Europa-Park-Chef Roland Mack vergleicht den Bau einer Achterbahn mit dem eines Atombunkers. Die deutschen Genehmigungsbehörden schafften unnötige Hürden. Warum der „Alpenexpress“ für Probleme sorgt.
Zahlreiche Investitionen, mehr als 40 Baustellen im Park, tausende Mitarbeiter – der Europa-Park-Chef Roland Mack gibt anlässlich der Eröffnung des Freizeitparks am Samstag in Rust einen Einblick in die Pläne seines Unternehmens. Zwei Achterbahnen sollen in den nächsten Wochen neu, beziehungsweise wieder eröffnet werden.
Kritik übte der 74-Jährige dabei an den Hürden, die seinem Unternehmen seitens der Politik gemacht würden. „Der deutsche Gesetzgeber ist uns auf die Füße gestanden“, sagt Mack. Die Auflagen für die Neuerrichtung der Achterbahn „Alpenexpress Enzian“ seien enorm gewesen. Im Detail geht es um die künstlichen Felsen und Berglandschaft, die der Park – passend zum Themenbereich Österreich – baut. „Wir mussten hunderte Tonnen zu viel Stahl verbauen“, kritisiert Mack. Entsprechend hoch seien die Kosten. Sein Ziel sei es, möglichst leicht zu bauen, die Genehmigungsbehörden hätten dies allerdings nicht möglich gemacht.
„Ich mahne, endlich mit diesem Verwaltungsaufwand aufzuhören, damit verlieren wir jeden Anschluss in dieser Welt“, erklärt Mack. Offenbar nimmt der Europa-Park-Gründer das aber auch mit Sarkasmus und meint beiläufig: „Wir haben einen Atombunker konstruiert.“
Mitte Mai soll der „Alpenexpress“ wieder fahren
Im vergangenen Jahr wurde die Bahn, die im Jahr 1984 als erste Achterbahn des Parkes errichtet wurde, bei einem Feuer teils zerstört. Neue Pläne und Investitionen wurden getätigt, zahlreiche Handwerksbetriebe sind am Werk. Noch ist die Bahn nicht fertig, erst Mitte Mai soll sie wieder ihre Runden drehen.
Trotz seiner kritischen Worte blickt Roland Mack, der an der Spitze des Familienunternehmens steht, positiv auf die wirtschaftliche Lage seines Unternehmens: „Ganz ohne Optimismus ist kein Wachstum möglich.“ In Hinblick auf die Besucherzahlen seines Parks ist er hoffnungsvoll gestimmt. In der vergangenen Saison sollen mehr als sechs Millionen Besucherinnen und Besucher nach Rust gekommen sein. Mit der Eröffnung der neuen Achterbahn „Voltron Nevera“, die am 26. April starten soll und den Neustart des „Alpenexpress Enzian“ rechnet er sogar mit noch mehr Andrang.
Vor Eröffnung des Freizeitparks gab der Park Einblick einen Einblick. Weitere Aufnahmen des „Alpenexpress Enzian“ finden Sie in unserer Bildergalerie.