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Bad-Dürrheim Mineralbrunnen GmbH ärgert sich über Umwelthilfe

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Bad Dürrheimer Mineralbrunnen Geschäftsführer Ulrich Lössl und sein Kollege Bernhard Wolf fordern die Deutsche Umwelthilfe in einem offenen Brief zum Dialog über ihre Mehrwegkampagne auf. Foto: Bad Dürrheimer

Bad Dürrheim - Die Geschäftsleitung der Bad Dürrheimer Mineralbrunnen GmbH ärgert sich ganz offensichtlich. Der Grund: Ein Bittbrief der Deutschen Umwelthilfe zur Unterstützung der Aktion "Mehrweg Klimaschutz". In einem offenen Brief teilt man mit, dass man die Aktion nicht nachvollziehen könne und bittet um einen Dialog.

Der Bittbrief erreichte am 30. Juli das Bad Dürrheimer Unternehmen. Darin wird auf die Aktion des Stuttgarter Getränkehändlers Hans-Peter Kastner verwiesen, der medienwirksam alle Einwegverpackungen aus seinem Sortiment verbannte. Es wird die seit 15 Jahren existierende Aktion "Mehrweg ist Klimaschutz" genannt, die erfolgreich umgesetzt werde. Die Deutsche Umwelthilfe geht schreibt darin "[...] dass wir unökologische Einwegverpackungen ernsthaft zurückdrängen und die im Verpackungsgesetz festgeschriebene Zielgröße von 70 Prozent Getränke in Mehrwegflaschen tatsächlich erreichen können." Und weiter: Diese aktuelle Aktion für den Mehrwegschutz ist dringend notwendig: große Industrie- und Handelskonzerne drücken mit enormen Marketingmitteln unökologische Einwegplastikflaschen und Dosen in den Markt."

So wollen die Mineralbrunengeschäftsführer Ulrich Lössl und Bernhard Wolf die Aussage allerdings nicht stehen lassen. In einem offenen Brief fordern sie die Bundesgeschäftsstelle in Berlin zu einem offenen Dialog auf. Namentlich sprechen sie den Absender des Bittbriefes, Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch und seine Stellvertreterin Barbara Merz, an.

"Wir nehmen Ihr Schreiben zum Anlass, Sie eindringlich zu bitten, mit uns in einen Dialog zu treten. Eine Kampagne "Mehrwegschutz ist Klimaschutz" führt unserer Meinung nach in die Irre. Mehrweg ist nicht per se besser. Ihr Anliegen muss es doch sein, in der Öffentlichkeit ein differenzierteres und auf Tatsachen basierendes Bild zu zeichnen. [...] Auch die Leitungswasser-Kampagne der DUH erscheint uns als undifferenziert. Hierüber müssen wir ebenfalls sprechen."

Ökopopulismus aus Berlin

Im weiteren Verlauf heißt es: "Wir sprechen ebenfalls deutlich aus, dass uns die Kampagnen der Deutschen Umwelthilfe zuletzt immer wieder an Öko-Populismus erinnern. Gerade bei den oben genannten Themen."

Lössl und Wolf begründen ihre Ansichten. "Wir haben uns aus hygienischen und umweltbedingten Gründen bewusst für Petcycle entschieden." Als erster Brunnen in Deutschland habe man im Frühjahr 2019 das gesamte PET-Sortiment auf 100 Prozent PET-Altmaterial umgestellt.

"Unserer Meinung nach leisten wir damit einen großen Beitrag zum Thema klimafreundliche Verpackung." Man verweist auf ältere Menschen, die nur schwer Glasmehrwegflaschen in Kästen tragen könnten. "Ökologisch und sozial ist die 100 Prozent Rezyklat-PET-Flasche der Glasverpackung überlegen."

Ein Weiteres: "Ist nicht die 100 Prozent Rezyklat-PET-Flasche in vielen Fällen die bessere Mehrwegflasche? Wir können nicht nachvollziehen, warum hier die DUH in der Öffentlichkeit ein verzerrtes Bild zeichnet." Man schränkt jedoch ein, dass die klassische Mehrwegflasche in manchen Fällen die bessere Wahl sein könne.

Unterstellung: Trickserei

Die Geschäftsleitung wirft der Umwelthilfe unterm Strich vor, dieses besagte verzerrte Bild zu zeichnen und alles über einen Kamm zu scheren. "Einwegverpackungen (laut Ihrer Definition auch die 100 Prozent Rezyklat-PET-Flasche) unisono und damit undifferenziert als unökologisch zu bezeichnen und der Verpackungswirtschaft Trickserei zu unterstellen, basiert nicht auf dem aktuellen Wissensstand. Wir fordern hier eine offene Diskussion. Ihr Satz ›Die Einwegindustrie ist jetzt dabei, mit in Auftrag gegebenen neuen Ökobilanzen das Mehrwegsystem anzugreifen." sät bei uns allerdings leichten Zweifel an der Offenheit. Überzeugen Sie uns eines Besseren."

Zudem wird die Kampagnen Leitungswasser/Trinkwasser bei der Gelegenheit thematisiert. "Auch hier haben wir den Eindruck, dass die Deutsche Umwelthilfe mehr Spaß am Campaigning hat als an einer differenzierten Auseinandersetzung."

Unterm Strich zeigt man sich beim Bad Dürrheimer Mineralbrunen offen für einen differenzierten Dialog.

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