Quelle: Unbekannt

Jeder kennt die Geschichten oder kennt jemanden, der nach einem mutmaßlichen Verkehrs-Delikt seinen Führerschein verloren hat; zur „MPU“ muss, zur „Medizinisch-Psychologischen Untersuchung“.

Jeder kennt die Geschichten oder kennt jemanden, der nach einem mutmaßlichen Verkehrs-Delikt seinen Führerschein verloren hat; zur „MPU“ muss, zur „Medizinisch-Psychologischen Untersuchung“. Im Volksmund auch „Idiotentest“ genannt. Und scheinbar aus dem „Labyrinth“ an amtlich angeordneten Fahrtauglichkeitsnachweisen nicht mehr herausfindet. Die Fahrschule Eberhardt & Schmidt („ES“) und die Praxis „Inicio“ für Psycho- und Physiotherapie (beide aus Nagold) bieten gemeinsam einen Weg aus diesem Labyrinth. Einen Weg, der auch tatsächlich funktioniert.

Was man vielleicht mal dabei grundsätzlich erklären muss: Die MPU gibt es bereits seit 1954 in Deutschland. Sie soll eine Prognose zur Verkehrsbewährung des jeweiligen betroffenen „Antragstellers“ geben und dient so als Hilfe für Fahrerlaubnisbehörden zur Vorbereitung einer objektiven Entscheidung über die Entziehung und Neuerteilung der Fahrerlaubnis – in der Regel nach einschlägigen Verkehrsverstößen. „Das können Fahrten unter Alkohol oder Drogen, Fälle von Nötigung oder Fahrerflucht sowie in letzter Zeit vermehrt die Teilnahme an illegalen Straßenrennen sein“, erläutern die beiden erfahrenen Fahrlehrer Michael Eberhardt und Robert Schmidt, die ihre gemeinsame Fahrschule „ES“ Anfang März in Nagold eröffnet haben. Wie schnell man dabei - „viel schneller, als man denkt!“ - in die Mühlen der Justiz und Behörden geraten kann, zeigt ein (reales) Beispiel: Eine 60-jährige Dame, seit mehr als 40 Jahren in Besitz eines Führerscheins („ohne Fehl und Tadel“), muss die Doppelbelastung aus Job und Pflege des Ehemanns im Alltag bewältigen. Bei einer Fahrt „unter Stress“ fährt sie in einem Wohngebiet bei einem parkenden Pkw einen Aussenspiegel ab – was sie selbst („ganz in Gedanken“) nicht bemerkt. Aber ein Zeuge sieht den Vorfall, zeigt die Dame an. Die daraufhin wegen Fahrerflucht ihren Führerschein verliert. Und zur MPU muss – um ihre Fahreignung nachzuweisen. „Denn, wenn die Dame nichts an
ihren Lebensumständen ändert, könnte ihr Vergleichbares oder gar Schlimmeres immer wieder passieren!“


Tatsächlich gilt: Die gesetzlichen Maßnahmen im Rahmen des deutschen Fahrerlaubnissystems sind ein sehr wichtiges, effektives und bewährtes Element zur Verbesserung der Verkehrssicherheit (vor allem zur Senkung der Zahl der Unfallopfer – also von Getöteten und Verletzten), womit man hierzulande gerade im europäischen Vergleich extrem erfolgreich ist. Im europäischen Ausland setzt man anstatt auf fachlich begründete Einzelfallprüfungen häufig einfach auf immer höhere Strafen bei schwerwiegenden Verkehrsstraftaten oder gehäuften Verstößen. Die Höhe der Strafe steht jedoch nach wissenschaftlichen Erkenntnissen in keinem nachweisbaren Zusammenhang mit einem zukünftigen Unfallrisiko. Tatsächlich bedeutsam sind dagegen eine offene Auseinandersetzung mit den Ursachen des eigenen (kritischen) Fahrverhaltens. Und eine stabile Änderungen in der persönlichen Einstellung und den daraus resultierenden Verhaltensweisen (am Steuer oder Lenker).

