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Althengstett Mehr Rechtschreibkompetenz

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Matthias Berendt, Susanne Erhardt, Susanne Abel, Elke Ruf, Heike Spang-Vollmer und Stefanie Graf (von links) tüftelten den Stundenplan für das Schuljahr 2019/20 aus. Foto: Selent-Witowski Foto: Schwarzwälder Bote

Die Anmeldezahlen in der Althengstetter Gemeinschaftsschule (GMS) sind konstant. 2019/20 werden dort 660 Jungen und Mädchen von 70 Lehrern in 33 Klassen unterrichtet (294 Grund- und 366 Sekundarschüler).

Um die Rechtschreibkompetenz baden-württembergischer Schüler zu stärken, hat das Kultusministerium einen sogenannten Rechtschreibrahmen entwickelt. Fachlich unterstützt wurde das Ministerium dabei durch den Rat für deutsche Rechtschreibung und das Mercator-Institut der Universität Köln. Der Rechtschreibrahmen ist die verbindliche Grundlage für den Deutschunterricht an allen allgemein bildenden Schulen. Er wurde als Hilfestellung und Unterstützung von Lehrkräften für Lehrkräfte konzipiert und soll eine verlässliche Orientierung für den Rechtschreibunterricht bieten.

Um nicht nur schnell lesen, sondern das Geschriebene auch richtig erfassen zu können, bilde eine einheitliche Rechtschreibung eine unerlässliche Grundlage. Die Fähigkeit, korrekt zu schreiben, sei wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche schriftsprachliche Verständigung, heißt es im Vorwort. Es wird betont, dass das Erlernen der Orthografie auch Sprachanalyse ist, denn die Orthografie gebe sprachliche Verhältnisse wieder, die wiederum beim verstehenden Lesen helfen. Für einen Rechtschreibunterricht, der dies berücksichtige, gebe der Rechtschreibrahmen vielfältige Hinweise, "die die deutsche Orthografie durchschaubar machen", so das Ministerium.

Althengstett. "Die Zahlen sind damit etwa wie im vergangenen Jahr", sagt Elke Ruf. Die 55-Jährige war zur Leiterin der GMS bestellt worden, nachdem Vorgänger Hartmut Weber mit einer Feier im Juli in den Ruhestand verabschiedet worden war (wir berichteten). Ruf ist gebürtige Bonnerin und wuchs in Augsburg auf. Sie studierte die Fächer Mathematik, Hauswirtschaft und Geschichte.

Tolle Unterstützung durch Verband

"Ich bin seit 22 Jahren hier. Das war nach dem Referendariat meine erste Stelle", blickt die Pädagogin zurück. Sie fühle sich in der Gäugemeinde fast mehr zu Hause als anderswo: "Ich mag die Menschen im Ort sehr". Angetan sei sie vom respektvollen Umgang miteinander, egal, ob unter Schülern, Kollegen, Eltern oder mit dem Hausmeister. Beeindruckt ist Ruf nach wie vor von der "tollen Unterstützung" durch den Nachbarschaftsschulverband Althengstett: "Da geht es nicht nur um Geld, sondern um Vertrauen in unsere Arbeit". Als äußerst positiv bewertet sie auch die Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Firmen bei der Berufsorientierung.

Der sogenannte Rechtschreibrahmen des Stuttgarter Kultusministeriums (siehe "Info") ist im neuen Schuljahr einer der Schwerpunkte. "Das ist eine gute Sache. Da sind wir in der ganzen Schule dran", sagt Ruf.

Ebenso im Fokus steht im neuen Schuljahr das Stichwort Digitalisierung beziehungsweise der Aufbau des Netzwerks durch Pascal Linzner. Der Pädagoge fungiert als Netzwerkberater und soll die digitale Infrastruktur der GMS am Leben halten. "Der Medienentwicklungsplan wird wichtiger", betonen Ruf und Linzner. Geld bekomme die Althengstetter Schule dafür aus Bundesfördermitteln für digitale Bildung. Ein Teil davon sei bereits angekommen. "Zusammen mit der Gemeinde und dem Landesmedienzentrum Stuttgart wollen wir unsere gesteckten Ziele erreichen", verweisen Ruf und Linzner auf die Ist-Analyse und den pädagogischen Plan in puncto Medien. Wünschenswert sei beispielsweise, dass in fünf Jahren zwei Drittel aller GMS-Klassen über Tablets verfügen.

Man sei aber bereits jetzt "recht gut ausgestattet". Insgesamt gebe es drei PC-Räume mit 20 bis 25 Rechnern sowie jeweils einen PC in den restlichen Klassenzimmern. "Fast alle Räume haben einen Beamer und wir haben flächendeckendes WLAN mit zeitlich begrenztem Zugang für die Schüler", erläutert Linzner. Momentan verfüge man bei den Tablets über einen Klassensatz.

Laut Linzner werden dieses Jahr rund 20 Schüler-Medienmentoren ausgebildet. Sie sollen sich künftig um Themen wie Cybermobbing oder ein Internetcafé über die Mittagspause kümmern. Die Schüler lernen, wie sie eigenverantwortlich ein Medien-Projekt an ihrer Schule, eine Medien-AG oder einen Workshop leiten. Oder ihre Lehrer beim Medieneinsatz unterstützen und ihr Wissen an Mitschüler weitergeben können.

"Für viele Schüler ist der PC bislang kein Arbeitsmittel, sondern ein Spielgerät", wissen die beiden Pädagogen. Das solle sich ändern, nicht zuletzt auch, um die Schüler dazu zu bringen, ihre eigene Mediennutzung zu reflektieren. Sie sollen befähigt werden, trotz Fake News sowie Manipulationen sicher durchs weltweite Netz zu surfen und sich in dem oft undurchsichtigen Wirrwarr an Informationen sowie Desinformationen zurechtzufinden.

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