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American Football Thomas Frach: "Ich wollte nur noch endlich raus"

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Bereit für den großen Auftritt beim Endspiel um die deutsche Football-Meisterschaft: Thomas Frach (vorne). Foto: Löffler

Mit 26 Jahren ist Thomas Frach in seinem Sport – zumindest in Deutschland – ganz oben angekommen. Mit den Schwäbisch Hall Unicorns feierte der Schwenninger in der vergangenen Woche vor einer Kulisse von mehr als 15.000 Zuschauern den deutschen Meistertitel. Im Gespräch mit unserer Zeitung spricht Frach über seine Eindrücke, das Gefühl nach dem Sieg und seine Pläne.

Herr Frach, erst einmal herzlichen Glückwunsch zum Titel. Wie fühlt man sich als deutscher Football-Meister?

Es ist gigantisch, danke. Aber – ehrlich gesagt – bin ich noch in der Regenerations- und Realisierungsphase (lacht).

Sie können den Erfolg auch nach knapp einer Woche noch nicht ganz glauben?

Doch, das schon. Am Montag gab es einen Empfang für uns in Schwäbisch Hall, das war gewaltig. Wir durften uns im Rathaus ins Goldene Buch eintragen und im Anschluss mit dem Pokal auf den Balkon. Da hat die Menge, gut 2000 Fans, unten auf dem Platz getobt und uns gefeiert. Das war der Wahnsinn.

Es war Ihr erster German Bowl –­ und das erste Spiel vor einer so großen Kulisse. Wie haben Sie das Match erlebt?

Die Special-Teams (Aufstellung für besondere Spielsituationen, Anm. d. Red.) durften vor der Partie zuerst aufs Feld, da war ich dabei. Zu diesem Zeitpunkt waren noch keine Fans da – nur die Band, die sich eingespielt hat. Da war es schon sehr beeindruckend. Kurz bevor das Spiel losging und wir im Tunnel gewartet haben, wollte ich nur noch endlich raus. Ich war im Tunnel, in meiner Routine.

Wirklich gut begonnen hat das Finale für Sie aber nicht. Ihr Team lag nach dem ersten Viertel mit 0:13 hinten. Was geht da im Kopf eines Spielers vor?

Ganz ehrlich? Wir haben zu wirklich jedem Zeitpunkt daran geglaubt, dieses Spiel gewinnen zu können. Die Stärke des Gegners hat uns ja nicht überrascht – wir hatten mit einer Partie auf Augenhöhe gerechnet. Frankfurt war gut auf unsere Defense eingestellt und hat uns direkt bestraft. Im Gegenzug standen sie selbst gut in der Abwehr.

Sie selbst spielen auch in der Defense. Haben Sie Ihre erhoffte Einsatzzeit bekommen?

Absolut. Ich stand mit den Special-Teams von Anfang an auf dem Feld. Auf meiner normalen Position als Linebacker habe ich aber wegen Rotationen erst zur Hälfte des dritten Viertels gespielt. Im Schlussviertels habe ich den Gegner entscheidend zu Fall gebracht, woraufhin wir einen Touchdown erzielen und mit 21:13 in Führung gehen konnten. Es war super, dass ich gleich meine Leistung bringen konnte.

Danach wurde es trotzdem noch einmal eng.

Ich hatte gehofft, wir würden die Partie schneller entscheiden und nicht so Spitz auf Knopf. Das waren am Ende die längsten sieben Sekunden meines Lebens. Für dieses Gefühl, das ich hatte, als der Kick von Frankfurt daneben ging, habe ich bis jetzt keine Worte. Das war unglaublich.

Die Saison ist für Sie nun vorbei. Wie geht’s in den nächsten Wochen weiter?

Erst einmal steht die Regeneration an erster Stelle. Ich habe zum ersten Mal alle 17 Spiele gespielt, da macht sich der Verschleiß bemerkbar. Ich habe etwas Probleme mit der Patellasehne im rechten Knie, das muss erst wieder gut werden. Dann hätte ich aber auch Lust, wieder Handball zu spielen – zumindest bis es im Januar mit Football weitergeht.  

Die Fragen stellte Sandra Hennig.

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