Bei den Spieltagsansetzungen der Fußball-Bundesliga gibt es große Unterschiede. In Mönchengladbach regt sich Unmut, der VfB Stuttgart kann sich nicht beschweren.
Gegen die Anstoßzeiten in der Fußball-Bundesliga regt sich immer wieder Widerstand. Vor allem die organisierten Fangruppen würden am liebsten immer nur samstags um 15.30 Uhr spielen. Da macht aber das Fernsehen beziehungsweise die Deutsche Fußball Liga nicht mit, weshalb sich der Spielplan am Wochenende auf fünf verschiedene Anstoßzeiten verteilt.
Der größte Unmut regt sich in dieser Saison bei den Fans von Borussia Mönchengladbach. Die Borussia trat ihn dieser Saison bislang nur sieben Mal zur vermeintlich beliebtesten Anstoßzeit am Samstagnachmittag an – dabei sind die Ansetzungen bis einschließlich zum 30. Spieltag schon einbezogen. In einem Brief hat die Fan-Dachorganisation der Borussia ihrem Ärger Luft gemacht. „Das erträgliche Maß ist schon lange überschritten und die Stimmung kippt“, heißt es da.
Topclubs müssen vor allem samstagabends ran
Am 30. Spieltag tritt die Borussia beim VfB Stuttgart an – an einem Samstag, um 15.30 Uhr. Die Fans des VfB können sich vor diesem Hintergrund nicht beklagen. 18mal durften und dürfen sie an den ersten 30 Spieltagen zur Primetime ran, so auch an diesem Wochenende bei Eintracht Frankfurt. Nur der FC Augsburg, der VfL Wolfsburg und der FSV Mainz stehen noch häufiger auf dem Samstagsspielplan.
Als Grundlage für die Ansetzungen dienen verschiedene Faktoren, unter anderem die Teilnahme am Europapokal. Aber auch die TV-Attraktivität der Clubs spielt eine Rolle. Je populärer ein Club, umso häufiger bestreitet er etwa das Samstagabend-Spiel.