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Altensteig (Württ.) Das SBBZ hat den Tiefpunkt längst wieder überschritten

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Von der ersten bis zur neunten Klasse werden im Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum Altensteig Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf unterrichtet.Foto: Köncke Foto: Schwarzwälder Bote

Altensteig. 47 Schüler besuchen gegenwärtig das Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) in Altensteig. Unterrichtet werden sie in vier jahrgangsgemischten Klassen von acht Lehrkräften – fünf Sonderpädagoginnen (Daniela Glück, Christin Neth, Eva Wagner, Nadine Meiser, Elke Maurer), einer Fachlehrerin (Birgit Mozer), einem Fachlehrer (Ralf Stifter) und einer Religionspädagogin.

Die Schüler kommen aus Altensteig, Simmersfeld, Egenhausen, Grömbach, Neubulach und Ebershardt. Kinder ohne und mit Migrationshintergrund halten sich die Waage. Unterrichtsbeginn ist um 7.30 und 8.20 Uhr. Wer früher kommt, wird in einem eigenen Raum betreut.

Kommissarische Leiterinnen sind Daniela Glück aus Neubulach und Christin Neth aus Mötzingen. Letzter Rektor war Jürgen Bodamer aus Wart. Seit seiner Pensionierung im Juli 2016 ist die Stelle unbesetzt. "Uns fehlt außerdem aktuell ein Lehrer", weist Daniela Glück auf die unbefriedigende Situation hin. Diese Stelle sei mehrfach vergeblich im Fachorgan Kultus und Unterricht ausgeschrieben worden. Mit der Folge, dass die Klasse 7 bis 9 nur an drei Tagen in der Woche Präsenzunterricht erhält, am Donnerstag und Freitag Fernunterricht. Alle fünf Klassenzimmer verfügen über Wlan und große Bildschirme. Der Umgang mit digitalen Endgeräten "wird schon in den unteren Stufen praktiziert", versichert Glück. Im Technikraum könnten praktische Erfahrungen gesammelt werden und in der Schulküche ("Die ist leider nicht mehr auf dem neuesten Stand") werde unter Anleitung einer Lehrerin gekocht.

Im SBBZ werden Kinder aufgenommen, die für ihren Lernerfolg besondere Rahmenbedingungen und sonderpädagogische Unterstützung benötigen. Ziel ist es, die Persönlichkeit und individuelle Fähigkeiten zu stärken. Vor der Aufnahme findet eine Diagnostik statt, das Ergebnis wird in einem Gutachten dokumentiert. "Es reicht zum Beispiel nicht, wenn jemand eine Lese-Rechtschreib- oder Rechenschwäche hat", wird klargestellt. Ab der achten Klasse würden die Schüler von einem Mitarbeiter der Agentur für Arbeit auf eine Qualifizierung für das spätere Arbeitsleben oder eine Ausbildung vorbereitet. Außerdem könnten sie nach dem Abgang in der Werkrealschule den Hauptschulabschluss machen.

Dankbar ist man beim SBBZ über die Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeitern. Wegen Corona müssten die Kletter-AG, die Schulhunde-AG, das Fahrradprojekt und die Betätigung im Schulgarten vorübergehend ausfallen, nur die Kooperation mit der Städtischen Musikschule konnte fortgeführt werden.

Vor drei Jahren ist die Zahl der Förderschüler auf 28 zurückgegangen, worauf Stadträtin Heidrun Holzäpfel 2018 in einer Gemeinderatssitzung die bange Frage stellte, wie lange diese Einrichtung in Altensteig noch existiere. "Das war in der Tat ein Tiefpunkt", bestätigen die beiden Leiterinnen, seitdem seien die Zahlen wieder kontinuierlich auf den heutigen Stand gestiegen. Eigentlich wollte das Altensteiger SBBZ zwei Jubiläen feiern. Die schulische Sonderform bestand 50 Jahre und befand sich seit 40 Jahren mit der Markgrafen-Grundschule unter einem Dach. Glück: "Leider hat uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht."

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