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Winterlingen Wo die Kirche noch im Dorf steht

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Hauptvisitation in Winterlingen: Das Bild zeigt (von links) Co-Dekanin Dorothee Sauer, Bürgermeister Michael Maier, Schuldekanin Amrei Steinfort, Dekan Beatus Widmann und Pfarrer Ernst Nestele.Foto: Göttling Foto: Schwarzwälder Bote

Von Tobias Göttling

Zwölf Jahre lag die letzte Hauptvisisitation in der evangelischen Kirchengemeinde Winterlingen zurück; jetzt haben Dekan Beatus Widmann, Schuldekanin Amrei Steinfort und Co-Dekanin Dorothee Sauer wieder mal nach dem Rechten gesehen. Sie waren zufrieden.

Winterlingen. Die beiden Balinger Widmann und Steinfort sowie die Sigmaringerin Sauer waren in Begleitung von Bürgermeister Michael Maier zum Bürgerforum im Gemeindehaus gekommen, das im Rahmen der Hauptvisitation stattfand. Der Schultes verwies in seinem Grußwort auf seine durch und durch evangelische Vita – er stammt aus Winterlingen, das im Gegensatz zu den katholischen Ortsteilen Harthausen und Benzingen altwürttembergisch ist – und versicherte, ein Wechsel der Konfession sei für ihn nie in Frage gekommen. "Wenn du mal dabei bist, bleibst du es auch." Das Verhältnis zur evangelischen Kirchengemeinde und zu Pfarrer Ernst Nestele bezeichnete er als gut; die meisten Gespräche führe man in nicht amtlichem Rahmen, etwa beim Einkaufen. Maier versäumte nicht, darauf hinzuweisen, was die kirchliche Gemeinde an der weltlichen habe. "Unseren Obolus haben wir gezahlt, als der Kirchturm saniert wurde."

Dekan Widmann gab seiner Freude darüber Ausdruck, "dass es Gemeinden wie Winterlingen gibt, wo die Kirche im Dorf ist und die Wege auch zur bürgerlichen Gemeinde kurz sind". Widmann freut sich bereits auf den 15. November, an dem er im Winterlinger Sonntagsgottesdienst predigen darf, und ließ erkennen, dass seine Beurteilung der Gemeinde gegenüber der Kirchenleitung in Stuttgart wohlwollend ausfallen werde: "Ich bin beeindruckt von dem, was hier geleistet wird", erklärte er, besonders mit dem Blick auf die Kinder- und Jugendarbeit sowie auf die gelebte Ökumene.

Bildung ist wichtigfür Protestanten –"von Anfang an"

Schuldekanin Amrei Steinfort, die Pfarrer Nesteles Unterricht zum Thema Erntedank beigewohnt hatte, betonte den hohen Stellenwert der Bildung für evangelische Gemeinden. Seit der Reformation, "also von Anfang an", sei das so gewesen. Dass die Pfarrer zum Lehrerkollegium gehörten, sei gut; es ermögliche ihnen, auch zu Schülern aus kirchenfernen Familien Brücken zu bauen.

Danach moderierte Pfarrer nestele eine Bildschirmpräsentation des jungen Kirchengemeinderats und Webmasters Simon Rempp und rief dazu aktive Mitglieder aus den Reihen der Gemeinde auf, um die verschiedenen Chöre, Gruppen und Kreise vorzustellen. Als da waren Wilfried Kissling, Kirchengemeinderat und Leiter eines Hauskreises, Conny Hensel, eine von sieben Mitarbeiterinnen des Frauenfrühstücks, das mittlerweile stolze 80 Teilnehmerinnen zählt, Maria Nestele, die den Frauenkreis und das internationale "Kinderbibelcafé" vertrat, Wolfgang Hube vom Männervesper, Gabriele Groth, die Verbindung zwischen der Gemeinde und dem CVJM hält, Ursula Kissling vom Kinderkirchenteam, Talitha Maier vom Teen- und Jugendkreis "Globetrotter", die zudem gemeinsam mit Alina Rempp das Weihnachtsmusical und die Mädchenjungschar leitet, Siegbert Kissling vom "Evensong", Ursula Holp vom Posaunenchor, Erika Gulde vom Kirchenchor und Kirchengemeinderätin Angelika Brandt – sie vertrat außerdem den Gastchor "Cantus iuvenis".

Über die Konfirmandenarbeit erstattete Ernst Nestele selbst Bericht und abschließend auch über die Ökumene mit der katholischen Seelsorgeeinheit Straßberg-Veringen. Als Höhepunkte "gelebter Bekenntnis-Ökumene" erwähnte er den ökumenischen "Christustag" im Jahr 2015 mit über 1200 Besuchern und die ökumenischen Zelttage 2012 und 2018, aus denen drei katholische Hauskreisgruppen hervorgegangen seien. "Zentrum und Tankstelle" des Gemeindelebens bleibe für ihn jedoch der allwöchentliche Sonntagsgottesdienst.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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