Mehrgenerationenhaus: Einrichtung stellt Antrag auch an Land

Bad Dürrheim (wst). Das Mehrgenerationenhaus hat schon verschiedene Preise gewonnen, die auch immer wieder mit Geld verbunden waren. Es beteiligt sich zudem seit 2017 an dem "Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus". Aus diesem erhält die Einrichtung jährlich einen Betrag von 30 000 Euro, Voraussetzung dafür ist allerdings auch eine Förderung durch die Kommune mit 10 000 Euro. Dies wird in der Kurstadt auch so gemacht, wobei hier der Zuschuss für die Miete in der Viktoriastraße eingerechnet ist, dieser beträgt allein schon 8000 Euro.

In Absprache mit der Stadt möchte man sich nun auch beim Anschlussprogramm bewerben, es muss jedoch wieder gesichert sein, dass auch künftig der 10 000 Euro Zuschuss fließt, das Folgeprogramm läuft bis 2028. Grundsätzlich stimmte der Gemeinderat diesem Ansinnen und der daraus erfolgenden Zuschusszahlungen der Stadt zu.

Ziel des Anschlussförderprogramms ist es, mit Hilfe der Mehrgenerationenhäuser dazu beizutragen, gute Entwicklungschancen und faire Teilhabemöglichkeiten für alle Bürger zu schaffen. Es soll die Kommunen in ihren Bemühungen stärken und fördern, den aus dem demografischen Wandel resultierenden Herausforderungen zu begegnen sowie den Zugang zu und die Inanspruchnahme von sozialer Infrastruktur der Bürger sicherzustellen.

Ein weiteres, wesentliches Ziel des Bundesprogramms ist, dass die Mehrgenerationenhäuser den Menschen soziale Teilhabe ermöglichen und sie bei der aktiven Mitgestaltung des Sozialraums stärken. Die Mehrgenerationenhäuser sollen zu einem starken gesellschaftlichen Zusammenhalt in einer teilhabeorientierten Gesellschaft beitragen. Darüber hinaus wird das Ziel verfolgt, mit Hilfe bedarfsgerechter und niedrigschwelliger Angebote der Mehrgenerationenhäuser möglichst viele Menschen an den technischen und digitalen Fortschritt heranzuführen und sie zu befähigen, die Möglichkeiten moderner Technik und digitaler Medien bestmöglich zu nutzen. Insbesondere ältere Menschen soll so zu mehr teilhabe verholfen werden, auch damit sie möglichst lange aktiv und selbstständig bleiben können. Für die Kurstadt bedeutet diese, dass der Treffpunkt Mehrgenerationenhaus eine zentrale Begegnungsstätte für alle Generationen und Bevölkerungsgruppen ist. Durch gemeinsame Projekte wie beispielsweise die Lern-Lotsen fordern und fördern sich die Generationen gegenseitig nach dem Motto "voneinander lernen".

Unter dem Dach des Mehrgenerationenhauses treffen zudem soziale Beratungsangebote auf bürgerschaftliches Engagement zusammen und es bietet somit Raum, gemeinsam etwas zu bewegen. Es ist ein Ort der Gemeinsamkeit, des Zusammenhalts und ein Ort, an dem Unterstützung und Hilfe geleistet werden, so die Informationen. Man sieht sich als zentrale Anlaufstelle des bürgerschaftlichen Engagement in der Kurstadt Bad Dürrheim.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: