit hinter sich und freut sich nun wieder auf die VorstellungenFoto: Zährl Foto: Schwarzwälder Bote

Freizeit: Mehrere Vorstellungen in den kommenden Tagen

Unterhaltung für Jung und Alt bietet das Familienunternehmen Zirkus Alessio das in Bad Dürrheim, auf der Wiese vor der Klinik Hüttenbühl, gastiert.

Bad Dürrheim. Es ist ein Familienunternehmen in dem neun Personen arbeiten und der 45 Tiere sein Eigen nennen kann. Lama, Nandus, Kamele, Hunde, Ponys, mehrere Pferde, Bisons, verschiedene Rinderarten und ungarische Rollschweine sind in der Manege erlebbar. Die Tiere sind allesamt neugierig und zutraulich, wirken gepflegt und stehen gut im Futter.

Der Wiesenplatz bietet den Tieren genügend Freiräume. Die Tiere entscheiden selbst, ob sie lieber draußen oder drinnen sein wollen. Die Zirkusdirektorin Tina Quaiser berichtet: "Bei der Einübung von Zirkusnummern wird darauf geachtet, welche Vorlieben jedes Tier zeigt. Entsprechend ihrem individuellen Charakter werden sie bestärkt, damit sie Freude haben. Denn es ist wichtig mit den Tieren in Harmonie zu leben." So werden in der Vorführung Tiernummern, aber auch Klassiker wie Feuerspucker, Jongleure, eine Cowboyshow, Artistik und Luftakrobatik auftreten.

Die Direktorin gründete den erfolgreichen Zirkus vor drei Jahren. Sie hätte auch einen "bürgerlichen" Beruf erlernen können. Doch die lange Zirkustradition, die sich über neun Generationen erstreckt, war ebenso wie bei ihrem Lebensgefährten – bei ihm sind es sieben Generationen – prägend. Sie haben sich aufgrund ihrer Leidenschaft für diesen Weg entschieden, im Bewusstsein, dass sie vielen Vorurteilen begegnen und es ein schwerer Weg werden würde. Die Motivation zeigt sich im Umgang mit den Tieren, an dem Miterleben über die Freude der Kinder, Eltern und Großeltern.

Durch die Corona Pandemie strandete der Zirkus für sechs Monate in Freudenstadt. Dankbar zeigt sich Tina Quaiser von der Unterstützung durch die Stadt, von Unternehmen und Bürgern, die ihre existenzielle Not wahrnahmen. Die permanent notwendige Kalkulation versagte, da das Geld weder für das Futter für die Tiere und Menschen, die Heizung und die notwendigen Versicherungen bezahlt werden konnten. Die Tiere waren stets versorgt, versicherte sie.

Trotz vielseitiger Unterstützer mussten sie neue Schulden aufnehmen. Die Direktorin freut sich jetzt auf das Publikum. Premiere ist am Donnerstag, 1. Oktober, um 16 Uhr. Weitere Vorstellung gibt es am Freitag, 2. und am Samstag, 3. Oktober, an dem Tag um 16 und 19 Uhr. Ab Dienstag ist der Zirkus in Donaueschingen.