Die zehnte Auflage der Aktion „Weihnachtssterne“ zeigt einmal mehr: Nicht nur Spielzeugautos, Puppen oder Bauklötze stehen ganz oben auf den Wunschlisten der Kinder. Vielen mangelt es schon an alltäglichen Dingen wie einer warmen Winterjacke.
Die Weihnachtswünsche, die manche Kinder äußern, sind bezeichnend für die Armut, der auch in Freudenstadt zahlreiche Familien ausgesetzt sind. Manche möchten einfach nur eine neue Winterjacke, weil ihre Eltern sich diese nicht leisten können. Das Freudenstädter Bündnis für Familien weiß um die Bedrohung durch Armut und hat daher dieses Jahr zum zehnten Mal die Aktion „Weihnachtssterne“ organisiert. Das Ziel: Kein Kind soll an Heiligabend vor einem leeren Baum sitzen.
Wie auch in den Jahren zuvor konnten Eltern mit geringem Einkommen einen Weihnachtswunsch für ihr Kind im Wert von bis zu 25 Euro auf einem Papierstern notieren; einige Kinder klebten auch selbst ein Bild von ihrem Wunschgeschenk auf den Stern.
365 Sterne
Die Sterne hängen nun an Bäumen in der Hauptgeschäftsstelle der Kreissparkasse Freudenstadt. „Noch reichen die Bäume“, sagte Werner Loser, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Freudenstadt, bei der Auftaktveranstaltung in Hinblick auf die Zahl der Sterne, die abgegeben wurden. 365 sind es – und damit etwas mehr als im Vorjahr, das durch die hohe Inflation bereits mit außergewöhnlich hohen Belastungen verbunden war. Man wolle jedem Kind ein Lächeln ins Gesicht zaubern, sagte Loser. Bürgermeisterin Stephanie Hentschel zeigte sich optimistisch, dass für jeden Wunsch ein Abnehmer gefunden wird.
Spender, die einem Kind ein Geschenk kaufen möchten, können noch bis zum 17. November einen Stern pflücken. Anschließend haben sie vom 4. bis zum 6. Dezember Zeit, das verpackte Geschenk in der Kreissparkasse abzugeben. Die Geschenke werden an die beteiligten Einrichtungen weitergegeben und an Weihnachten an die Familien verteilt. Zu den Kooperationspartnern zählen das Familienzentrum Freudenstadt, die Diakonische Bezirksstelle, der Kinderschutzbund, der Internationale Bund, das Oberlinhaus, die evangelisch-methodistische Kirche und die Stadtverwaltung Freudenstadt.