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Bad-Dürrheim Architektur in der Stadt steht immer wieder in der Kritik

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Die Luisenpassage war ein Kritikpunkt beim Erscheinungsbild, bei dem in den Meinungsbeiträgen der nicht represäntativen Umfrage Handlungsbedarf gesehen wird.Foto: Strohmeier Foto: Schwarzwälder Bote

Bad Dürrheim. Rund 160 Seiten hat die Auswertung der nicht repräsentativen Bürgerbefragung "Perspektive im Herzen von Bad Dürrheim". Stadtverwaltung und Gemeinderäte müssen die Informationsflut nun einordnen und im Optimalfall die richtigen Schlüsse daraus ziehen und Handlung ableiten.

Die Agentur Plan-Kooperativ, die die Befragung durchführte, hat in der Ergebniszusammenfassung neun Handlungsfelder eingeteilt, eines davon ist das Erscheinungsbild. Dabei geht es um die Bebauung, die Architektur und den Charakter der Stadt.

Die Kur und Bäder GmbH bekommt jedes Jahr für die so genannten Dienstleistungen von allgemeinem Wirtschaftsinteresse (DAWI) einen Betrag von einer Million Euro. Dabei geht es beispielsweise um den Erhalt "kurörtliche Infrastruktur". Darunter fällt beispielsweise die Pflege des Kurparks – vom Rasenmähen über die Blumenpflanzung bis hin zum Unterhalt der Gewächshäuser, in denen die Blumen teilweise selbst gezogen werden. Einnahmen gibt es hier keine.

Bürgermeister Jonathan Berggötz sowie Kur und Bäder Geschäftsführer Markus Spettel betonen immer wieder: Der Kurpark sei eine Visitenkarte für die Stadt, und die Verantwortlichen legen hier großen Wert darauf, dass dieser gepflegt ist. Denn im Park tummeln sich Kurgäste, Spaziergänger und Besucher von außerhalb. Um es abzukürzen: Der Kurpark war auch nicht das große Thema in der Bürgerbefragung, hier kam eher weniger Kritik in Sachen Erscheinungsbild, die Kritikpunkte fanden sich hier unter der Rubrik Freiräume, über die bereits berichtet wurde. Doch kann man das Erscheinungsbild der Stadt nicht ohne die Freiräume sehen – beides greift bis zu einem gewissen Grad ineinander, denn: Genannt wurde beispielhaft die großzügige kurörtliche Struktur. Diesem kann man durchaus auch die Grünflächen zuordnen, die wiederum teilweise von der Kur und Bäder gepflegt werden.

Es geht unter dieser Rubrik auch nicht um die Grünflächen in erster Linie, sondern wie gesagt um die Architektur, und die lässt nach Meinung mancher Bürger, die sich in der nicht represäntativen Umfrage zu Wort meldeten, eher zu wünschen übrig.

Insgesamt, so die Auswertung von den Betreuern Matthias Burgbacher und Steffen Becker von Plan-Kooperativ, sind zu diesem Thema 74 der 1401 Beiträge eingegangen. Ihrer Kategorisierung zu Folge befassen sich sich 27 mit einer schlechten Architektur und 24 mit der unattraktiven Gestaltung. Potentiale nennen 43 Einreichungen, wobei sich 13 mit guter Architketur, elf mit der Einbindung im städtebaulichen Umfeld sowie sieben mit Innovationen und besserer Gestaltung befassen.

Bei dem Baugebiet Auf Hofen II wurde im Erscheinungsbild der Wunsch geäußert, dass dieses mit kleinen Wohneinheiten geplant werde, ohne Geschossbauten, und es müsse in die Grünfläche integriert werden. An anderer Stelle wird die Luisenpassage kritisiert und vor allem das dahinterliegende Waldstück, dass insgesamt als nicht einladend für einen Spaziergang angesehen wird.

Von Süden her kommend wurde das Gerätehaus als unattraktiv genannt, aber auch der neue Kindergarten Stadtkäfer, der die Sicht auf die Bohrtürme und auf die Streuobstwiese versperre, auf der anderen Seite gab es auch Stimmen, denen die moderne Architektur mit der farbenfrohen Gestaltung gefällt. Es gibt also auch völlig konträre Beiträge zu einzelnen Bebauungen, und es wird wieder einmal deutlich: Geschmack liegt im Auge des Betrachters.

Beim Rathausareal wurden in einem Beitrag die vielen Werbeplakate und -aufsteller kritisiert. Bei der Friedrichstraße und den Einzelhändlern gab es zudem einiges, was die Bürger, die sich beteiligten, als verbesserungswürdig ansehen. Da wird ein altmodisches Stadtbild genannt mit großen klotzartigen Gebäuden. Manche sehen eine Vernachlässigung der Friedrichstraße ab dem Gasthaus Krone, beziehungsweise dem Adlerplatz.

Bei den Handlungsfeldern, sehen die beiden Betreuer die Friedrich- und die Luisenstraße sowie die Luisenpassage als Schwerpunkte an. Bei dem Baugebiet Auf Hofen II empfiehlt man, Freiräume und Grün zu berücksichtigen. Weiterhin, wie man die Kur­stadt-Architektur als Identitätszeichen oder Visitenkarte entwickeln kann.

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