Im Jahr 2016 fand in Altensteig die erste "Faire Woche" statt.Foto: Archiv Foto: Schwarzwälder Bote

Kriterien: Altensteiger Gemeinderat diskutiert die Voraussetzungen

Altensteig. Die Stadt Altensteig möchte "Fairtrade-Stadt" werden. Um die Auszeichnung zu erhalten, müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden. Welche das sind, wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung erläutert. Bei Veranstaltungen der Kommune (Klausurtagungen, Dienstbesprechungen, Verabschiedungen, Ehrungen) und beim Städtischen Seniorennachmittag sollten nur noch fair gehandelter Kaffee und Tee sowie ein weiteres Produkt (zum Beispiel Schokoriegel) angeboten werden. Gelten müsste das auch bei Terminen des Bürgermeisters und von Amtsleitern im Rathaus.

In lokalen Einzelhandelsgeschäften, Cafés und Restaurants könnten zwei Artikel aus Entwicklungsländern in den Regalen stehen. Öffentliche Einrichtungen, Schulen, Vereine und Glaubensgemeinschaften sind aufgerufen, die Kampagne durch Informationsveranstaltungen zu unterstützen. Eine vierköpfige Steuerungsgruppe sollte die örtlichen Aktivitäten auf dem Weg zur "Fairtrade-Stadt" koordinieren und die Öffentlichkeitsarbeit mit Pressemitteilungen und Veranstaltungshinweisen betreiben.

Ob die Bedingungen erfüllt sind. prüft der eingetragene Verein "Transfair". Er entscheidet nach zwei Jahren darüber, ob die Stadt das Siegel behalten darf, um weiterhin einen Beitrag zu leisten, dem Thema die notwendige Aufmerksamkeit zu sichern und durch den Kauf und Gebrauch von Fairtrade-Produkten "Verantwortung gegenüber den Menschen in Entwicklungsländern zu übernehmen".

Bürgermeister Gerhard Feeß wies im Gemeinderat darauf hin, dass in Altensteig bereits eine sehr aktive Fairtrade-Gruppe bestehe, die in regelmäßigen Abständen auf dem Wochenmarkt fair gehandelte Produkte anbiete. Für Schüler des Christophorus-Gymnasiums sei das ebenfalls ein Thema, ergänzte SPD-Stadtrat Gerd Stunder.

Bis auf Marcus Lotzin, der eine solche Unterstützung ablehnt und dies in einem langen Statement begründete, stimmten alle Kommunalpolitiker dem Antrag zu. Träger der Kampagne ist der gemeinnützige Verein "Transfair", der die Interessen von Erzeugern aus Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas vertritt.. Deutschlandweit gibt es bereits 736 Fairtrade-Städte, die nächsten in der Umgebung von Altensteig sind Nagold, Freudenstadt und Horb.

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