Der Überberger Kindergarten hat noch Kapazitäten.Foto: Köncke Foto: Schwarzwälder Bote

Baubeschluss: Bei der Umstrukturierung im Überberger Mehrzweckgebäude hält Rat an Reihenfolge fest

Zuerst wird in Überberg das Feuerwehrgerätehaus erweitert, anschließend zieht die Ortsverwaltung um und zum Schluss finden im Rathaus Umbauarbeiten zur Einrichtung einer zweiten Kindergartengruppe statt.

Altensteig. Auf diese Reihenfolge hat sich der Altensteiger Gemeinderat festgelegt und folgte damit der Empfehlung des Bau- und Umweltausschusses. Gleich zu Beginn der jüngsten Sitzung bat Bürgermeister Gerhard Feeß darum, über die Reihenfolge der Ausbaustufen nicht erneut eine Grundsatzdebatte zu führen. CDU-Stadtrat Tobias Schmid erklärte daraufhin, sich der Stimme zu enthalten – im Ausschuss hatte er gefordert, für Besprechungen brauche der Ortsvorsteher kein Extrazimmer, es genüge der neu eingerichtete Mehrzweckraum im Dachgeschoss des Feuerwehrhauses.

Dieter Renz (Freie Wähler) bezeichnete die Studie des beauftragten Architekturbüros Dorner und Partner aus Altensteig als durchdacht. Der "Druck" zu Umstrukturierungen sei von der Feuerwehr ausgegangen. Wegen der Mannschaftsstärke der Abteilung sei das nachvollziehbar. Weil nur 44 Prozent der Kosten von 1,35 Millionen Euro von der Stadt aufgebracht werden müssten – alles andere seien Zuschüsse – sollte man den Baubeschluss fassen und ein "Räumle" für den Ortsvorsteher einplanen.

Es sei keine Zumutung für den Ortschaftsrat, seine fünf Sitzungen im Jahr übergangsweise im gegenüberliegenden Gemeindehaus abzuhalten, argumentierte Ursula Utters (SPD), dann könnte man früher mit den Umbauarbeiten für die zweite Kindergartengruppe beginnen. In Wart sei das auch praktiziert worden.

Wenn "Not am Mann" wäre, könnte man darüber nachdenken, schaltete sich Überbergs Ortsvorsteher Werner Gogolin ein. Bei augenblicklich unter 30 Kindern komme man mit den vorhandenen Räumlichkeiten hin, zumal die Zahl der Anmeldungen in absehbarer Zeit nur leicht steigen werde. Der Ortsvorsteher brauche ein eigenes Zimmer, weil manche Gespräche vertraulich geführt werden müssten und auch die dort deponierten Akten nicht für jedermann zugänglich sein dürften, brach Gogolins Spielberger Amtskollege Werner Koch eine Lanze für dessen Anliegen. An der vom Architekturbüro vorgeschlagen Reihenfolge der Ausbaustufen sollte man seiner Meinung nach nicht rütteln, weil sich nur Fachleute "im Baubestand richtig auskennen".

Bei der Abstimmung sprachen sich 17 Gemeinderäte für die von Bürgermeister Gerhard Feeß beantragte Reihenfolge aus, sieben enthielten sich der Stimme. Beim Baubeschluss das gleiche Ergebnis. Man rechnet mit einer Bauzeit von drei Jahren.

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