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Alpirsbach In zehn Tagen ohne Geld ans Nordkap

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Geschafft: Sebastian Kaufmann und Jonas Fuß an der Kugel, die am Nordkap steht. Die letzten Kilometer legten sie auf "Schusters Rappen" zurück. Foto: Schwarzwälder Bote

Alpirsbach - Nur zehn Tage Zeit und kein Geld in der Tasche – mit diesen Vorsätzen haben Sebastian Kaufmann aus Alpirsbach und Jonas Fuß aus Aichhalden-Rötenberg eine Reise ans Nordkap angetreten. Sie sind mit rund 5000 Euro auf ihrem Spendenkonto zurückgekehrt – und vielen Geschichten im Gepäck.

Trucker mit Herz

Die größte Überraschung war für Sebastian Kaufmann die Hilfsbereitschaft, die er und Jonas Fuß vor allem in Skandinavien erfahren haben – und mit ihrem Plan, ohne Geld zu reisen, auch herausgefordert haben. "Geholfen haben uns vor allem Lastwagenfahrer - Syrer, Rumänen – weniger die Einheimischen", erzählt er. "Bedankt haben wir uns dafür meist mit Schwarzwälder Leckereien wie Bier, Schnaps oder Schwarzwälder Schinken. Das kam ziemlich gut an."

Einmal waren tatsächlich auch mal Schwaben die Rettung: Irgendwo im skandinavischen Nirgendwo hat zufällig ein Bus bei den Wanderern angehalten, wie Kaufmann erzählt. Ein Bus aus Rottenburg. "Endlich wieder jemand, der schwäbisch schwätzt", erinnert sich Kaufmann an seinen Gedanken in diesem Moment. Die Reisegruppe hat sie ein Stück weit mitgenommen. Und sie durften im Bus eine Durchsage machen und auf ihr Spendenprojekt hinweisen.

Schlagartig affenkalt

Doch nicht immer kam die erhoffte Hilfe – oder zumindest ließ sie manchmal auf sich warten. "In Finnland war das Problem, dass es schlagartig affenkalt geworden ist, um die null Grad, und das Land dünn besiedelt war", sagte Kaufmann. Dass es frostig werden kann, darauf hatten sie sich eingestellt. Aber dass ihnen dort bei einem drei- bis vierstündigen Marsch der Autobahn entlang, die allerdings eher einer deutschen Landstraße entspreche, nur zwei bis drei Autos begegnen, das hätten sie nicht erwartet.

Irgendwie geht es weiter

"Wir haben irgendwann mal Pause gemacht und uns einen Tee gekocht", erzählt Kaufmann. "Da hab ich mir schon kurz gedacht: Was tust du dir da an?" In solchen schwierigen Situationen werden die Freunde schweigsam. "Ein paar Stunden mal nichts zu schwätzen, ist unsere Art und Weise, Probleme wegzuschieben." Aber irgendwie ging es immer weiter. Egal, wen die Jungs getroffen haben: Sie haben immer von dem Grund ihrer Reise erzählt. Sie sammelten Spenden für das Kinderhospiz in Stuttgart. "Bargeld haben wir keins angenommen, aber viele Menschen auf die Aktion aufmerksam gemacht." Bislang sind 5000 Euro zusammengekommen, aber sie hoffen, dass noch weitere Spenden eingehen. Das Konto bleibt noch einige Wochen geöffnet.

Das letzte Stück zu Fuß

Die beiden Freunde und Outdoor-Fans aus dem Schwarzwald hatten die Spendenaktion initiiert, nachdem sie von der Eröffnung des Kinderhospizes gehört hatten und die Einrichtung unbedingt unterstützen wollten. "Wir haben die wilde, raue Natur vorgefunden, die wir erwartet hatten", berichtet Kaufmann. "Je weiter wir nach Norden kamen, desto schöner wurde sie." Allerdings haben sie viel davon nur durchs Lkw- oder Busfenster gesehen. Weil sie letztlich doch recht gut im Zeitplan lagen, konnten sie ihrer Leidenschaft, dem Wandern, nachgeben und das letzte Stück zum Nordkap zu Fuß gehen. "Wir sind querfeldein gelaufen, das war richtig cool."

Spendenaktion

Die Nordkapkugel zu erreichen, bei blauem Himmel, wie die Bilder zeigen, war Höhepunkt und zugleich das Ende der Reise. Nach dem Rückflug und der Rückkehr in die Heimat am Dienstagabend hat sich Kaufmann erst mal eine halbstündige Dusche gegönnt, bevor er am Mittwoch schon wieder für eine Weiterbildung in Stuttgart sein musste. Am Donnerstag besuchten die Reisenden mit ihrem Begleiter, dem Bär Lukas, erstmals das Kinderhospiz und berichteten dort von ihren Erlebnissen auf Tour. In einigen Wochen wollen sie erneut dort zu Gast sein und eine möglichst üppige Spendensumme überreichen.

Weitere Informationen: adventure-blackforest.de/spendenaktion/

 
 

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