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Altensteig (Württ.) Bläser und Jäger kooperieren

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Die Stadtkapelle wartete mit einem "tierischen" Programm auf. Fotos: Kosowska-Németh Foto: Schwarzwälder Bote

Altensteig. Musik und heimatliche Zugehörigkeit bilden den Grundgedanken des Altensteiger Musiksommers. Als eine sprudelnde Inspirationsquelle ruft diese Symbiose immer wieder neue Ideen auf den Plan und bereichert das Festival-Spektrum. Jetzt knüpften die Stadtkapelle und der Hegering Altensteig an das Jäger-Motiv aus dem symphonischen Kindermärchen "Peter und der Wolf" an, erarbeiteten ein originelles Konzept und stellten dem Publikum ein "tierisches" Musiksommer-Programm aus Musik, Wort und Bild vor.

Für das Konzert "Musikalischer Vortrag" verwandelte der Altensteiger Hegeringleiter Fabian Müller den Bürgerhaussaal in einen waidmännischen Ausstellungsraum, in dem einige Jagdtier-Exponate wie Hase, Reh, Rotfuchs oder gar ein Wildschwein die Aufmerksamkeit der zahlreichen Besucher auf sich zogen. Über die heimische Jagd-Fauna berichtete der Naturkenner und langjährige Jungjägerausbilder der Kreisjägervereinigung Calw, Uwe Krebs.

Das Konzert eröffnete die Stadtkapelle mit dem strammen Marsch "Waidmannsheil" von August Reckling. Mit vier Hörnern im Vordergrund entführten die Blasmusiker das Publikum in die für viele Menschen fremde Welt der Jäger. Auf der Leinwand zogen zeitgleich ausgezeichnete Naturbilder vorüber, die der Altensteiger Jäger und Fotograf Jürgen Gauß mit seiner Kamera im Schwarzwald schoss. Dann erfuhren die Zuhörer Details von der Wildhege und aus dem Jägerkodex und lernten Begriffe aus der Jägersprache kennen.

Sehr viel Fachwissen und Erfahrung vermittelte der Referent Krebs in seinen Berichten über Wildarten von Schalen- bis Haar- und Federwild, von Rehbock und Gams bis zum Dachs und Auerhahn, erzählte über ihre Verbreitung, Eigenschaften, Verhalten und Lebensgewohnheiten. Sogar Unterschiede zwischen diversen Hirschgeweihen, das Ablesen von Tierfährten oder Vorführung seltsamer Tierlaute gehörten zum Thema "Wildtiere unserer Heimat".. Die hochinteressanten Ausführungen von Krebs bedachten die Veranstaltungsbesucher mit herzhaftem Beifall.

Mit der Sachlichkeit des Vortrages kontrastierte die breite Emotionalitätsspanne der Musik. Der Kapellmeister und Stadtmusikdirektor Josef Stritt führte seine Blasmannschaft auf persönlich-sanfte, jedoch konsequente Art an, so dass die Themen von John Barry aus dem Film "Der mit dem Wolf tanzt" ein Klima unendlicher Weite verbreiteten und die "Fuchsgraben-Polka" von Karel Vacek vor charmanter Tanzlust strotzte.

Mit deutlich üppigerer Klangfülle und solistischen Einsätzen schmückte die Stadtkapelle den berühmten "Jägerchor" aus der Oper "Der Freischütz" von Carl Maria von Weber, ihre dynamische Wandelbarkeit und Gestaltungs-Sensibilität beeindruckten am meisten in Hörbildern des dramatischen Waldbrandes in "From these ashes" von Chuck Elledge. Auch diese Klasse-Leistung bedachten die Zuhörer mit begeistertem Applaus, sodass die Altensteiger Vorzeige-Blasformation nach Ehrungen ihrer langjährigen Mitglieder dem Publikum gerne noch zwei Zugaben schenkte.

Die Ehrennadel in Bronze für zehnjährige aktive Mitgliedschaft bekamen Alexandra Krätschma und Anja Walz, die Ehrennadel in Silber für 20-jährige aktive Mitgliedschaft erhielten Berti Großmann und Michael Koritko, die Ehrennadel in Gold mit Diamanten würdigte die 40-jährige aktive Mitgliedschaft von Helga Luz und Anja Kirchhoff.

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