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Aichhalden Simon-Mutter verhalten optimistisch

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Die Rede des Vorstandsvorsitzenden Johannes Schmidt lässt sich online verfolgen. Screenshot: Fritsche Foto: Schwarzwälder Bote

Die Hauptversammlung der Indus Holding AG hat coronabedingt erstmals in der Unternehmensgeschichte virtuell stattgefunden.

Aichhalden (pm/jf). Bis zu 200 Teilnehmer verfolgten die aus einem Kölner Fernsehstudio übertragene Hauptversammlung im Internet. "Wir waren überrascht, wie viele Menschen uns in diesen Zeiten auch bei unserer virtuellen Hauptversammlung begleiten", erklärte Johannes Schmidt, Vorstandsvorsitzender von Indus. 79 Fragen an Vorstand und Aufsichtsrat hatten die Aktionäre im Vorfeld eingereicht. Die Rede des Vorstands wurde dafür bereits eine Woche vor der Hauptversammlung auf der Webseite des Unternehmens veröffentlicht.

Auf der Hauptversammlung selbst beschlossen die Aktionäre die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,80 Euro je Aktie (Vorjahr: 1,50 Euro). Das entspricht einem Ausschüttungsvolumen von 24,6 Prozent des Gewinns und einer Ausschüttungssumme von 19,6 Millionen Euro. Der Bilanzgewinn der Indus Holding AG betrug zum 31. Dezember 2019 79,6 Millionen Euro.

In seiner Rede erklärte Schmidt, dass Indus dank der breiten Aufstellung der Gruppe auch in der aktuell insgesamt schwierigen wirtschaftlichen Lage auf stabilem Grund stehe: "Auch wenn es in diesem Jahr noch einmal härter wird – der größte Teil unserer Unternehmen hat sehr gute Zukunftsperspektiven. Das Fundament der Indus-Gruppe ist robust." Die Inanspruchnahme staatlicher Hilfen sei 2020 nicht geplant. Schmidt betonte jedoch auch, dass das Unternehmen sein Handeln in einer derartigen Krisensituation immer wieder neu justieren müsse.

Indus hat 2020 ein Maßnahmenpaket zur Portfolio-Optimierung beschlossen. Nach dem "Best Owner"-Prinzip trennt sich die Gruppe dabei in Einzelfällen auch von Beteiligungen, die unter einem anderen Eigentümer bessere Zukunftsaussichten haben und nimmt Schließungen in Angriff, wenn Restrukturierungsbemühungen nicht das gewünschte Ergebnis bringen. Schmidt versicherte allerdings: "Verkäufe sind Einzelfälle und kein strategischer Teil unseres Geschäftsmodells. Leitmotiv unseres Handelns bleibt das Motto ›Kaufen, halten und entwickeln‹." Ziel bleibe weiterhin der regelmäßige Erwerb von Unternehmen – auch noch im Jahr 2020.

Anzeichen von Erholung

Im ersten Halbjahr 2020 waren vier der fünf Portfolio-Segmente erheblich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie beeinflusst – mit entsprechend negativen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis im April und Mai. "Im Juni sehen wir bereits erste Anzeichen einer Erholung. Mit unserer geografischen und inhaltlichen Diversifikation sowie finanzieller Stabilität werden wir auch diese Herausforderung meistern", betonte Schmidt.

Für das Gesamtjahr rechnet die Indus-Gruppe mit einem Umsatz zwischen 1,45 und 1,6 Milliarden Euro. Die Erwartungen für das operative Ergebnis (EBIT) liegen bei 0 bis 20 Millionen Euro unter der Voraussetzung, dass es zu keinem zweiten Lockdown kommt. "2020 läuft völlig anders als alles bisher Bekannte. Aber wir nutzen diese Zeit gut und tun alles Notwendige, damit wir ohne Ballast neu durchstarten können", versprach Schmidt.

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