Freddy Letscher (links) mit seinem Sohn Jan im Fischverkauf.Foto: Stadler Foto: Schwarzwälder Bote

Freizeit: Angelpark Letscher im Zinsbachtal hat auch in den kalten Wintermonaten guten Zulauf

Kälte und Schneefall sind für Anhänger des Angelvergnügens kein Grund, auf ihr Hobby in der freien Natur zu verzichten. Der Angelpark Letscher hat seine Teiche in nummerierte Zonen eingeteilt. Die freien Angelplätze müssen vorab online gebucht werden. Der Fischverkauf geht unter Einhaltung der Coronabestimmungen weiter.

Altensteig. Egal ob die Sonne vom Himmel lacht oder dicke Schneeflocken den Blick auf die Angelteiche fast verdecken, am Angelpark bei Altensteig tummeln sich wochentags und an den Wochenenden Angler, in der Hoffnung auf einen guten Fischfang.

An einem Strang

Während zu Beginn der Corona-Pandemie der Angelbetrieb zunächst eingestellt war, hat die Betreiberfamilie Letscher, allen voran Freddy Letscher sowie die erwachsenen Kinder Niko, Jan und Nadine, ein umfangreiches Konzept erarbeitet, um das Angeln auch in Coronazeiten zu ermöglichen. Inzwischen erscheint auf deren Internetseiten eine Übersichtskarte mit den nummerierten Angelplätzen. Diese können und müssen sogar im Vorfeld online gebucht werden. Insgesamt gibt es 53 Plätze, an denen – unter Einhaltung der Abstandsregeln – die Angeln ausgeworfen werden können, entweder stundenweise zum so genannten "Kiloangeln" oder mit einer Tageskarte.

Freddy Letscher und sein Team achten sehr genau darauf, dass sich in den frühen Morgenstunden auf dem Parkplatz keine Grüppchen von wartenden Anglern bilden. Diese müssen bis zur Öffnung der Angelteiche um 8 Uhr in ihren Autos ausharren. Erst danach sitzen oder stehen die Angler an ihrem fest gebuchten Platz, den sie nicht verlassen dürfen und warten darauf, dass Forellen, Saiblinge, Karpfen oder Störe anbeißen.

Während das Fischerstüble mit Imbiss sowie der Angelshop nebenan weiterhin geschlossen bleiben, lädt der Verkaufsraum mit seinen verschiedenen Fischbecken zum Kauf von frischen Fischen ein. Inzwischen sind nicht nur die Kinder von Freddy Letscher am Unternehmen beteiligt. Schwiegertochter Annika, die Frau von Jan Letscher, kümmert sich um die anfallenden Büroarbeiten, während die Frau von Sohn Niko sich liebevoll um die Fischzucht kümmert. Diese findet primär in Bad Teinach statt. Von dort werden die Jungtiere dann mittels Lastwagen ins Zinsbachtal gebracht und auf die zahlreichen Teiche verteilt. Von dort aus geht es dann – bei entsprechender Größe – täglich in die beiden Angelteiche. Freddy Letscher fällt auf, dass in den vergangenen Monaten, seit Ausbruch des Coronavirus und den damit verbundenen Lockdowns, zahlreiche Wiedereinsteiger auf das Hobby-Angeln zurückgekommen sind. Viele finden gerade in der jetzigen Zeit, oft bedingt durch Kurzarbeit oder Homeoffice, wieder die Muse, dieser Betätigung nachzugehen.

Allen, die zum Fischkauf kommen, empfiehlt er vorzubestellen, um Wartezeiten zu vermeiden. Das Gelände einschließlich Verkaufsraum darf, wie in allen Verkaufsräumen, die Lebensmittel anbieten, nur mit Mundschutz betreten werden und die Abstandsregeln sind auch hier einzuhalten. Eine Einbahnregelung verhindert dabei den Begegnungsverkehr.

Die Familie Letscher blickt auf eine über 25-jährige Tradition und umfangreiche Erfahrung mit der Fischzucht zurück. Das Unternehmen wird inzwischen in der dritten Generation geführt und Senior-Chef Freddy ist glücklich darüber, dass die ganze Familie hier an einem Strang zieht.

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