Ob mit Bildern, Fotos oder Ausstellungen: Um die Einkaufsatmosphäre in Altensteig zu steigern, müssen die leerstehenden Schaufenster gefüllt werden. Foto: Sannert

Ausschuss kümmert sich um leerstehende Verkaufsflächen. Uwe Seeger plant Unternehmerstammtisch.

Altensteig - Altensteig soll bunter und schöner – und damit auch als Einkaufsstadt attraktiver werden. Doch dafür müssen die leeren Schaufenster gefüllt werden. Ein Ausschuss im Werbering soll sich jetzt darum kümmern.

Größtes Thema bei der Hauptversammlung des Werberings war der Stadtentwicklungsprozess. An dessen Workshops hatten sich auch Mitglieder des Werberings beteiligt. Uwe Seeger bedankte sich dafür und zeigte zunächst auf, welche für den Werbering relevanten Aussagen die Bürger- und Schülerbefragung ergeben haben.

Demnach wünschen sich viele Bürger ein größeres Angebot an Bekleidung und Schuhen, Bio-, Reform- und Drogeriewaren, Artikeln der Elektro- und Unterhaltungsindustrie sowie Möbel, aber auch mehr Cafés und Restaurants. Vom Werbering erwarten sie einheitliche Ladenöffnungszeiten und schönere Schaufenster. Damit das Einkaufen in Altensteig zu einem Erlebnis wird, müssten Poststraße und Marktplatz umgestaltet sowie vom Schwerlastverkehr befreit werden, lauten weitere Forderungen.

"Wir sind heute an einem Punkt, wo wir wissen, welche Ziele die Bürgerschaft definiert hat", sagte Bürgermeister Gerhard Feeß. Mit dem Stadtentwicklungsprozess seien Gemeinderat und Verwaltung eine Selbstbindung eingegangen, die sie nicht mehr verlassen können. "Die Bürger haben die Ziele vorgegeben, die Politik muss nun über Tempo und Umsetzung entscheiden, betonte Feeß und machte deutlich, dass dafür neue Schulden nötig seien. "Ich bin sicher, dass durch die Investitionen Altensteig neu erblüht".

Wer neue Gaststätten wolle, der müsse sie auch nutzen, forderte Carmen Kirner in der anschließenden Diskussion. Statt einzelner Waren müsse das Einkaufserlebnis verkauft werden, sagte Martin Spreng. Er schlug vor, leere Schaufenster mit Ausstellungen von Schulen, Vereinen oder der Feuerwehr zu füllen und beim Weihnachtseinkauf die Straßenschluchten zwischen den Geschäften mit Angeboten von Handwerkern zu füllen. Spreng wünscht sich auch, dass Themen wie die Ausstellungen im Schloss in Altensteig ganzheitlich umgesetzt werden und sich wie ein roter Faden durch die Stadt ziehen. Ute Hauser riet, die Stärken wie Persönlichkeit und Flexibilität stärker hervorzuheben. Holle Shanks ist sich sicher: "Die Atmosphäre machen wir selbst."

Damit es nicht bei Lippenbekenntnissen bleibt, schlug der Werbering-Vorsitzende einen Ausschuss vor, der sich aktiv um leerstehenden Geschäfte kümmern soll. Ihm traten spontan Claudia Rathfelder, Holle Shanks, Michael Pfeifle und Martin Spreng bei. Um ein gemeinsames Miteinander zu stärken möchte der Werbering seine Arbeit und seine Ziele demnächst in einer Gemeinderatssitzung vorstellen. Einmal im Monat will Uwe Seeger zu einem Unternehmerstammtisch in wechselnde Lokale einladen. Damit das "Wir-Gefühl" weiter gestärkt wird, regte er an, sich samstags nach Ladenschluss im Café Wohnzimmer zu treffen.

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