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Alpirsbach Musik wie am Fürstenhof

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Das Concert Royal Köln bot eine engagierte und in jeder Hinsicht durchdachte Darstellung der "Bläsermusik an deutschen Fürstenhöfen des Barock", durchweg auf barocken Instrumenten musiziert. Foto: Haubold Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Petra Haubold Alpirsbach. Das erste Kreuzgangkonzert in der Klosterkirche in dieser Saison stand unter einem guten Stern: Mit wahren Beifallsstürmen feierten die fast 300 Besucher das Concert Royal Köln.Das Programm des Bläserensembles unter Leitung von Karla Schröter erfüllte am Samstagabend höchste Erwartungen. Barocke Kammermusik vom Feinsten, geleitet von einer erstaunlichen Musizierlust, erfüllte den Klosterinnenhof und die gut gefüllten Reihen in den Kreuzgängen. Unter abendlichem Sommerhimmel bei recht warmen Temperaturen tauchte man ein in den musikalischen Fluss der "Bläsermusik an deutschen Fürstenhöfen des Barock" – so das Motto der gut zweistündigen Darbietung. Mit Spannung folgten die Gäste zunächst den Geschichten, die die Oboen einander in Johann Michael Müllers "zwölf Sonaten" in seinem "Concerti grossi" erzählten. Dieses Werk für Oboenensemble und Basso continuo gilt als Kleinod, das in seinem Stil Merkmale des italienischen Frühbarock mit solchen der Kompositionsstile Buxtehudes, Corellis und Händels vereint. Da waren zum einen die herrlich verspielten Oboen-Klänge von Solist Martin Fendel, zum anderen die aufgewühlten rauen Klänge der Taille von Ulrich Ehret. Für diese wirklich virtuose Darbietung spendete das begeisterte Publikum herzlichen Applaus.

Bei der Sonate in f-Moll bestritten dann Marita Schaar auf dem Fagott und Organist Alexander Puliaev unkonventionell lebendig die Telemannsche Komposition. Beide Interpreten steckten das Publikum förmlich mit ihrer Spielfreude und guten Laune an.

Zeitlich ein wenig aus der Reihe fiel der Komponist Jan Pieterszoon Sweelinck mit seinem "Ballo del Granduca", einer Variationenreihe über einen alten Tanz. Das Werk bot jedoch einen reizvollen Vergleich zwischen den Tanzvertonungen des 17. Jahrhunderts und denen des Hochbarock. Die Eigenheiten jedes einzelnen der historischen Instrumente des Ensembles kamen im Concerto D-Dur, wiederum von Georg Philipp Telemann, äußerst prägnant zum Ausdruck – die Trompete, mit faszinierender Virtuosität von Gabor Hegyi gespielt, die Oboen, deren weichen Klang Martin Fendel und Petra Naethbohm zur Geltung brachten, und der Basso continuo, meisterhaft gespielt von Alexander Puliaev.

Dass auch ganz fein geschliffene, intime Töne angeschlagen wurden, war in den drei Sätzen des Flötenkonzerts Trio g-Moll von Vivaldi zu erleben, ein Trio der Flöte, des Basso continuo und der Oboe. Hier waren es vor allem die Soloparts der Blockflöte, die begeisterten. Sprühendes Temperament gab es bei Tomaso Albinonis Concerto C-Dur. Die Trompete brachte Spannung und ein innerliches Wohlbehagen auf höchst unterhaltsame Weise zur Geltung. Viel Beifall gab es für diese Komposition aus dem musikalischen Grenzgebiet zur Renaissance. Mit einer enthusiastischen Zugabe verabschiedete sich das Concert Royal Köln. Die Bewirtung des Konzertabends übernahmen die Sechstklässler der Alpirsbacher Realschule.

 
 

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