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Bad-Dürrheim Urviecher planen ihr Angebot neu

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Die Urviecherzunft geht mit einem kompletten Vorstand in das neue Vereinsjahr: (sitzend, von links) Rainer Hall, Matthias Nann, Joachim Fischer und Matthias Bartler sowie (stehend, von links) Corina Spettel, Ramona Catterfeld, Michael Wasgien, Steffi Eichstädt, Stefan Schimpf, das Urviech, Michael Gäng, Moritz Nann, Massimo Vicino und Manuel Hirt. Foto: Georg Kaletta Foto: Schwarzwälder-Bote

Bad Dürrheim (kal). Die Urviecherzunft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem tragenden Pfeiler der Bad Dürrheimer Fastnacht entwickelt. Um diesen hohen Status halten zu können, werden weitere Anstrengungen der Mitglieder erforderlich sein.

Die Hauptversammlung einleitend sprach der Vorsitzende Matthias Nann davon, dass er bei der Durchsicht von Berichten der letzten Jahre bis auf wenige Rückschläge und Enttäuschungen durchweg nur auf Positives stieß. Der Verein habe in der Vergangenheit nicht nur erfolgreich auf der Bad Dürrheimer Fastnachtsbühne agiert, sondern sich dabei auch regelmäßig gesteigert.

Zu den lieb gewordenen Selbstverständlichkeiten zählte Nann Urviecherbälle auf höchstem Niveau, Herausgabe der Narrenzeitung, Bewirtschaftung des Vereinsheims, Vereinsfeste, Besenwirtschaft, Rübengeisterschnitzen mit Kindern, Weihnachtsfeiern und Skiausfahrten. Irgendwann gelangt man jedoch an einen Punkt, wo Steigerungen nicht mehr möglich sind, oder nicht mehr so schnell wirksam erzielt werden können, gab der Vorsitzende zu bedenken. "Wenn sich dann einige über Angelegenheiten auch noch aufregen, beklagen und mit persönlichen Angriffen nicht sparen, sollten sich manche Personen über ihre Kommunikationsgepflogenheiten Gedanken machen oder mal hinterfragen, was sie selbst schon für den Verein geleistet haben", so Nann. Bei seinen kritischen Anmerkungen schloss er Anwesende aus.

Bekannt gab der Vereinschef, dass in Zukunft kein Kinderball und Kehrausball mehr stattfinden wird, weil das Interesse in der Vergangenheit zu gering war. Die Kinder sollen trotzdem nicht zu kurz kommen, weshalb mit der Narrenzunft an einer gemeinsamen Lösung gestrickt wird. Der Verein werde sich auf die Schwerpunkte der fastnächtlichen Aktivitäten, Kappenabend und Kilbig konzentrieren. Vereinsausflüge werden keine mehr durchgeführt, da auch hier das Interesse zuletzt gegen Null tendierte. Stattdessen soll zukünftig jeden dritten Freitag im Monat ab 19 Uhr ein Stammtisch im Vereinsheim abgehalten werden.

Für jene Mitglieder, die an den Umzügen nicht mehr in voller Montur teilnehmen können oder wollen, wurde von Klaus Hirt ein Entwurf angefertigt, der noch verfeinert werden soll. Ab sofort können die Mitglieder jeden Samstag ab 14 Uhr im Vereinsheim zum Nähen der Häser zusammenkommen.

Bei den Urviechern wurden der Vizevorsitzende Michael Gäng und Kassierer Stefan Schimpf wiedergewählt. Träger des "grünen Häs" wird weiterhin Michael Wasgien sein. Matthias Bartler und Manuel Hirt wurden erneut als Jugendleiter gewählt. Dem Beirat gehören Matthias Bruch, Ramona Catterfeld, Steffi Eichstädt, Moritz Nann, Stefan Sulzmann, Joachim Fischer, Corina Spettel und Massimo Vicino an.

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