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In Asemwald sind die Telefonanschlüsse seit Silvester gestört. Grund dafür ist ein Korrosionsschaden am Hauptkabel. Dieser hat etwa 1000 Kunden tote Leitungen beschert.

Stuttgart - Im Stadtteil Asemwald sind die Telefonanschlüsse seit Silvester gestört. Grund dafür ist ein Korrosionsschaden am Hauptkabel. Dieser hat schätzungsweise 1000 Kunden tote Leitungen beschert.

Wie der Sprecher der Telekom Bezirk Süd auf Anfrage mitteilt, sind am 31. Dezember einzelne Nachfragen bei der Telekom eingegangen. "Mit einem Kabelschaden rechnet man aber erst, wenn eine größere Anzahl an Störungsmeldungen eingeht", sagt Udo Harbers. Dies war erst am 2. Januar der Fall, womit die Suche nach der Fehlerquelle begann.

Am Sonntag hat sich bestätigt, dass der Metallmantel, der das große Hauptkabel umgibt, durch Korrosion beschädigt ist und deshalb Wasser eindringen konnte. Dies hat zuletzt einen Kurzschluss verursacht und nach Schätzungen der Telekom 1000 Telefonanschlüsse lahmgelegt. Mit Hilfe von Messungen haben die Techniker die schadhafte Stelle der kilometerlangen Leitung in der Ohnholdstraße ausgemacht, was nur unter Schwierigkeiten möglich gewesen sei: Die Schächte, die einen Zugriff auf das Kabel erlauben, waren mit Wasser vollgelaufen und mussten zunächst leer gepumpt werden. Inzwischen ist das Kabel wieder trockengelegt, wodurch für einige Telefonkunden die Störung wieder behoben werden konnte.

Heute wird das schadhafte Stück gegen ein 300 Meter langes Ersatzstück ausgewechselt. Dabei müssen 3000 Kupferdrähte miteinander verbunden werden. Die Telekom rechnet damit, dass die Reparaturen Dienstagabend gegen 23 Uhr abgeschlossen sein werden. Udo Harbers weist DSL-Kunden darauf hin, dass ältere Router nach einer Funktionsstörung aus- und wieder eingeschaltet werden müssen, damit sie wieder fehlerfrei arbeiten.

Die Mehrzahl der Bewohner im Asemwald ist zwischen 60 und 80 Jahre alt. Etliche von ihnen haben einen Hausnotruf installiert, der, weil er ans Telefon angeschlossen ist, ebenfalls außer Betrieb ist. Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes gab es bisher allerdings nur eine Beschwerde. Zu einem Notfall hätten die Sanitäter in den letzten Tagen nicht ausrücken müssen. Weil die Geräte eine Störung melden, sobald der Notruf wieder funktioniert, rechnet das DRK allerdings mit zahlreichen Anfragen.

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