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Ausbau von Zugstrecke Noch jahrelanges Warten auf die Gäubahn?

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Der zweigleisige Ausbau zwischen Horb und Neckarhausen steht kurz vor dem Baubeginn. (Archivfoto) Foto: Hopp

Schwarzwald-Baar-Heuberg - Die Grünen wollen die Gäubahn stärken. Das wurde auf einer Konferenz Ende Oktober deutlich, an der Bundestags- und Landtagsabgeordnete teilgenommen hatten. Initiiert worden war die Runde von der Landtagsabgeordneten Martina Braun. Sie wies darauf hin, dass es mit dem notwendigen Ausbau nicht schnell genug voranginge und mit Stuttgart 21 sogar massive Rückschläge drohen würden. Dies sei besonders ärgerlich, weil sich Verkehrsminister Winfried Hermann seit seinem Amtsantritt für die Gäubahn einsetze.

Ausbau zwischen Horb und Neckarhausen kurz vor Baubeginn

Verantwortlich für den Bundesschienenweg sei der Bund. Matthias Gastel, bahnpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, führte die aktuelle Situation näher aus. Der gültige Bundesverkehrswegeplan sehe seit Jahren sieben unterschiedliche Ausbaumaßnahmen vor. Lediglich eine davon, der zweigleisige Ausbau zwischen Horb und Neckarhausen, stünde kurz vor dem Baubeginn.

Noch in frühen Planungsstadien befänden sich der zweigleisige Ausbau zwischen Rottweil und Neufra, das güterzugtaugliche Profil der Strecke sowie die Singener Kurve, die dem Güterverkehr das Kopfmachen im Singener Hauptbahnhof ersparen soll.

Planungen noch nicht einmal begonnen

Für drei Ausbauelemente hätten die Planungen noch nicht einmal begonnen, so Gastel: Dies gelte für das zweite Gleis zwischen Spaichingen, Rietheim und Wurmlingen, den Ausbau des Nordkopfs in Oberndorf sowie die Blockverdichtung zwischen Singen und Gottmadingen. Dass es so langsam voran ginge, sei alleine dem Bund anzulasten, der seine eigene Infrastruktur vernachlässige. Die Folgen davon seien für die Fahrgäste in Form von zu häufigen Verspätungen auf der nur begrenzt leistungsfähigen Strecke zu spüren. Damit aber nicht genug: Mit Stuttgart 21 drohen der Gäubahn ein jahrelanges Abhängen vom Hauptbahnhof der Landeshauptstadt. Der Grund sei laut Gastel, dass die Trassenführung über den Flughafen später komme als die Inbetriebnahme des Tiefbahnhofs, mit der ein Teil der bisherigen Trasse aus baulogistischen Gründen abgebaut werde soll. Erst hätte diese Unterbrechung ein halbes Jahr dauern sollen, dann – wegen der Bauverzögerungen am Flughafen – drei bis fünf Jahre. Sollte ein Gäubahntunnel an den Flughafen geplant werden, würde sich die Unterbrechung auf zehn bis 15 Jahre ausweiten. "Diese Unterbrechung muss auf jeden Fall verhindert werden", forderte Gastel bei der Konferenz.

Abschließend stellte Martina Braun für die Teilnehmer der Gäubahn-Konferenz, die wegen der Corona-Krise ins Netz verlegt worden war, fest: "Wir Grüne sind die treibende Kraft für den Ausbau der Gäubahn. Nun müssen sich aber auch der Bund und alle Projektpartner von Stuttgart 21 bewegen, um den Ausbau schneller voranzubringen."

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