Als Zumutung für alle Anwohner empfindet Herbert Schlenker die Tatsache, dass das Land Baden-Württemberg die seit vielen Jahren notwendige innerörtliche Sanierung der Landesstraße 181 in Fischbach nicht erledigt. Seit Jahren werden die Anwohner nur vertröstet.
Deutlich machte Herbert Schlenker die Notwendigkeit am Beispiel der Situation im Fischbacher Vogelsang, wo mit Eckard Link ein Feuerwehrkamerad Schlenkers wohnt, der wie alle anderen Anwohner unter der dortigen Situation leidet, jedoch längst resigniert habe, weil er mit seinen großen Straßenproblemen vor seinem Haus nirgends Gehör finde und sich alleingelassen fühle.
Vor diesem Hintergrund kritisierte Schlenker im Rahmen der Frageviertelstunde in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates jedoch nicht nur das Land Baden-Württemberg, sondern auch die Gemeindeverwaltung und den Ortschaftsrat mit deutlichen Worten.
„Ich bin enttäuscht von der Verwaltung und dem Ortschaftsrat, und wenn ich da unten wohnen würde, gäbe es Radau“, so die klare Ansage Schlenker, verbunden mit der Forderung, dass die Gemeinde in dieser Angelegenheit „mehr Druck“ ausüben müsse, damit endlich Bewegung in die Sache komme.
Extreme Lärmbelästigung für die Anwohner
Einfach zu sagen „da können wir nichts machen“, weil es sich um eine Landesstraße handle, genüge nicht. Selbst wenn man im Vogelsang wie vorgeschrieben nicht schneller als 50 Stundenkilometer fahre, seien die Anwohner einer extremen Lärmbelästigung ausgesetzt. Besonders schlimm sei es, wenn Fahrzeuge mit Anhänger dort fahren. Dann gebe es aufgrund der unebenen Fahrbahn derartige Schläge, dass es mit der Nachtruhe schon ab dem frühen Morgen vorbei sei.
So wie Eckard Link, hätten auch die übrigen Anwohner aufgegeben. „Die Leute melden sich nicht mehr bei der Gemeinde. Keiner hat Zeit. Keiner kümmert sich“, bemängelte Schlenker.
Wasser spitzt an der Hauswand hoch
Beim Haus von Eckard Link käme noch hinzu, dass dort aufgrund des falschen zum Haus hin verlaufenden Straßenprofils bei Regenwetter das Wasser an der Hauswand hochspritze und die Fassade verunreinige. Er wisse nicht, wie lange die Fassade dem Wasser noch unbeschadet standhalte, zumal im Winter noch Salzwasser dazu komme. Das alles interessiere niemanden.
Angeblich alles noch im Toleranzbereich
Er selbst sei beim Ausladen eines Computers vor dem Anwesen Link selbst betroffen gewesen. Dabei sei sogar der Computer beschädigt worden. Nachdem er diesbezüglich wegen der Schadenregulierung mit dem Straßenbauamt Kontakt aufgenommen habe, sei zwar jemand gekommen und habe auf der Straße Messungen vorgenommen. „Die Realität ignorierend hat es dann geheißen, dass das alles noch im Toleranzbereich liegt.“
Ortsvorsteher Peter Engesser widersprach, dass die Gemeinde um die Situation wisse und auch schon aktiv geworden sei, wenn auch bislang erfolglos. Er verstehe selbst nicht, warum sich die Straßensanierung im Vogelsang so lange hinauszögere. Betroffen hiervon sei im Übrigen auch die Königsfelder Straße. Dort wurden jedoch erst vor einige Monaten noch Tiefbauarbeiten ausgeführt, die im Vogelsang jedoch schon vor über zehn Jahren erledigt worden seien.
Schon damals habe es geheißen, die Straße werde nun bald saniert, konterte Schlenker. Er fühle sich einfach schlecht vertreten. Ihm sei es wichtig, dass endlich ein neuer Straßenbelag im Ortsbereich auf der Landesstraße aufgebracht wird. Deshalb müsse die Gemeinde diesbezüglich bei den zuständigen Behörden noch einmal vorstellig werden.
Ortschaftsrat Armin Müller gab Schlenker recht. Dass man das, was bei Eckard Link an der Hauswand hochspritze als tolerierbar ansehe, sei eine Frechheit.