Den Waldkindergarten Altensteigdorf besuchen aktuell 29 Jungen und Mädchen. Leiterin ist Jutta Klaiss.Foto: Köncke Foto: Schwarzwälder Bote

Waldkindergarten: Bau- und Umweltausschuss billigt Anpassungen für Einrichtung in Altensteigdorf

Der Waldkindergarten Altensteigdorf nimmt künftig auch Zweijährige auf. Erforderliche Umbauten und die Kosten von rund 150 000 Euro hat der Bau- und Umweltausschuss des Altensteiger Gemeinderats gebilligt.

Altensteig. Der Waldkindergarten Altensteigdorf wurde 2011 eröffnet. "Von Anfang an war die Nachfrage hoch", erinnerte Hauptamtsleiter Thomas Bräuning. Er stellte das neue Angebot in der jüngsten Ausschusssitzung vor und erläuterte notwendige Baumaßnahmen. Vor zwei Jahren wurde die Vorschuleinrichtung erweitert. Seitdem stehen 30 Betreuungsplätze für Drei- bis Sechsjährige zur Verfügung.

Weil auch Eltern zweijähriger Kinder großes Interesse an der Waldpädagogik signalisierten, stellt die Stadt für diese Altersgruppe jetzt fünf Plätze zur Verfügung. Standort soll laut Bräuning die Schutzwohnung in der Heerstraße sein – mit der Aussicht, sich bei schönem Wetter kurze Zeit im Wald aufzuhalten.

Kindergarten soll auch das Erdgeschoss nutzen

Aktuell wird das Erdgeschoss von der heimischen Dorfgemeinschaft und der freiwilligen Feuerwehr genutzt und das Obergeschoss vom Waldkindergarten. Das soll sich ändern. Vorgesehen ist, die Flächen im Erdgeschoss ebenfalls vom Waldkindergarten zu nutzen. Einrichten will man dort einen Gruppenraum mit Küchenzeile, der zusätzlich als Besprechungszimmer für Elterngespräche und als Pausenraum für Erzieherinnen zur Verfügung steht. Die Dorfgemeinschaft könne dort auch weiter aktiv bleiben, versichert der Hauptamtsleiter. Zusätzlich wird im Erdgeschoss eine neue Toilette eingebaut.

In beiden ehemaligen Schlachträumen des Hauses lagern momentan Abstellsachen. Im ersten Raum will man 30 Garderobenplätze für Kinder schaffen sowie Material- und Garderobenschränke für die Erzieherinnen unterbringen. Im zweiten Raum wird eine Spüle montiert, die nach der Sanierung der Dorfgemeinschaft zur Verfügung steht. Das Treppenhaus wird gestrichen und der Aufgang ins Obergeschoss erhält ein neues Geländer. Im Gruppenraum des Obergeschosses soll ein Platz zum Schlafen entstehen. Der Abstellraum und ein Teil des Büros werden mit Wickeltisch und kleinem WC für Zweijährige ausgestattet.

Eine neue Fluchttreppe gehört ebenfalls zum Aufgabenkatalog. Weil rund um die Wohnung der Heerstraße keine Spielflächen vorhanden sind, wird auf den angrenzenden öffentlichen Spielplatz ausgewichen und mit altersgerechten Geräten bestückt.

Mit Zuschuss von 38  500 Euro wird gerechnet

Gerechnet wird mit Kosten von insgesamt 148 600 Euro; erwartet wird ein Zuschuss von 38 500 Euro. Je nachdem, wie zügig die Baumaßnahmen abgewickelt werden, könnte man Zweijährige bereits zu Beginn des neuen Kindergartenjahres im September aufnehmen und betreuen, wird von der Stadt in Aussicht gestellt.

Für Kleinkinder soll die Schutzwohnung in der Heerstraße zum festen Bezugs- und Standort werden und bei schönem Wetter die Möglichkeit bestehen, sich zusammen mit den Betreuerinnen zum Bauwagen zwischen Nadelbäumen auf den Weg zu machen, um langsam mit der Waldpädagogik vertraut zu werden. Nach Abschluss der Umbauten kann der Waldkindergarten Altensteigdorf damit Kinder vom zweiten Lebensjahr bis zum Schuleintritt an den Öffnungstagen sechs Stunden lang betreuen.

Der Stadtrat und Sprecher des Bezirksbeirats Altensteigdorf, Berti Großmann, begrüßt das Vorhaben. Dieter Renz (FW) geht davon aus, dass die Veränderungen vorher mit der Feuerwehrabteilung und der Dorfgemeinschaft abgestimmt worden sind. Hartmut Hobler (SPD) bedankte sich bei der Dorfgemeinschaft für die Bereitschaft, ihre Aufenthaltsräume im Interesse der Kinder zu teilen. Der Umstrukturierungs- und Baubeschluss fiel einstimmig aus.

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