Eine neue Popcorn-Maschine haben die Veranstalter extra für die generationenübergreifenden Filmabende angeschafft. Auf viele Besucher freuen sich (von links) Christoph Lauer, Nicole Grieshaber, Erhard Teichert und Angelika Strittmatter. Foto: Zelenjuk Foto: Schwarzwälder Bote

Soziales: Stadtjugendpflege und Generationentreff Lebenswert starten in Bad Dürrheim ein Kino-Projekt

Ein gemeinsamer Ausflug, ein Grillabend oder auch Small Talk auf der Straße: Beim Generationenworkshop im Mai haben die Teilnehmer viele Ideen für das Miteinander von Jung und Alt in Bad Dürrheim gesammelt. Nun werden aus Ideen Projekte – und die ersten werden gerade umgesetzt.

Bad Dürrheim. Mehr Begegnungen, mehr Kontakte, mehr Zeit und Raum für gemeinsame Unternehmungen: Das wünschen sich Jugendliche genauso wie ältere Bad Dürrheimer. "Das Faszinierende bei unserem Generationenworkshop im Mai war, dass die Wünsche gar nicht so sehr unterschiedlich waren", stellt Jugendhaus-Leiterin Nicole Grieshaber fest.

In Tandems und Gruppen tüftelten damals die Jugendlichen und die Senioren an den Ideen für das zukünftige Zusammenleben in der Stadt. Wie ist die aktuelle demografische Situation? Wie kann man die Begegnung fördern? Welche Schritte sind dafür notwendig? Diese Fragen standen im Mittelpunkt.

Organisiert wurde der Workshop vom Generationentreff Lebenswert, der Stadtjugendpflege und dem statistischen Landesamt. Nun sind die ersten Ergebnisse ausgewertet. "Die Mappe darf jetzt aber auf keinen Fall im Schrank verschwinden. Wir machen uns aktiv an die Umsetzung und suchen jetzt Mittel, Wege und Lösungen. Es ist sehr wichtig, dieses generationenübergreifende Denken in der Stadt voranzubringen", erklärt Christoph Lauer, Leiter der Stadtjugendpflege.

Auch Angelika Strittmatter vom Generationentreff Lebenswert betont: "Der Workshop war nur der Anfang, nur der erste Baustein. Jetzt geht es darum, die Aktivitäten zu bündeln und an die richtigen Netzwerkpartner zu bringen. Und da ist schon einiges am Laufen."

Das erste Projekt, das aus dem Workshop heraus entstanden ist, startet bereits am Freitag, 29. Juni: Mit dem generationenübergreifenden Kino-Erlebnis wollen die Macher Jugendliche, Familien und ältere Mitbürger künftig einmal im Monat vor der Leinwand zusammenbringen. "Die Filme werden abwechselnd im Jugendhaus Bohrturm und im Mehrgenerationenhaus gezeigt", sagt Lauer.

Das Format bietet dabei mehr als nur ein schönes Kinoerlebnis: Vor und nach dem Film können sich die Besucher austauschen und ins Gespräch kommen – das ist den Organisatoren ein besonderes Anliegen. Der Eintritt ist frei, Getränke und Knabbereien gibt es zu besonders günstigen Preisen. "Wir wollen auch einkommensschwache Familien erreichen", sagt Lauer.

Das erste Kino-Erlebnis findet am Freitag, 29. Juni, im Jugendhaus "Bohrturm" statt: Ein FSK 0-Film wird von 15 bis 17 Uhr, ein FSK 16-Film von 20 bis 22 Uhr gezeigt. Informationen zu Vorführungstagen und Titeln gibt es unter 07726/66 64 44.

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