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Alpirsbach Sebastian Knab von der Muse geküsst

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Begabter Pianist und Komponist: Sebastian Knab rückte mit seinen Eigenkompositionen und Improvisationen beim Musiktheater Apovilya ins Rampenlicht. Foto: Maier Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Walter Maier

Mit seinen eigenen Kompositionen und Improvisationen für das Musiktheater Apovilya setzte Sebastian Knab ein Ausrufezeichen. Der 19-jährige Enkelsohn von Else Schwenk-Anger konnte dabei seine ganze Kreativität entfalten.

Alpirsbach. "Sebastian ist einer, der Stimmungen erfasst und sofort umsetzen kann", sagt seine Mutter Eva. Seine Begabung für improvisatorisches Spiel kam ihm bei der Inszenierung der Lebensgeschichte seiner Großmutter zugute. Er begeisterte mit seinem Fingertanz auf den Tasten. Für seine einfühlsamen Interpretationen bekam der junge Pianist aus Alpirsbach-Ehlenbogen viel Lob.

Eigenen Musikstil entwickelt

Der Virtuose hat seinen eigenen Musikstil entwickelt. Auch seine Lieder verliehen den Szenen des Musiktheaters Authentizität. Knab, der sein Abitur an der Waldorfschule Freudenstadt gemacht hat, überzeugte auch als Laienschauspieler auf der Bühne mit seiner menschlichen, lässigen und lockeren Art.

Die Geschichte mit den Waisenkindern hat ihn berührt. Er schaffte es, Gedanken und Gefühle in musikalische Klänge umzusetzen, immer das trostlose Dasein der Waisenkinder vor Augen. "Wie Menschen so mit etwas Heiligem wie Kindern umgehen können", das ist für den 19-Jährigen schlichtweg unverständlich.

Die Uraufführung des Musiktheaters Apovilya geriet auch für den Musiker, Komponisten und Laienschauspieler zu einem grandiosen Erlebnis: "Es hat mich tief beeindruckt. Die Dynamik war da. Wir haben das ganze Potenzial ausgeschöpft." Knab orientiert sich nicht an den Noten, sondern lässt seinen Gefühlen freien Lauf. Das ist seine Art, sich mit Musik auszudrücken.

Für das Musiktheater Apovilya seiner Großmutter Else Schwenk-Anger hat er sich sehr engagiert: Mit seinen Kompositionen transportiert er Gefühle, setzt Visuelles und Akustisches um. Weil er den Lebensweg seiner Großmutter kennt, trifft er musikalisch das Herz der Geschichte. Seine Musik scheint beinahe spürbar zu machen, wie sich ein Waisenkind fühlt. Es ist, als ob Knab diese Gefühle in seinem einfühlsamen Spiel nachempfindet. Auch die Texte dazu hat er teilweise selbst geschrieben.

Einen Tag nach der Premiere im Kurtheater in Freudenstadt kam eine Frau an die Tür, die sich seine Kompositionen auf DVD oder CD wünschte. "Er ist von der Muse geküsst. Sehr romantisch, wie er seine Gefühle in Musik ausdrückt", zollte Regisseurin und Hauptdarstellerin Anita Steiner aus Mainz dem jungen Klavierspieler ihren Respekt. "Für mich ist der Prozess am Interessantesten", sagt Sebastian Knab, der die Entwicklung einer Idee seiner Großmutter bis zur Aufführung hautnah miterlebte. Er bewundert die Beharrlichkeit seiner Oma, die sich nicht so leicht von ihrem Weg abbringen lässt. Nur so konnte sie ihr Lebenswerk, ihre Direkthilfe für Waisenkinder in Rumänien, trotz vieler Hindernisse verwirklichen. "Ich hätte sofort die Flinte ins Korn geworfen", meint der Enkelsohn.

Sebastian Knab spielt wie mit Bildern im Kopf, wie Filmmusik. Seine Emotionen werden spürbar. Wenn er in seine Musik vertieft ist, vergisst er die Welt um sich. Um seinen größten Traum, einen eigenen Flügel, zu realisieren, hat er seinen Führerschein zurückgestellt. Seither freuen sich Mutter und Großmutter über tägliche Hausmusik. "Sein soziales Gespür ist eine weitere Begabung", erklärt seine Mutter Eva.

Sebastian Knab ist gern in der Natur. Er ist auch ein Denker: Seine philosophische Art spiegelt sich in der intensiven Beschäftigung mit Lebensfragen wider.

Seine Großmutter als Buchautorin bei ihren Vorlesungen am Klavier zu begleiten, baute den Enkelsohn auf und gab ihm Sicherheit. "Sie sind schon so ein Gespann", gibt Eva Knab wieder, was etliche Besucher der Lesungen empfinden.

Sebastian Knab hat sich auf einen neuen Pfad eingelassen: Kunst, Musik und Tanz bilden einen Dreiklang von Kunstformen. Gemeinsam mit Malerin Karla Kreh und Tänzerin Susanne Vasanta begeisterte der junge Pianist als begabter Nachwuchs-Musiker in Galerien mit einer Performance der besonderen Art. Da hat sich für ihn eine neue Form der Verwirklichung als Künstler aufgetan.

Stück ist erneut zu sehen

Die Lebensgeschichte von Kinderbuchautorin und Waisenkinder-Mutter Else Schwenk-Anger wird erneut aufgeführt. Das Theaterstück Apovilya mit Musik, Gesang und Tanz ist nochmals am Freitag, 19. Februar, ab 19.30 Uhr im Kurtheater in Freudenstadt zu sehen.

 
 

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