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Althengstett 42 Wohnungen sollen entstehen

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So sollen die Mehrfamilienhäuser im Neubaugebiet Brunnenstraße in Neuhengstett später einmal aussehen. Visualisierung: Architektur 6H Foto: Schwarzwälder Bote

Neben dem Start der Bauplatzvergabe an private Bauherren im Baugebiet Brunnenstraße in Neuhengstett stand das künftige neue Wohnquartier auch mit Blick auf den dort geplanten Geschosswohnungsbau ein weiteres Mal auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Althengstett. Eigentlich wollte die Gemeinde schon längst über die Vergabe der dafür ausgelobten, insgesamt zwei großen Grundstücksflächen mit insgesamt mehr als 12 000 Quadratmetern Fläche entschieden haben. Die von der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH (KE) im Auftrag der Gemeinde Althengstett umgesetzte Ausschreibung dazu fand bereits im vergangenem Jahr statt, auf seiner November-Sitzung hatte der Gemeinderat bereits eine Vorauswahl getroffen. Dann kam die Corona-Pandemie – und eine für März fertig organisierte Sitzung des eingesetzten Bewertergremiums musste kurzfristig abgesagt werden.

Mittlerweile aber konnte man sich auch so auf eine Empfehlung für ein Investoren- und Architektenduo einigen – zumindest für das erste der beiden für den Mehrfamilien-Geschosswohnungsbau ausgelobten Grundstücke (mit einer Größe von 4468 Quadratmetern). Dabei fiel die Wahl auf das Unternehmen "Paulus Wohnbau GmbH" aus Pleidelsheim, das gemeinsam mit dem Büro "6H-Architekten" aus Stuttgart den aus Gemeinde- und Gemeinderats-Sicht "spannendsten Entwurf" (Zitat Philipp Jourdan, Grüne) hatte vorlegen können.

Womit das favorisierte Konsortium die Konkurrenz aus dem Feld schlagen konnte: Der in der Sitzung in der Festhalle vorgestellte Entwurf sieht insgesamt vier dreigeschossige Einzelbauten vor, die über einer gemeinsamen Tiefgarage positioniert werden – die nicht nur die Straßen des neuen Quartiers "möglichst komplett von herumstehenden Autos" (Jourdan) freihalten soll, um hier eine möglichst hohe Aufenthaltsqualität zu garantieren. Auch abschließbare Räume für Fahrräder soll es in ausreichender Zahl geben. Weitere Pluspunkte: Alle vier Gebäude werden an das Nahwärmenetz angeschlossen. Außerdem können die Wohnungen nach "KfW 55" (verbrauchen nur 55 Prozent der Energie eines konventionellen Neubaus) gefördert werden – was zinsgünstige Kredite und hohe Netto-Förderungen sichert.

Für Althengstetts Bürgermeister Clemens Götz ist bei der Priorisierung der Paulus Wohnbau als Investor und Verhandlungs- und später geplanten Vertragspartner ebenfalls von Bedeutung, dass Firmengründer und Inhaber Erwin Paulus einst selbst Bürgermeister einer baden-württembergischen Kommune war – und daher die "Besonderheiten einer Gemeindeverwaltung" bei der Umsetzung solcher Projekte aus der Innenansicht kennt. Womit vielleicht zu erklären ist, dass – was Götz in der Sitzung ebenfalls deutlich lobend hervorhob – die Paulus-Wohnbau sich beim Vorantreiben der weiteren Planungen allein "auf das Wort der Verwaltung" und "die Absichtserklärung des Gemeinderats", dieses Projekt mit ihr realisieren zu wollen, verlässt. Der Investor verzichte damit ausdrücklich zum jetzigen Zeitpunkt zugunsten der Gemeinde auf eine vertragliche Absicherung seines (nicht unerheblichen) Planungsrisikos – "absolut keine Selbstverständlichkeit", so Götz.

Tatsächlich wurden bereits im vergangenen Monat erste Gespräche zwischen der Gemeinde und Investor/Architekten geführt und Konsens über den weiteren Verfahrensweg und die inhaltlichen Anforderungen hergestellt.

Baubeginn bereits im Frühjahr 2021 geplant

Darauf aufbauend machte jetzt der Gemeinderat mit seinem Beschluss – bei einer Gegenstimme – den Weg frei, dass die Verwaltung ab sofort weitere konkretere Verhandlungen mit dem Ziel aufnimmt, dass Investor und Architekt den entsprechenden Bauantrag bis Ende 2020 bei der Gemeinde einreichen können. Dieser mit der Verwaltung eng abgestimmte Bauantrag werde dann – neben weiteren Vorgaben und Anforderungen der Gemeinde – die Grundlage für den eigentlichen Kaufvertrag bilden. Vorteil für die Gemeinde bei dieser Vorgehensweise, so Götz: "Es wird nur das gebaut, was wir hier im Gemeinderat genehmigen." Nachträgliche Änderungen am Konzept sind für den Bauherren dann nicht mehr möglich.

Schon jetzt steht auch der Kaufpreis für das ausgesuchte Grundstück fest – der mit 490 Euro pro Quadratmeter für das voll erschlossene Grundstück (inklusive Nahwärme und Breitbandanschluss) festgelegt wurde. Klappt alles wie jetzt verabschiedet, soll bereits im Frühjahr 2021 Baubeginn sein.

(ahk). In der ersten (von zwei geplanten) Einheiten für den Mehrfamilien-Geschosswohnungsbau im Baugebiet Brunnenstraße in Althengstett sind nach aktuellen Planungen insgesamt 42 Wohnungen geplant – 15 Eineinhalb- bis Zwei-Zimmer-Wohnungen, neun Drei-Zimmer-Wohnungen und 18 Vier-Zimmer-Wohnungen. Dabei werde es aber "flexible Grundrisse" geben, so dass gegebenenfalls auch Wohnungen zusammengeschlossen werden könnten. Die Größen der Wohnungen liegen zwischen 25 und 134 Quadratmetern. Insgesamt neun Wohnungen (entsprechend 20 Prozent der Wohnfläche beziehungsweise Wohnungen) sollen gefördert und mit einem reduzierten Mietpreis an den Markt gebracht werden. Mit Verkaufsstart, so die Ankündigung von Investor Erwin Paulus, solle noch in diesem Herbst eine Info-Veranstaltung für die Bürger abgehalten werden. Um dabei den ortsansässigen Interessenten "einen Vorsprung" zu verschaffen, werde es für diese in den ersten sechs Monaten ab Verkaufsstart "ein exklusives Vorkaufsrecht" geben.

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