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Bad-Dürrheim Kein Essen, aber Atemschutzmasken

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Spender und Helfer jeweils mit dem notwendigen Abstand und einer Atemschutzmaske.Fotos: Kaletta Foto: Schwarzwälder Bote

Geduldig standen am Mittwochnachmittag Frauen und Männer verschiedener Generationen vor dem Haus des Bürgers. Dort fand durch das DRK die Blutspende statt, die erstmals in der Kurstadt anders verlief als gewohnt.

Bad Dürrheim. Immer nur wenige Personen durften nacheinander das Haus betreten. Schon vor dem Eingang zum Siedersaal standen zwei Mitglieder des Bad Dürrheimer DRK-Ortsvereins, Fabian Wegner und Maxi Lüßing, ausgerüstet mit Visier und Atemschutzmasken.

Bevor die freiwilligen Blutspender eintreten konnten, galt es erstmal die Hände zu desinfizieren. Dann bekamen sie von den DRK-Helfern mit spitzer Pinzette eine Atemschutzmaske gereicht. Vor dem Siedersaal waren die Plätze für das Ausfüllen der Daten vorbereitet, mit genügend Abstand und um jeden Platz war eine Schutzwand aufgestellt.

Im Siedersaal selbst wurden die notwendigen ärztlichen Untersuchungen erledigt, denn nur gesunde Menschen wurden zur Blutspende zugelassen. Alles in weitem Abstand, so auch die Stühle für die Wartenden.

Ein warmes Essen, wie es ansonsten an die Blutspender ausgegeben wurde, gab es nicht. "Das ist aufgrund der Corona-Krise nicht möglich, wir können keine Leute in die Küche stellen", bestätigte ­Michael Molitor vom DRK-Blutspendedienst. Stattdessen standen 0,5-Liter-Flaschen mit Getränken bereit, die sich die Spender selbst holen konnten, und am Ausgang lagen große Merci-Schokoladen-Tafeln zum Mitnehmen parat.

Angemeldet hatten sich die Spender zuvor per E-Mail. Auf diesem Wege wurde ihnen auch die Uhrzeit genannt, zu der sie kommen sollten – so wollte man einen zu großen Andrang zur gleichen Zeit verhindern.

Dass das Coronavirus die Menschen beschäftigt, schlug sich auch in den Gesprächen mit den Mitarbeitern des Blutspendedienstes nieder. Immer wieder wurden sie gefragt, ob das Virus über das Blut übertragen werden könne. Ihre Antwort: Bislang sind keine Fälle von Blutübertragung über Blutspenden bekannt. Es sei auch nicht bekannt, ob diese Viren, die Corona ­auslösen, überhaupt durch Blut übertragen werden können.

"Vielen Dank an alle Spender", sagte Eberhard Weck, Abteilungsleiter Spenderbindung und -gewinnung des DRK-Blutspendedienstes. Seit Beginn der Coronakrise funktioniere es mit dem Spenden gut und es gäbe derzeit keine Engpässe, der Bedarf an Blut habe sich reduziert. Grund sei, dass Krankenhäuser dazu angehalten wurden, nicht lebensnotwendige Operation aufzuschieben. Die geplanten Spendentermine würden alle durchgeführt, zusätzlich keine, denn einige wichtige Blutpräparate seien begrenzt haltbar.

Doch eine Sorge habe Weck, die ihm Angst bereite: Wenn in Sachen Corona eine Fluktuation eintrete und die Menschen, nachdem sie Wochen oder gar Monate zu Hause "eingesperrt" waren, in die Cafés und in die Biergärten strömen und das Blutspenden den anderen überlassen: "Dann könnte es eng werden."

Dass am Mittwoch weniger Bürger als sonst zur Spende in Bad Dürrheim kamen, bezweifelte Michael Molitor. "Es macht eher den Eindruck, dass sich die Menschen freuen, hinaus zu dürfen und anderen zu begegnen, wenn auch mit dem notwendigen Abstand.

Eine Spenderin, die noch wartend vor dem Haus des Bürgers stand, meinte, es sei doch schön, hier in der Sonne zu stehen. "Und mit einem Liegestuhl wäre es noch schöner!" fügte sie lachend hinzu.

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