Sie freuen sich über die gelungene Praxisübernahme: (von links) die Ärzte Philipp Huber, Herbert Huber, Regine Erath-Schellhorn und die Künstlerin Barbara Volz. Foto: Siegmeier

Philipp Huber und Regine Erath-Schellhorn führen die hausärztliche Gemeinschaftspraxis seit April gemeinsam. Herbert Huber hat seinen Bereich an seinen Sohn abgegeben.

Heutzutage einen Nachfolger für seine hausärztliche Praxis zu finden und dabei noch sämtliche bürokratischen Hürden zu überwinden, gleicht vielfach einer wahren Meisterleistung. Viele Praxen müssen mangels interessierter Nachfolger zum Leidwesen der Patienten schließen. Umso großer ist die Freude in der hausärztlichen Gemeinschaftspraxis der Mediziner Herbert Huber und Regine Erath-Schellhorn, denn hier ist die Nachfolge nicht nur gesichert, sondern auch geglückt.

 

Philipp Huber, der Sohn von Herbert Huber, war im vergangenen Jahr mit in die Praxis eingestiegen und führt sie seit April gemeinsam mit Regine Erath-Schellhorn. Herbert Huber wird das Ärzteteam als angestellter Mediziner weiter unterstützen, versicherte er, wolle sich aber „nach 34-jährigem Volldampf“, künftig mehr zurücklehnen und sich dem Ruhestand widmen.

Grund zum Feiern

Um die gelungene Übergabe zu feiern, hatten die Mediziner am Samstag zu einer Feier mit Vernissage eingeladen. Und die Gäste kamen zahlreich.

„Es war eine wunderschöne Zeit, die sehr erfüllend war“, blickte Herbert Huber auf sein Wirken zurück. Am 1. April 1990 hatte er seine erste Praxis an der Schramberger Straße eröffnet, die jedoch schnell zu klein wurde.1996 gründete er dann gemeinsam mit Regine Erath-Schellhorn die Gemeinschaftspraxis, die mittlerweile mit weiteren Ärzten Außenstellen in Wilflingen und Wellendingen hat.

Großer Bedarf

Der Bedarf an hausärztlicher Versorgung ist groß. Doch mit 71 Jahren wollte Herbert Huber nun etwas kürzer treten. Der Zeitpunkt schien optimal, denn Sohn Philipp, bis im vergangenen Jahr noch Internist und Diabetologe an einer Tübinger Klinik, wollte mit seiner Familie zurück in die Heimat. Ein echter Glücksfall für Herbert Huber, der damit nicht nur eine Nachfolge in der Praxis, sondern zugleich noch seine Enkelkinder ganz in der Nähe hat.

Doch die Hürden der Bürokratie waren hoch. Bis die Übergabe in trockenen Tüchern war, verging nahezu ein Jahr. Doch die Hubers haben die Herausforderung mit Bravur gemeistert. „Und ich fühle mich hier richtig wohl und die Arbeit macht mir sehr viel Spaß“, betonte der 33-jährige Philipp Huber. In der Klinik sei man sehr fremdbestimmt, in der eigenen Praxis könne man eigene Schwerpunkte setzen, macht er deutlich. „Die Patienten sind froh und glücklich, dass alles weiterläuft“, informieren Herbert und Philipp Huber erfreut. Und das große Interesse am Samstag bestätigt dies sehr deutlich.

Musik zur Eröffnung

Für den musikalischen Rahmen der Veranstaltung sorgten Julia Guhl (Klarinette) und Michael Link (Akkordeon), die unter anderem beschwingte Klezmer-Stücke und Tangos zum Besten gaben. Eröffnet wurde zugleich die Ausstellung mit Bildern der Rottweiler Künstlerin Barbara Volz. Die Bilder werden auch in den nächsten Monaten noch in der Praxis zu sehen sein.