Weil sich der Holzpreis nach Auskunft von Bürgermeister Feeß "im Aufwind befindet", könnten die Erlöse aus dem Stadtwald höher ausfallen als prognostiziert.Foto: Köncke Foto: Schwarzwälder Bote

Finanzen: Altensteigs Kämmerer Udo Hirrle prognostiziert Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer

Die Stadt Altensteig rechnet in diesen Jahr mit Gewerbesteuereinnahmen von 5,5 Millionen Euro. Es könnten am Ende 6,7 Millionen werden, blickt Kämmerer Udo Hirrle nach der Vorlage des ersten Quartalberichts im Gemeinderat optimistisch in die Zukunft.

Altensteig. Seine Zuversicht – "es sieht nicht so schlecht aus" – resultiert aus den Zahlen für die ersten drei Monate 2021. Bei der Aufstellung des Etats hatte Udo Hirrle Erlöse von 5,5 Millionen vorausgesagt. Der Planansatz könnte deutlich um 1,2 Millionen Euro überschritten werden, informierte er das Gremium in der jüngsten Sitzung. Der Kämmerer geht davon aus, dass sich die Wirtschaft stabilisiert und die Öffnung von Geschäften "baldige Realität wird".

Erfreulich ist für ihn auch die Entwicklung beim Stadtwald. Der prognostizierte Überschuss von rund 90 000 Euro könnte am Ende des Jahres noch höher ausfallen. "Der Preis beim Bauholz ist in letzter Zeit um zehn Euro pro Festmeter gestiegen", ergänzte Bürgermeister Gerhard Feeß. Eine verstärkte Nachfrage aus China und Amerika sei der Hauptgrund.

Beim Anteil der Kommune an der Einkommensteuer geht Hirrle davon aus, dass keine großen Veränderungen ins Haus stehen. Nach der bundesweiten Steuerschätzung im Mai wisse man mehr. Gerechnet wird mit Erlösen von 6,2 Millionen Euro. Bei der Grundsteuer geht der Kämmerer davon aus, dass die Einnahmen in diesem Jahr um 68 000 Euro auf 2,09 Millionen Euro zurückgehen.

Staatliche Finanzzuweisungen spielen im Etat eine wichtige Rolle. Das Niveau des Planansatzes von 4,8 Millionen Euro hat sich nach Angaben des Finanzfachmanns bis jetzt bestätigt. Gerne hätte die Stadt wie in den vergangenen Jahren 400 000 Euro an Vergnügungssteuer eingenommen. Weil die Spiel- und Gaststätten mit Automatenbetrieb wegen der Pandemie geschlossen sind, müssen auch in diesem Bereich Abstriche in Kauf genommen werden.

Nach der Schließung von Kindertagesstätten, der städtischen Musikschule und anderen öffentlichen Einrichtungen kann der Kämmerer nicht mehr mit 1,58 Millionen, sondern nur noch mit 1,4 Millionen Euro an Gebühreneinnahmen rechnen.

Im Ergebnishaushalt – dem früheren Verwaltungsetat – schlagen bei den Ausgaben vor allem die Personalkosten zu Buche. Statt der veranschlagten 9,9 Millionen Euro könnte die Summe nach jetzigen Stand um 51 000 Euro unterschritten werden. Für die Bewirtschaftung städtischer Gebäude mit Energie und Wasser wurden 1,99 Millionen bereitgestellt. "Das kommt in etwa hin", glaubt Hirrle.

Nachdem es "Anfang des Jahres sehr kühl war", habe man in den ersten drei Monaten dieses Jahres 12 000 Euro eingespart. Unterm Strich kann die Stadt voraussichtlich 865 000 Euro mehr einnehmen als geplant. Damit reduziert sich der errechnete Fehlbetrag von 1,24 Millionen Euro auf 535 000 Euro. Hirrle geht davon aus, dass 2021 auf einen Nachtragshaushalt verzichtet werden kann.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: