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Alpirsbach Auf neuen musikalischen Pfaden

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Carmen Jauch gab zum Orgeljubiläum ein kontrastreiches Konzert in der Alpirsbacher Klosterkirche. Foto: Haubold Foto: Schwarzwälder Bote

Zum Auftakt des Alpirsbacher Orgelsommers und zur Feier des zehnjährigen Bestehens der Orgelskulptur gestaltete Kantorin Carmen Jauch in der Klosterkirche eine kontrastreiche Matinee.

Alpirsbach. Die Orgelmatinee in der Alpirsbacher Klosterkirche mit Kantorin Carmen Jauch und dem Komponisten Tobias Hagedorn stand unter dem Motto "Kontraste". Auch eine Uraufführung begeisterte die Besucher.

Die ausgefallene Orgelmatinee lockte Musikfreunde aus der ganzen Region in die fast voll besetzte Klosterkirche. Die evangelische Kirchengemeinde feierte an diesem Tag das zehnjährige Bestehen ihrer Orgel.

Bei der Orgelmatinee präsentierte Carmen Jauch an der in die Mitte der Vierung gefahrenen Winterhalter-Orgel ein ungewöhnliches Programm: Werke von Johann Sebastian Bach, Filmmusik von Norbert J. Schneider und, erstmals zu hören, die Auftragskomposition "Standpunkte", die der 31-jährige Organist Tobias Hagedorn aus Frankfurt zum zehnjährigen Bestehen der Orgelskulptur geschrieben hat.

Der Schwerpunkt liege natürlich seit vielen Jahren auf der Kirchenmusik, deshalb gebe es die Kantorenstelle, sagte Kirchengemeinderatsvorsitzender Axel Kohler und ging in kurzen Worten auf die Entstehungsgeschichte der von dem Orgelbauer Claudius Winterhalter und dem Bildhauer Armin Göhringer geschaffenen Orgelskulptur ein. "Solch eine Orgel braucht fähige Leute, und mit Carmen Jauch haben wir eine Interpretin, die immer wieder alte und neue musikalische Leckerbissen zusammentragen kann", würdigte Kohler die Zusammenarbeit mit der Kantorin, die an diesem Vormittag auch Stücke von ihrer neuen CD "Kontraste" zu Gehör brachte.

Kunstvolle Effekte

Der Einstieg mit Bachs Toccata in d-Moll klang noch nach wehmütiger, verzierter und farbenreicher Harmonie mit kunstvollen Effekten. Bei "Schlafes Bruder", einer im Jahr 1994 komponierten Filmmusik von Robert Schneider, staunten die Zuhörer darüber, wie stilkundig Kantorin Carmen Jauch auch mit diesem Werk umging: Die mystisch-dämonischen Klänge, mit denen in dem Film Elias Alder im Dom zu Feldberg sein Publikum hypnotisierte, wurden kunstvoll dargebracht. Das Werk kam so fließend daher, als stamme es aus einer Kantate.

Ganz anders, kontrastreich, erklang dann Hagedorns Werk "Stehen und Gehen". Das Orgelspiel von Carmen Jauch vermischte sich mit den Elektronikmelodien des Komponisten, sodass sich in der Kirche angesichts dieser Melodienvielfalt eine ganz neue Atmosphäre bot.

Leichte, kaum wahrnehmbare Laute wechselten mit wuchtiger Klangfülle, gepaart mit unglaublich virtuoser Beherrschung von Spiel- und Registrierkunst.

Langen Beifall bekam die Kantorin auch für ihre schöne Interpretation der bekannten Bach’schen Passacaglia und Fuge in c-Moll.

Eindrucksvolle Klangmixtur

Ein Höhepunkt war die Uraufführung des Werks "Standpunkte" für Orgel und Elektronik, deren drei Teile der Komponist im Vorfeld erläuterte: "Verschiedene Bausteine setzen sich hier zusammen, und wenn schließlich alle Materialien zusammen kommen, ist es eine sehr sportliche Angelegenheit." Akustische und elektronische Musik, experimentell, meditativ, ernsthaft, verspielt und komplex, ergaben eine eindrucksvolle Klangmixtur. Nicht Effekthascherei mit den Möglichkeiten der Orgel zeichnete dabei die Kunst der Organistin aus, sondern der gezielte Umgang mit wenigen, aber angenehmen Stimmen.

Kontrastreich ging es dann mit einer Suite des Amerikaners Dan Locklair weiter, bevor Carmen Jauch mit einem Jugendwerk Bachs das erste Konzert des Orgelsommers beschloss. Wer wollte, konnte bei einem Ständerling im Kreuzgarten mit den beiden Künstlern ins Gespräch kommen.

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