Spezialisten, die Wärmepumpen einbauen und konfigurieren können, braucht Philipp Buck in seinem Betrieb. Er bildet Anlagenmechaniker aus, die für die Umsetzung einer CO2-freien Foto: Klaus Stopper /Klaus Stopper

Wärmepumpen, Solaranlagen – unter anderem die Hechinger Firma Buck bildet Anlagenmechaniker aus, ohne die die Energiewende nicht realisierbar ist. Auf der Ausbildungsmesse Chance stellt sie sich und diesen Beruf vor.

Von Büro bis Handwerk, Industrie bis Einzelhandel – zahlreiche Firmen stellen am Donnerstag, 21. März, von 8.30 Uhr an bei der Ausbildungsmesse „Chance“ in der Hechinger Stadthalle ihre Ausbildungsangebote vor.

 

Jede Lehrstelle hat ihre besonderen Anforderungen, viele Berufe haben sich durch den technologischen Wandel stark verändert. Auf der Ausbildungsmesse können sich Jugendliche aus erster Hand informieren, was ihnen das Berufsleben für Möglichkeiten bietet.

Ein Betrieb, der auf der Messe präsent ist, ist die Gebäudetechnik-Firma Buck mit Sitz an der Ermelesstraße. Drei Lehrstellen für „Anlagenmechaniker/innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik“ bietet sie jedes Jahr an. Die Berufsaussichten sind hier bestens. „Viele gute Leute kommen jetzt ins Rentenalter, wir brauchen Nachwuchs“, sagt Philipp Buck.

Diese Lehre ist auch was für Idealisten

Er bildet in einem Handwerksberuf aus, aber die Lehre sei auch etwas für Idealisten, die an einer Zukunft mit weniger CO2-Ausstoß mitarbeiten wollen. Hier lernt man zwar auch traditionelle Öl- oder Gasheizung kennen, „denn natürlich gibt es hier noch einen großen Altbestand, und den betreuen wir gern“, erklärt der Firmenchef. Der Großteil der Heizungen, die aktuell eingebaut werden, werden aber längst mit nicht-fossilen Energien betrieben. Pellet, Solar, Wärmepumpen. „Das macht heute 80 Prozent aus, vor zehn Jahren waren es noch 80 Prozent fossile Heiztechnik“, so Buck.

Moderne Heizsystem seien allerdings auch sehr komplex. Wenn etwa eine Solarthermie-Anlage auf dem Dach Heizwasser erwärmt, und die restliche Heizwärme eine Wärmepumpe erzeugt. „Das ist komplexe Hydraulik, die Steuerung ist da sehr anspruchsvoll“, sagt Buck.

Und nach wie vor gehört auch der Bereich der Sanitärtechnik zu diesem Beruf. Bei entsprechender Begeisterung komme ein guter Werkrealschüler mit dieser Ausbildung gut zurecht, die dreieinhalb Jahre dauert. Philipp Buck bietet auch die Möglichkeit eines dualen Studiums an. Wer Interesse an einer Ausbildung hat, lernt die Firma zunächst mal in einem Praktikum kennen.

„Fachkräftemangel ist leider ein Flaschenhals“

Was diesen Beruf besonders macht, ist schon die Nähe zur weltweiten Bestrebung, möglichst viel CO₂ zu vermeiden. Nicht umsonst hat Philipp Buck an seinen Firmennamen den Zusatz „grünovative Gebäudetechnik“ angehängt. Diese Ideale umzusetzen, dafür braucht es Handwerks-Profis.

Auch Anlagen zur Wassereinsparung oder Regenwassernutzung werden hier eingebaut, „und ich gehe davon aus, dass er hier noch ganz viel technische Entwicklungen geben wird“, erklärt Philipp Buck. Allerdings: „Der Fachkräftemangel ist leider ein Flaschenhals“, bedauert er. Die beste Technik nutze nichts, wenn niemand da sei, um sie fachgerecht zu installieren.

Es macht ihm auch ganz persönlich Spaß, junge Leute in einem Handwerksberuf auszubilden, zu sehen, wie sie sich entwickeln. „Im Schnitt brauche es so ein Jahr, bis einer in der Firma und in dem Beruf richtig Tritt gefasst hat“, erzählt er, „und dann sieht man plötzlich, wie der eigene Antrieb wächst, der Spaß am arbeiten, der Stolz auf die eigenen Fähigkeiten“.

Philipp Buck freut sich schon auf die nächsten Auszubildenden, denen er diesen Handwerksberuf beibringen darf.