 

Und genau hier kommen die Schwestern Natalia und Marina Schaffrick mit ihrer Praxis „Inicio“ (bedeutet: Neustart) ins Spiel: „Wir helfen den Betroffenen mit unserer speziellen MPU-Beratung, den eigentlichen, unbewussten Ursachen für ihr Verhalten im Straßenverkehr auf die Spur zu kommen.“ Denn wer ständig rast oder sich auch unter Alkoholeinfluss immer wieder hinters Steuer setzt, tut das in der Regel aus einem „unbewussten Grund“, der sich meist aus der eigenen Biografie herausarbeiten lässt. Diesen Grund, diese Ursache gilt es „im eigenen Bewusstsein“ zu überwinden – im ganz eigenen Interesse. Denn nur so lässt sich „das schädliche Verhalten“ im Straßenverkehr dauerhaft vermeiden – was die wichtigste Voraussetzung für eine Wiedererteilung der Fahrerlaubnis im Rahmen einer MPU ist. Ganz abgesehen davon, dass solche vielleicht Traumas oder Stress- Indikationen (wie bei der Dame mit der unbewussten Unfallflucht) – wenn man sie erkannt hat und an ihrer Überwindung arbeitet – einen auch sonst „freier“ im Leben machen.

 

Zur MPU-Beratung von Natalia und Marina Schaffrick gehört aber auch, dass die Klienten ebenso ausführlich auf die eigentliche MPU und die damit verbundenen Gesprächs- und Untersuchungssituationen konkret psychologisch vorbereitet werden. „Das nimmt Angst, schafft Sicherheit und gibt einem Souveränität, weil man authentisch den amtlichen Fahrerlaubnis-Gutachtern die eigene, neu gewonnene und verlässliche Fahrtauglichkeit souverän nachweisen kann.“ Denn es gilt: Üblich ist eine bis zu über 50 prozentige Durchfall-Quote bei der MPU – ohne vorherige Beratung. Wer zusätzlich die Chance hat, in einer Fahrprobe – zum Beispiel bei der „Fahrschule ES“ – seine allgemeine Fahrtauglichkeit (innerhalb beziehungsweise als Ergänzung zur MPU) nachzuweisen, sollte auch dabei nichts „dem Zufall“ überlassen. „Eine optimale Vorbereitung ist auch hier der Schlüssel für eine erfolgreiche Absolvierung der Fahrprobe“, wobei Michael Eberhardt und Robert Schmidt als erfahrene Fahrlehrer auch bei allen Fragen und Anträgen vom jeweils zuständigen Landratsamt optimale Hilfestellung leisten.

 

Womit die Fahrschule und die Praxis in und für Nagold eine bisher einmalige, für die gesamte Branche aber auch richtungsweisende Zusammenarbeit rund um die „MPU-Begleitung“ als Gesamtpaket geschnürt haben. „Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass Fahrlehrer selbst keine so guten MPUBerater sind, weil uns regelmäßig einfach der gesamte psychologische Hintergrund fehlt“, so das „ES“- Duo Eberhardt und Schmidt. „Es braucht da einfach diesen anderen Blick auf die persönliche Situation und Lebensumstände des MPU-Betroffenen.“ Gleichzeitig bietet die Einbeziehung der fachlich versierten (MPU-)Beratung durch die Schaffrick-Schwestern in ihrer Praxis „Inicio“ die einmalige Chance für die Betroffenen, auch wirklich etwas Fundamentales in ihrem Leben „zum Besseren“ zu verändern – nicht nur als geforderte Grundvoraussetzung für die Wiedererteilung der Fahrerlaubnis, sondern um auch insgesamt eine freieres, besseres und entspannteres Leben zu leben. „Oder um mit bestehenden, unveränderbaren Belastungssituationen im Alltag souveräner und 'gesünder' umzugehen.“


Der Lohn – neben der Wiedererlangung der Fahrerlaubnis für die gemeinsamen Kunden von der Fahrschule „ES“ und der Praxis Inicio: „Eine stets sehr große Dankbarkeit der Betroffenen, wenn sie mit unserer Hilfe tatsächlich endlich aus dem Labyrinth der MPU, als das die meisten Betroffenen dieses notwendige, aber eben auch sehr anspruchsvolle Verfahren erleben, wieder sicher herausgefunden haben“. Was im Umkehrschluss aber auch bedeute: „Je früher Betroffene zu uns kommen, die eine amtliche Aufforderung zur Teilnahme an der MPU erhalten haben, desto schneller werden sie dieses Kapitel für sich auch wieder abschließen können!“

 

Autor: Axel H. Kunert Foto: Thomas Fritsch

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