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Aichhalden Zukunftsprojekte intensiviert

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Johannes Schmidt ist Vorstandsvorsitzender bei Indus. Foto: Indus Foto: Schwarzwälder Bote

Die stark wachsenden Segmente Bau/Infrastruktur sowie Maschinen- und Anlagenbau der Indus-Gruppe kompensieren den Umsatz- und Ertragsrückgang in der Metall- und Fahrzeugtechnik.

Bergisch Gladbach/Aichhalden (jf). Die Indus Holding AG hat jetzt das in der vergangenen Woche gemeldete vorläufige Halbjahresergebnis bestätigt. Trotz eines "anspruchsvollen wirtschaftspolitischen Umfelds" konnte die Indus-Gruppe ihren Umsatz im ersten Halbjahr 2019 um 3,8 Prozent auf 876,5 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2018: 844,7 Millionen Euro) ausbauen. Drei Viertel des Umsatzanstiegs wurden sogar "organisch erwirtschaftet", durch die Indus-Unternehmen, nicht durch Zukäufe neuer Unternehmen.

Während das Segment Bau/Infrastruktur für 2019 bei Umsatz und Ergebnis auf ein Rekordergebnis zusteuere, habe sich die Entwicklung im Segment Fahrzeugtechnik verschärft. Die Absatzruckgänge der großen Automobilhersteller wirkten sich auf die Zulieferer aus. Im Segment Fahrzeugtechnik ging das operative Ergebnis (EBIT) um 9,4 Millionen Euro zurück. Das habe die Ertragslage der gesamten Indus-Gruppe belastet: So lag das EBIT mit 66,5 Millionen Euro um 9,7 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (76,2 Millionen Euro). Die EBIT-Marge lag im ersten Halbjahr bei 7,6 Prozent (Vorjahr 9,0 Prozent). Das Ergebnis je Aktie lag bei 1,52 Euro nach 1,76 Euro im Vergleichszeitraum.

Beim Blick auf die einzelnen Segmente zeigt Indus ein unterschiedliches Bild: Der Segmentumsatz im Bereich Bau/Infrastruktur konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18,9 Millionen Euro auf 190,9 Millionen Euro gesteigert werden. Der größte Anteil des Wachstums entfiel auf den Bereich Klimageräte. Das operative Ergebnis stieg im Vergleich zum Umsatz überproportional um 20,9 Prozent auf ein neues Rekordniveau von 27,8 Millionen Euro an.

Der Bereich Maschinen- und Anlagenbau wuchs ebenfalls stark um 25,2 Millionen Euro (plus 13,8 Prozent) auf 207,5 Millionen Euro. Das Wachstum wurde insbesondere von den großen Anlagenbauern des Segments erwirtschaftet. Bei diesen Indus-Beteiligungen sind die Auftragsbücher gut gefüllt und die Auslastung ist bis weit ins Folgejahr gesichert.

Metalltechnik

Das Segment Metalltechnik dagegen habe im ersten Halbjahr 2019 einen leichten Umsatzrückgang um minus 1,2 Prozent auf 213,6 Millionen Euro verzeichnet, verursacht durch den Bereich Hartmetallwerkzeuge und Bergbau. Das EBIT lag mit 16,3 Millionen Euro um 6,2 Millionen Euro unter dem ungewöhnlich hohen Vorjahreswert. "Der Bereich Hartmetallwerkzeuge und Bergbau in der Aichhalder Simon-Gruppe hatte uns im ersten Halbjahr des Vorjahres außergewöhnlich guten Umsatz geliefert. Dieser ist in diesem Jahr nicht ganz unerwartet etwas zurück gegangen. Das Indus-Segment Metalltechnik, in dem die Simon-Gruppe agiert, ist sehr exportintensiv, so dass internationale Marktentwicklungen  einen starken Einfluss haben", erläutert Johannes Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Indus-Gruppe.

Die Beteiligungen der Medizin- und Gesundheitstechnik, dem kleinste Segment, entwickeln sich erfreulich: Sie konnten im ersten Halbjahr 2019 den Umsatz um knapp 5 Prozent auf 81,5 Millionen Euro steigern, bei einer EBIT-Marge von auf 11,2 Prozent (Vorjahr 10,8 Prozent).

Fahrzeugtechnik

D as viertgrößte Segment Fahrzeugtechnik leidet weiter unter dem Absatzrückgang der großen Automobilhersteller. Diese konnten ihre Prognosen vom Jahresanfang nicht halten. Das führt zu einer wachsenden Zurückhaltung bei Investitionen, inzwischen auch bei Unternehmen "vor und nach der Serie". Der Umsatz im Segment Fahrzeugtechnik sank demzufolge um 6,7 Prozent auf 183,4 Millionen Euro. Das EBIT lag mit -5,1 Millionen Euro weit unter dem Vorjahreswert. Die Unternehmen des Segments konnten die Auswirkungen der schwierigen Marktlage und den weiterhin hohen Kostendruck durch Kostensenkungsmaßnahmen noch nicht kompensieren. "Da dieses Segment unmittelbar abhängig ist von den Entwicklungen im Automobilmarkt, rechnen wir Stand heute nicht mehr mit Verbesserungen bis zum Jahresende", erklärt Schmidt.

Vor diesem Hintergrund erwartet der Indus-Vorstand für das Gesamtjahr bei stabiler Umsatzprognose ein EBIT zwischen 152 und 158 Millionen Euro statt wie bisher geplant zwischen 156 und 162 Millionen Euro. "Einer Eintrübung der wirtschaftlichen Lage begegnen wir mit der weiteren Verbesserung der Kostenstrukturen und der Fortsetzung unserer Initiativen zur operativen Exzellenz. Zudem achten wir darauf, dass wichtige Zukunfts- und Innovationsprojekte mit hoher Intensität fortgeführt werden", bekräftigt der Indus-Vorstandsvorsitzende Schmidt. So wird am 20. September wie geplant das neue "Betek-Werk 7.2" in Aichhalden eingeweiht.

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