Pfarrer Klaus Gölz (von links), Angela Grüninger, Eli Vogelsang, Pfarrer Hans-Ulrich Hofmann danken Tochter Maike und Franziskusheim-Küchenchef Rudolf und Ehefrau Andrea Wehner für ihre Unterstützung in der Vesperkirche. Foto: Rainer Bombardi

Täglich gab es mehr als 300 Portionen aus der Küche des Franziskusheims: Der Abschied der Vesperkirche ist demnach gleichzeitig auch ein Abschied von Küchenchef Rudolf Wehner. Mit seinem Ruhestand endet auch die Kooperation mit der Vesperkirche.

Drei Wochen Vesperkirche in der Pauluskirche sind vorbei. Was bleibt ist das harmonische Miteinander über alle Generationen hinweg, zu welchem alle Mitwirkenden ihren Teil beigetragen haben.

 

Pfarrer Klaus Gölz war in seinem Fazit während des Abschlussgottesdienstes überzeugt, dass der Geist der Vesperkirche und die guten Gedanken an das Zusammenleben alle Beteiligten prägte.

Traditionell begleitete der evangelische Kirchenchor unter der Leitung von Kantor Christof Wünsch den Abschlussgottesdienst.

Ein besonderer Geist

„Hier wird die christliche Botschaft der Nächstenliebe und des Friedens gelebt. Unterschiede und Gegensätze spielen keine Rolle, es gibt keine Ausgrenzung“, dankte Gölz allen Helfern der Vesperkirche. „Von der Vesperkirche geht ein Geist aus, der sich auch auf die Gäste überträgt“, bemerkte Gölz, dass ohne die Mitwirkung der ehrenamtlichen Helfer ein derartiges Angebot, auch im kulturellen Bereich, nie möglich gewesen wäre.

Auch wenn es nahezu unmöglich sei, dass bei einem derartigen Arbeitspensum alles spannungsfrei abläuft, habe am Ende alles gut geklappt. „Alles lief wie von selbst. Die Helfenden kostet die Organisation und Durchführung reichlich Schweiß, aber das gehört dazu“, so Vorsitzender des Leitungsteams und Pfarrer im Ruhestand Hans-Ulrich Hofmann. Er hob eine Person hervor, die in den vergangenen 23 Jahren meist im Hintergrund ein Garant für einen erfolgreichen Verlauf jeder Vesperkirche gewesen ist: Der Küchenchef im Franziskusheim Rudolf Wehner.

Ende der Kooperation mit dem Franziskusheim

Dieser geht nämlich in den Ruhestand und damit endet auch die Kooperation mit der Vesperkirche. Gemeinsam mit seinem Team bereitete Wehner seit Beginn der Vesperkirche täglich mehr als 300 Portionen parallel zum laufenden Betrieb der Heimküche vor. „Dank der Flexibilität in der Zusammenstellung kamen wir 21 Jahre lang in den Genuss der von Abwechslung und Kreativität geprägten Mahlzeiten“, lobte Hofmann.

Nächstes Jahr noch ungewiss

„Wir wissen noch nicht, wie es im kommenden Jahr weiter geht, aber das soll heute kein Thema sein“, wünschte Hofmann der Familie Wehner für ihren neuen Lebensabschnitt an der Ostsee alles Gute.

Weitere Gruß- und Dankesworte von Angela Grüninger, Eli Vogelsang und Pfarrerin Brigitte Güntter folgten. Zum Abschluss sangen der Kirchenchor und die Gottesdienstbesucher gemeinsam den von Kantor Wünsch komponierten Kanon zur Jahreslosung „Alle eure Dinge lasset in der Liebe gescheh’n.“

In der Vesperkirche arbeiten jedes Jahr bis zu 350 Menschen ehrenamtlich mit.